Anti-Aging-Haarstyle: Frisuren, die Sie jünger wirken lassen

Mit dem Alter werden die Haare oft dünner und verlieren an Sprungkraft. Das heißt aber noch lange nicht, dass Frisuren ab 40 automatisch altbacken sein müssen. Eher das Gegenteil ist der Fall: Mit den richtigen Tricks kreieren Sie Frisuren, die sogar verjüngen.

Porträtfoto einer Frau mittleren Alters

Ein Kurzhaarschnitt ist nicht nur praktisch, sondern lässt seine Trägerin sogar jünger wirken.

Egal ob langes, mittellanges oder kurzes Haar, für jede Frau gibt es die passende Frisur, die sie jünger erscheinen lässt. Mit einem frechen Schnitt, dem richtigen Styling, der optimalen Pflege und ein klein wenig Farbe lassen sich ganz schnell ein paar Jahre wegschummeln. Manchmal ist für den Anti-Aging-Effekt aber auch ein bisschen Mut von Nöten. Wer seit Jahrzehnten die gleiche Frisur – und vor allem die gleiche Haarlänge – trägt, trennt sich meist nur schweren Herzens davon. Doch trauen Sie sich: Klassiker wie Bob, Pony und Pixie-Cut sind beliebte Verjüngungskuren, die uns frischer und gesünder aussehen lassen.

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Kurzhaarschnitt: Styling, Tipps und Tricks

Manchmal muss man einfach Federn – in diesem Fall Haare – lassen: Kurzhaarschnitte verjüngen nicht nur, sondern sind obendrein auch noch praktisch. Besonders im Trend liegt der Pixie-Cut, der schnell mit etwas Wachs in Form gezogen werden kann. Wer es ein bisschen akkurater mag, entscheidet sich für den geraden Shortcut, bei dem die Stirn- und Ohrpartien besonders zur Geltung kommen.

Extra-Styling-Tipp: Damit die Fransen den ganzen Tag lang in Form bleiben, Festiger in den Haaransatz sprühen. Besonders viel Volumen erreicht man beim Föhnen durch das Bürsten entgegen der Wuchsrichtung. Die Spitzen anschließend mit etwas Wachs so ins Gesicht zupfen, dass sie einen frechen Rahmen bilden.

Ein Klassiker unter den Frisuren, die jünger machen, ist auch der Bob. Wer es besonders kurz mag, wählt die Kürze in Höhe der Ohrläppchen, andere bevorzugen den Schnitt knapp unter dem Kinn. Die Wangenknochen werden besonders betont, wenn der Schnitt nach hinten kürzer wird. Besonders jugendlich wirkt der Bob mit leichten Wellen oder mit einer fransigen Ponypartie.

Wichtig bei kurzen Haarschnitten ist, dass sie sanft und weich fallen und idealerweise neckische Fransen haben, damit die Gesichtszüge nicht zu hart wirken. Zu kantige Schnitte und toupierte Partien lassen den Trend schnell altbacken aussehen und uns älter wirken. Die optimale Länge entscheidet oft die Gesichtsform, so lässt zum Beispiel eine längere Nackenpartie das Gesicht straffer wirken. In Kombination mit einem pfiffigen Pony ist ein Kurzhaarschnitt in den meisten Fällen die perfekte Frisur ab 40.

Barbara Killer, Gewinnerin des 6. Modelwettbewerbs von DONNA und CLARINS

Barbara Killer, der Gewinnerin des 6. DONNA-Modelwettbewerbs, zeigt wie frisch und jung Frau 40plus mit Kurzhaarschnitt wie einem Pixie Cut aussehen kann.

Mittellanges Haar: Styling, Tipps und Tricks

Bei schulterlangen Haaren können schon einfache Tricks helfen, um eine verjüngende Frisur zu kreieren: leichte Stufen, ein paar helle Strähnchen als Highlights, Fransen und ein richtig gesetzter Scheitel sorgen im Handumdrehen – und ohne allzu große Typveränderung – für einen Anti-Aging-Effekt. Bei Stars sehr gefragt: der stufige Clavi-Cut, der mit dem richtigen Pony für weiche Gesichtszüge sorgt. Eine perfekte Frisur für Frauen ab 40 ist auch der lockere Longbob, oft kombiniert mit einem überlangen Pony. Der Schnitt ist für jede Gesichtsform sowie alle Haartypen geeignet und sorgt für weiche Konturen. Bei besonders feinen Haaren nur darauf achten, dass er locker und fransig fällt.

Extra-Styling-Tipp: Besonders im Trend ist die Variante des schlüsselbeinlangen Schnitts und des Longbobs mit dem Out-of-bed-Styling oder auch Undone-Variante genannt. Die Haare über Kopf föhnen, damit ein leicht zerzauster Look entsteht. Mit Wachs die vorderen Partien in Form zupfen – schon ist der jugendlich-rockige Style perfekt.

Langes Haar: Glatt oder lockig? Sleek-Style und Beach Waves

Die 80er-Jahre sind lange vorbei, voluminöse Dauerwellen haben seitdem (zum Glück) auch kein Revival mehr erlebt. Eher der gegenteilige Look liegt im Trend – vor allem, wenn man auf eine Frisur Wert legt, die einen jünger machen soll. Der Sleek-Look wirkt gerade durch die fehlende Masse modern und edel und hat auch etwas Mädchenhaftes an sich. Die glatte Mähne kommt besonders gut bei langem Haar, aber auch bei mittellangem Haar zur Geltung. Damit es keine Schnittlauchfrisur wird, die Haare am Oberkopf schräg scheiteln und glatt föhnen, den Look mit etwas Glanzspray und Glanzcreme an den Spitzen abrunden.

