Maronen kochen: So bereiten Sie ein 3-Gänge-Menü mit Esskastanien zu

Wenn die ersten Stände mit heißen Maroni ihre Plätze in den Innenstädten beziehen, ist der Winter nicht mehr weit. Doch Esskastanien können viel mehr, als nur geröstet zu werden: Wie vielseitig Maronen in der Küche einsetzbar sind, zeigt unser vegetarisches 3-Gänge-Menü mit Maronen. Jetzt nachkochen!

Foto einer Pfanne mit gerösteten Maronen

Maronen sind nicht nur geröstet ein Genuss: Mit ihrem besonderen Aroma verfeinern die Edelkastanien herzhafte wie süße Speisen.

Sind Maronen dasselbe wie Esskastanien?

Rosskastanie ist nicht gleich Esskastanie – und auch Esskastanien und Maronen sind nicht das gleiche. Bei Maronen oder Maroni handelt es sich vielmehr um eine Unterart der Ess- oder Edelkastanie, die speziell für den Verzehr gezüchtet wurde: Maronen sind etwas größer, runder und wesentlich aromatischer als gewöhnliche Esskastanien. Obwohl beide Sorten gleichermaßen zum Verzehr geeignet sind, sollten Sie für ein vollmundiges Kastanienaroma beim Kauf auf Maronen setzen.

Maronen: Zubereitung für Genuss mit und ohne Fleisch

Neben sich verfärbenden Laubbäumen sind Verkaufsbuden mit heißen Maroni, die in deutschen Städten spätestens ab Oktober an fast jeder Straßenecke zu finden sind, die ersten sichtbaren Herbstboten. Mit ihrem nussig-süßen Aroma sind die herbstlichen Nüsse nicht nur eine beliebte Zutat für Brot, Kuchen oder andere Süßspeisen, sondern passen auch hervorragend zu herzhaften Speisen, beispielsweise als Suppe, Püree oder als Beilage zu Hauptgerichten. Wir zeigen Ihnen ein aus Vorspeise, Hauptspeise und Dessert bestehendes vegetarisches Menü, bei dem Maronen die Hauptrolle spielen. Nicht-Vegetarier können Esskastanien aber auch wunderbar in Kombination mit Fleisch zubereiten. Besonders gut harmoniert das Maronen-Aroma mit Wild und einer kräftigen Rotweinsauce. Die einzelnen Rezepte unseres fleischlosen Maronen-Menüs können Sie nach Geschmack natürlich auch mit einer Fleischbeilage ergänzen. DONNA wünscht viel Spaß beim Kochen des herbstlichen Menüs!

Saisonal kochen: 5 regionale Zutaten für die Herbst-Küche

Dreifacher Maronen-Genuss: 3-Gänge-Menü mit Esskastanien

1. Gang: Cremige Maronensuppe

Zutaten für 4 Portionen

400 g Maroni (gekocht, geschält)
500 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
3 Schalotten
250 ml Schlagsahne
100 ml Milch
100 g Butter
je eine Prise Zucker, Zimt und Salz
schwarzer Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung

  1. Die Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden.
  2. Die Maronen in kleine Stücke zerhacken, einen Esslöffel voll beiseite nehmen.
  3. Butter in einer Pfanne zerlassen, die Schalotten darin kurz andünsten. Die zerhackten Maronen hinzugeben und bei mittlerer Hitze für etwa fünf Minuten anbraten, um die Röstaromen zu entfalten.
  4. Die Maronen und Schalotten mit der Gemüse- oder Hühnerbrühe ablöschen. Anschließend Milch und Schlagsahne hinzufügen und alles für 15 bis 20 Minuten köcheln lassen.
  5. Die Suppe mit einem Pürierstab bearbeiten, anschließend mit einer Prise Zimt, Zucker und Salz würzen und mit schwarzem Pfeffer und etwas Muskatnuss abschmecken.
  6. Die übrigen Maronenstückchen mit etwas Butter und Zucker kurz in der Pfanne karamellisieren und die Suppe damit vor dem Servieren garnieren.

Extra-Tipp: Fleischesser können zusätzlich etwas Speck anbraten und als Topping auf die Suppe geben.

2. Gang: Maronen-Feigen-Quiche mit Ziegenkäse

Zutaten

Teig
200 g Mehl
100 g Butter
ein Ei
50 g Puderzucker
eine Prise Salz

Belag
150 g Maronen (geschält und vorgegart)
200 g Ziegenfrischkäse
sechs Feigen (frisch)
250 ml Schlagsahne
150 Gramm Bergkäse, gerieben
drei Eier
Salz, Pfeffer
ein bis zwei Zweige frischer Thymian

eine Quicheform mit rund 30 Zentimeter Durchmesser

Zubereitung

  1. Mehl, Butter, Ei, Puderzucker und Salz zu einem Teig verkneten und zu einer Kugel formen. In Frischhaltefolie verpackt für etwa eine Stunde kaltstellen.
  2. Nach Ablauf der Kühlzeit den Backofen auf 180 Grad vorheizen und die Quicheform einfetten.
  3. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ausrollen und anschließend in die Quicheform legen, dabei die überstehenden Ränder abschneiden.
  4. Die Feigen waschen, abtrocknen, in Achtel schneiden und auf dem Teig verteilen.
  5. Die Maronen in grobe Stücke hacken und ebenfalls auf den Teigboden streuen.
  6. Frischkäse, 75 Gramm des Bergkäses, Sahne und Eier zu einer Masse vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen und in der Quicheform verteilen.
  7. Mit dem restlichen Käse bestreuen und für etwa 45 Minuten backen bis der Käse leicht goldbraun wird.
  8. Aus dem Ofen nehmen, lauwarm abkühlen lassen. Thymianblättchen abzupfen und über die Quiche streuen.

3. Gang: Mousse au Chocolat mit Maronenpüree

Zutaten für 4 Portionen

80 g Zartbitterschokolade mit mindestens 50 Prozent Kakaoanteil
zwei Eier
125 g Schlagsahne
einen Esslöffel Whiskey
eine Prise Salz
ein bis zwei Esslöffel Milch
Kakao (Dekoration)
ein Esslöffel Baileys
zwei Esslöffel Puderzucker
100 g frische Maronen, gekocht und geschält
Zucker
etwas Wasser

Zubereitung

  1. Für das Maronenpüree die Maronen mit Zucker und Wasser in einer Pfanne karamellisieren und anschließend zu einer möglichst feinen Masse pürieren.
  2. Die Zartbitterschokolade hacken und in einem Wasserbad schmelzen.
  3. Die Eier trennen, das Eiweiß beiseite stellen.
  4. In einer mittelgroßen Schüssel die geschmolzene Schokolade mit dem Eigelb verrühren, danach den Whiskey unterrühren.
  5. Aus dem Eiklar einen Eischnee aufschlagen, eine Prise Salz hinzugeben. Anschließend den Eischnee vorsichtig unter die Schokomasse unterheben.
  6. Die Mousse au Chocolat auf vier Gläser verteilen und für mindestens eine Stunde kaltstellen.
  7. Das Maronenpüree vor dem Servieren mit etwas Milch cremiger machen, die Schlagsahne steif schlagen und unter das Maronenpüree heben. Anschließend die Mousse mit einigen Löffeln der Maronencreme garnieren.
  8. Die Mousse als Garnitur mit etwas Kakao bestäuben.