11 Anti-Aging-Mythen im Check: Wahrheit oder Lüge?

Anti-Falten-Cremes, gesunde Ernährung und Sport – um das Thema Anti-Aging ranken sich zahlreiche Mythen. Doch was hilft wirklich im Kampf gegen Hautalterung? Höchste Zeit, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. DONNA Online räumt mit den elf häufigsten Mythen auf.

Blonde Frau mittleren Alters steht vor dem Spiegel und berührt mit den Fingerspitzen beider Hände die Haut an ihren Wangen

Wenn sich die ersten Fältchen oder Krähenfüße im Gesicht bilden, greifen viele Frauen zu Anti-Aging-Kosmetik. Doch wie wirksam sind diese und andere Hilftmittel tatsächlich für ein jugendlicheres Aussehen? DONNA Online macht den Check.

Der größte Feind der Wahrheit ist nicht die Lüge, sondern der Mythos – beständig, überzeugend und wirklichkeitsfremd. Und rund um das Thema Altern gibt es viele Mythen, die hartnäckig für Verwirrung sorgen: Wie wirkungsvoll sind Anti-Aging-Cremes? Muss man wirklich Sport treiben, um jünger auszusehen? Wie wichtig ist täglicher Sonnenschutz? Fragen wie diesen sind wir auf den Grund gegangen und bringen endlich Licht ins (Anti-Aging-)Dunkel. Welche dieser elf Behauptungen wahr und welche erfunden sind, lesen Sie hier.

Anti-Aging-Mythos 1: Stress lässt die Haut schneller altern

Stimmt! Stress fördert die Bildung von freien Radikalen, die den Alterungsprozess beschleunigen und dafür sorgen, dass die Haut faltig und müde aussieht. Da sich Stress jedoch nicht permanent vermeiden lässt, sollten Sie in diesen Phasen auf Hautcremes und Pflegeprodukten zurückgreifen, die reich an Antioxidantien sind. So unterstützen Sie die Haut von außen.

Anti-Pollution: Diese Pflege schützt Haare und Kopfhaut vor Feinstaub

Anti-Aging-Mythos 2: Wasser hält die Haut jung

Richtig! Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist die grundlegende Voraussetzung für funktionsfähige Hautzellen. Fehlt dem Körper Flüssigkeit, wird erstmal das Wasser in den Hautzellen reduziert, so dass die Haut müde und schlaff wirkt und an Spannung verliert. Trinken Sie dauerhaft zu wenig, bekommen Sie Knitterfältchen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät in ihren Regeln, täglich rund 1,5 Liter Flüssigkeit zu trinken. Bei Hitze oder Sport sogar noch mehr. Wasser und ungesüßte Tees sind eine gute Wahl, um Giftstoffe aus dem Körper zu spülen und die Haut straff zu halten. Besonders grüner Tee hat positive Anti-Aging-Eigenschaften. Die enthaltenen Gerbstoffe fangen Radikale ab, die hauptsächlich durch Sonne und Rauchen entstehen. 

Anti-Aging-Mythos 3: Je länger man eine Anti-Aging-Creme benutzt, desto schwächer die Wirkung

Stimmt nicht! Alle Pflegeprodukte, aber vor allem Anti-Aging-Cremes mit aufpolsternden Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure, entfalten ihre Wirkung erst nach mehrwöchiger Anwendung. Ein sichtbarer Effekt stellt sich sogar erst nach Monaten ein. Deshalb sollten Sie eine hautverjüngende Creme unbedingt über einen längeren Zeitraum verwenden.

Anti-Aging-Mythos 4: Sonnenschutz im Winter ist überflüssig

Falsch! Zwar ist es im Winter nicht so warm wie im Sommer und auch die Sonne lässt sich nicht jeden Tag blicken, trotzdem ist die Haut täglich der UV-Strahlung ausgesetzt. Diese stellt immer und überall ein Risiko für vorzeitige Hautalterung dar – auch im Schatten. Tragen Sie daher immer eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor auf. Nur mit regelmäßigem Sonnenschutz können Sie sich vor frühzeitiger Faltenbildung schützen.

Sonnenschutz & Vitamin-D-Mangel: Diese Fakten sollten Sie kennen

Anti-Aging-Mythos 5: Wer Sport treibt, altert langsamer 

Das ist richtig! Regelmäßige Bewegung ist ein wahrer Jungbrunnen für den Körper. Vor allem Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren und Schwimmen bringen den Körper in Schwung und versorgen ihn mit Sauerstoff. Dadurch werden die Zellen aktiviert, das Gewebe gestrafft und der Teint wirkt frisch und rosig. Zusätzliches Krafttraining regt die Hormonproduktion und damit den Stoffwechsel an.