Pflege- und Styling-Tipps: Diese Pflege braucht Ihr Haar im Sommer

Extra-Styling-Tipp: Wer seinen Haaren etwas Gutes tun will, verzichtet lieber auf ein Glätteisen. Dafür die Haare mit einer glättenden Haarkur, Haaröl oder Glättungsbalm behandeln, dann die Haare mit einer großen Bürste kalt föhnen – auch wenn es ein bisschen länger dauert. Alternativ XL-Lockenwickler in die Haare rollen und nach dem Trocknen glattkämmen.

Locken sind aber noch lange nicht out. Sanfte Wellen gleichen kantige Partien und Linien im Gesicht aus und können – je nach Haartyp – für einen weichen, femininen Look sorgen. Das Zauberwort: Beach-Waves. Wichtig ist nur, dass am Volumen gespart wird und die Locken natürlich fallen. Statt auf einen Mittelscheitel greift man hier lieber auf einen leichten Seitenscheitel zurück, der die vordere und seitliche Partie lockerer fallen lässt.

Extra-Styling-Tipp für Naturlocken: Wer natürliche Locken hat, kämpft oft mit spröderen Haaren und sollte unbedingt auf geeignete Pflegeprodukte zurückgreifen. Durch einen sanften Stufenschnitt stehen die Locken weniger ab und umspielen weich das Gesicht.

Kurz oder lang: Der Pony

„Bangs before botox“ heißt es so treffend im Englischen und in der Tat ist ein Pony die gesündere, schnellere und preiswertere Variante einer Verjüngungskur. Das Geheimnis des Ponys: Der Fokus wird automatisch auf die Augen gelenkt, ein längerer Pony verdeckt zudem kleine Fältchen an der Stirn und rund um die Augenpartien. Wichtig ist, dass der Pony leicht und locker fällt und sich nicht zu sehr von den restlichen Konturen abhebt. Dabei helfen ausgeprägte Stufen mit weichen Übergängen, die optimale Länge und vor allem auch die richtige Dichte des Ponys.

Extra-Styling-Tipp: Für den perfekten Pony Festiger einarbeiten und die vordere Partie mit einer Paddle-Bürste föhnen. Mit Wachs oder Styling-Creme einzelne Stirnfransen in Form ziehen. Wer vor einem zu kurzen Pony zurückschreckt, wählt eine Zwischenlösung, bei der die vorderen seitlichen Partien zusätzlich bis zu den Haarspitzen durchgestuft werden oder entscheidet sich für einen langen Seitenpony.

Styling-Varianten: Dutt, Pferdeschwanz, Hochsteckfrisuren und Zöpfe

Die Hollywood-Mini-Botox-Variante, auch Croydon-Facelift genannt, ist ein streng nach hinten gekämmter Dutt, der einen leichten Straffungseffekt im Gesicht bewirkt. Doch Vorsicht: Mit dem falschen Outfit kann diese Variante auch leicht altbacken aussehen. Bei vielen Frauen lässt ein lässiger Top Knot, bei dem der Knoten nur locker auf dem Hinterkopf thront, den Look jünger erscheinen. Ebenso verhält es sich mit dem Half Top Knot, bei dem nur der seitliche und obere Teil der Haare zu einem formlosen Knoten gedreht wird. Wer dem Streetstyle nichts abgewinnen kann, die Haare aber trotzdem aus dem Gesicht haben will, verwendet einen mädchenhaften Pferdeschwanz. Der sollte aber nicht zu tief sitzen, sondern lieber sehr hoch getragen werden, um ein jugendliches Aussehen zu gewährleisten.

Auch die verschiedensten Hochsteckfrisuren, Zöpfe und Flechtfrisuren erinnern an Mädchenhaare und lassen uns jünger erscheinen. Dabei ist – wie bei jedem gesteckten, gebundenen oder geflochtenen Style – darauf zu achten, dass das Ganze nicht zu streng wirkt. Die Frisur lieber etwas lockerer und unordentlicher gestalten, Strähnchen zusätzlich herausziehen, auf einen lässigen Seitenscheitel achten oder mit einem seitlichen Pony oder einem Grown-out-Fringe komplettieren.

Färben, Tönen, Strähnchen: Die richtige Farbe

Dunkle Farben können den Teint schnell blass wirken lassen. Je nach Haut- und Haarton – egal ob blond, braun, rot oder schwarz – immer auf warme, goldene Töne und helle Highlights zurückgreifen. Gemäßigte Farben, die der Naturhaarfarbe ähnlich sind, lassen uns nicht nur frischer aussehen, sondern auch den nachwachsenden Ansatz nicht so durchscheinen. Auswaschbare Tönungen zaubern zusätzlich schöne Glanzreflexe ins Haar, die uns noch mehr strahlen lassen.

Extra-Styling-Tipp: Wer nicht das ganze Haar färben will, kann auf beliebte Farbspiele wie Ombré, Dip Dye, den Two-Tone-Stil und das Hair Contouring zurückgreifen.

Auf den Haartyp achten! Die richtige Pflege

Was hilft eine Frisur ab 40, die uns zwar jünger erscheinen lässt, wenn die Haare nicht optimal gepflegt sind? Da der Hormonhaushalt im Alter ins Wanken gerät, leiden meist auch die Haare darunter. Achten Sie deshalb auf ihren Haartyp und stimmen Sie Pflege- und Stylingprodukte darauf ab. Überbelasten und beschweren Sie die Haare nicht unnötig, da zu intensives Styling auf Kosten des Volumens und der Natürlichkeit geht. Auch mit einer ausgewogenen Ernährung bleiben die Haare länger gesund und glänzend. Eine neue Frisur verhilft ebenfalls zu neuer Sprungkraft – und kann uns im Handumdrehen jünger aussehen lassen.