10 Gründe, weshalb Sie immer müde sind

Wer spät schlafen geht oder eine besonders stressige Lebensphase durchlebt, fühlt sich energielos und müde. Wenn die Müdigkeit jedoch überhand nimmt und Sie sich andauernd schlapp und ausgelaugt fühlen, könnten auch ernste Ursachen dahinterstecken. Wir zeigen zehn Gründe, die hinter Dauermüdigkeit stecken können und erklären, wie Sie wieder fit werden.

Foto einer müde aussehenden Geschäftsfrau, die sich Kaffee eingießt

Ständige Müdigkeit und Schlappheit können Symptome ernsthafter Erkrankungen sein, die Sie mit Unterstützung eines Arztes ergründen sollten.

Ständige Müdigkeit ist lästig und kann den Alltag enorm beeinträchtigen. Wenn sie länger anhält, leidet nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Lebensqualität und Lebensfreude. Daher ist es wichtig, den Ursachen der andauernden Müdigkeit auf den Grund zu gehen. Wir zeigen zehn Gründe, die ständige Müdigkeit verursachen können.

10 Ursachen für ständige Müdigkeit

1. Zu wenig Schlaf

Wenn Sie dazu neigen, zu spät ins Bett zu gehen, sollten Sie darauf achten, trotzdem genug zu schlafen. Finden Sie heraus, welche Schlafdauer Sie mindestens benötigen, um am Morgen fit zu sein und gewöhnen Sie sich gegebenenfalls einen anderen Schlafrhythmus an. Das individuelle Schlafbedürfnis unterscheidet sich von Mensch zu Mensch, Erwachsene fühlen sich im Schnitt aber nach sieben bis acht Stunden erholt. Ideal ist, wenn Sie die Tiefschlafphase vor Mitternacht erreichen. So lautet zumindest die Theorie, die zu einer Zeit entstanden ist, als man noch „mit den Hühnern“ schlafen ging. Als sicher gilt jedoch, dass die Tiefschlafphase die erholsamste Schlafphase ist. Der Körper entspannt vollständig und verarbeitet die Eindrücke des Tages. Diese Phase beginnt nach etwa 30 bis 60 Minuten Schlaf und dauert bis zu zwei Stunden.

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2. Ernährung

Wer zu spät noch schwere Mahlzeiten zu sich nimmt, schläft in der Regel schlechter. Aber auch hungrig zu Bett gehen ist keine gute Idee für einen erholsamen Schlaf. Nehmen Sie abends leichte Kost zu sich und achten Sie generell auf genügend Vitamine und Mineralstoffe.

3. Zuviel Kaffee

Zuviel Kaffee kann müde machen. Beschränken Sie Ihren Kaffeekonsum daher auf die Morgenstunden und trinken Sie nur wenig Kaffee. Medizinische Studien belegen, dass die meisten Erwachsenen 400 Millligramm Koffein pro Tag gut vertragen, ohne dass die Gesundheit leidet – das entspricht in etwa vier Tassen Kaffee. Zuviel Koffein erweitert die Blut- und Atemgefäße – dadurch werden Sie müde.

4. Eisenmangel

Wenn Sie Vegetarier und/oder eine Frau sind, liegt bei Ihnen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit vor, an einem Eisenmangel zu leiden. Dieser kann dazu führen, dass Sie sich ständig schlapp und müde fühlen. Klarheit verschafft ein Bluttest beim Arzt. Nehmen Sie gegebenenfalls Eisenpräparate zu sich.

5. Schilddrüsenunterfunktion

An einer Schilddrüsenunterfunktion leiden ebenfalls überwiegend Frauen. Wenn Ihr Körper nur wenig des Schilddrüsenhormons produziert, fühlen Sie sich immer müde und schlapp. Auch hier kann ein Arztbesuch helfen – eine Fehlfunktion der Schilddrüse muss unbedingt von einem Arzt therapiert werden.

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6. Verdacht auf Diabetes

Diabetes kann eine weitere Ursache von Müdigkeit sein. Ob Sie darunter leiden, können Sie ebenfalls durch einen Arztbesuch oder mithilfe eines Selbsttests aus der Apotheke abklären.

7. Zu wenig Bewegung

Ihr Kreislauf kann auch aufgrund eines Bewegungsmangels schlappmachen. Bewegung ist eine Möglichkeit der Entspannung, weil sie hilft, Stress abzubauen. Suchen Sie sich eine Sportart, die Ihnen gefällt, und betreiben Sie sie regelmäßig. Am Anfang kann es Überwindung kosten, aber schon bald werden Sie merken, wie gut die körperliche Auslastung Ihnen tut.

8. Zu wenig Flüssigkeit

Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken. Messen Sie sich zwei Liter Wasser ab und trinken Sie die Flüssigkeitsmenge gleichmäßig über den Tag verteilt. Das allein kann schon für mehr Schwung und weniger Müdigkeit sorgen.

9. Zu viel Stress

Möglicherweise sind Sie dauergestresst. Denken Sie darüber nach, welche Stressfaktoren Sie durch eine Lebensumstellung abstellen könnten. Durch Stress wird Adrenalin freigesetzt, das wiederum für eine Ausschüttung von Speicherzucker sorgt, um dem Körper mehr Energie bereitzustellen. Es liegt auf der Hand, dass sich die Speicher bei permanentem Stress „leeren“. Es kann eine chronische Erschöpfung entstehen, durch die der Körper Mühe hat, seine normalen Funktionen (wie Verdauung, Gewebeaufbau, Hormonsynthese, etc.) aufrechtzuerhalten. Ständiger Energieabfluss stört auch die Denkprozesse.

10. Anzeichen von Depression

Ständige Müdigkeit und mangelnde Energie können auch auf eine sich anbahnende Depression hindeuten. Falls Sie den Verdacht haben, an einer depressiven Verstimmung zu leiden, könnten Sie auch über eine Gesprächstherapie nachdenken. Sorgen Sie in jedem Fall für angenehme Erlebnisse und Gelegenheiten der Vorfreude.

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Dauermüdigkeit sollten Sie nicht hinnehmen – zumal sie kein Normalzustand ist, denn ein gesunder Körper ist nicht ständig übermüdet. Wenn Sie sich über die Ursachen Ihrer Müdigkeit unsicher sind, ist es ratsam, Ihren Hausarzt aufzusuchen und sich gesundheitlich durchchecken lassen.