Anti-Aging-Mythos 6: Mit Anti-Aging kann man nicht früh genug anfangen

Es kommt darauf an! Ab etwa Mitte 20 setzt der Alterungsprozess der Haut ein. Der genaue Zeitpunkt hängt natürlich stark von der individuellen Veranlagung und Lebensweise ab. Wer sich aber schon vor dem Auftreten der ersten Falten Gedanken über das Thema macht, kann damit durchaus vorsorgen. Reichhaltige Anti-Aging-Cremes benötigt man mit Mitte 20 noch nicht. Bei junger Haut verursachen solche Cremes eher Pickeln und Irritationen. Trotzdem macht es Sinn, schon in dieser Phase mit leichten Anti-Aging-Produkten, die vor allem Antioxidantien und Sonnenschutz enthalten, zu beginnen. Es ist nämlich nie zu früh, die Haut vor zu viel Sonne zu schützen – dann hat man später auch weniger Ärger mit Falten.

Sommerkosmetik: UV-Schutz, Make-up und After-Sun-Pflege

Anti-Aging-Mythos 7: Frisches Obst und Gemüse halten jung und schön 

Stimmt! Wer sich gesund und abwechslungsreich ernährt und viel Obst und Gemüse mit ausreichend Vitaminen und Nährstoffen zu sich nimmt, schafft die richtige Basis, um seine Zellen vor frühzeitiger Alterung zu schützen und vital zu bleiben. Besonders Paprika, Kiwi und Zitrusfrüchte, die reich an Vitamin C und Vitamin E sind, bewahren die Hautzellen vor freien Radikalen und sorgen für ein besseres Hautbild. Um die Haut vor UV-Strahlung zu schützen, eignen sich Tomaten, die eine große Menge des Radikalfängers Lypocin enthalten.

Anti-Aging-Mythos 8: Die Haut braucht nur eine Creme

Falsch! Die Bedürfnisse der Haut ändern sich im Verlauf des Tages: Tagsüber braucht die Haut Feuchtigkeit, Antioxidantien und Schutz vor UV-Strahlung, nachts beruhigende Pflege und nährende Wirkstoffe, die sie bei der Zellerneuerung unterstützen. Darüber hinaus ist die Augenpartie besonders pflegebedürftig, da die Haut hier sehr dünn ist. Verwenden Sie immer ölfreie Pflegeprodukte, die nicht in die Augen kriechen.

Anti-Aging-Pflege: Darum sollten Sie Augenöl statt Augencreme verwenden

Anti-Aging-Mythos 9: Hyaluron glättet die Haut

Stimmt genau! Hyaluron ist ein wahres Wundermittel, da es viel Wasser speichern kann. Dadurch sorgt es für eine bessere Durchfeuchtung der Hautschichten, wodurch der Teint frischer aussieht und vor dem Austrocken geschützt wird – und damit vor Trockenheitsfältchen. Außerdem unterstützt Hyaluronsäure die Produktion von Kollagen und Elastin. Diese Stoffe sind für die Elastizität und Straffheit der Haut verantwortlich. Nicht zuletzt wehrt Hyaluron freie Radikale ab.

Anti-Aging-Mythos 10: Preiswerte Anti-Aging-Produkte bringen nichts

Das stimmt nicht ganz! Es geht hauptsächlich darum, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Gute Anti-Aging-Cremes enthalten deswegen Retinol- oder Glykolsäure, Milchsäure und Niacinamid. Diese Inhaltsstoffe finden sich auch in günstigen Produkten – allerdings in einer geringeren Dosierung. Anti-Aging-Produkte aus der Apotheke kosten zwar etwas mehr, enthalten dafür aber höhere Mengen dieser wichtigen Wirkstoffe. Trotzdem müssen Sie kein Vermögen für wirksame Anti-Aging-Kosmetik ausgeben. Gute Pflegeprodukte gegen Hautalterung bekommen Sie schon mit einem Budget von sechs bis 20 Euro.

Babypuder: 9 Anwendungsgebiete für das Beauty-Allround-Talent

Anti-Aging-Mythos 11: Stirnrunzeln macht Falten 

Richtig! Unsere Mütter und Omas haben uns oft genug gewarnt: Schau nicht so kritisch und ernst, sonst bekommst du noch Falten. Sie entstehen nicht nur mit dem Alter, sondern auch durch die natürliche Mimik im Gesicht. So bilden sich in den Augenwinkeln Lachfalten und zwischen den Augenbrauen die bekannte Zornesfalte. Je mehr die Haut im Alter an Elastizität verliert, desto stärker graben sich solche Mimikfalten ein. Da die meisten Bewegungen im Gesicht unbewusst stattfinden, lassen sie sich kaum vermeiden. Deshalb ist auch Botox so begehrt. Allerdings sorgen auch natürliche Mittel wie eine gesunde Ernährung, ausreichend Wasser und eine gute Feuchtigkeitspflege dafür, dass sich Lach- und Zornesfalten langsamer beziehungsweise später bilden.