Babypuder: 9 Anwendungsgebiete für das Beauty-Allroundtalent

Das hauchfeine Pulver sorgt nicht nur für gepflegte Baby-Popos: Mit seinen vielseitigen Inhaltsstoffen verschönert Babypuder auch Haut und Haare. Hier sind neun gute Gründe, warum es in jeden Beauty-Schrank gehört.

 Frau mittleren Alters mit Handspiegel in der Hand pudert ihre Nase

Babypuder macht nicht nur Babypopos, sondern auch Haut und Haare von Erwachsenen schöner. Damit Sie auch unterwegs auf das Wundermittel zurückgreifen können, füllen Sie einfach etwas in eine leere Puderdose ab. 

Eigentlich ist Babypuder – wie der Name schon sagt – für die ganz Kleinen gedacht. Doch was empfindlicher Kinderhaut hilft, kann auch für Erwachsene von großem Nutzen sein. Wenn es dann auch noch bezahlbar und ein wahres Multitalent ist, hat es definitiv einen festen Platz in unserem Leben verdient. DONNA Online stellt neun Anwendungsgebiete für Babypuder vor, die Beauty-Probleme beseitigen und Haut und Haare schöner machen.

Ist die Anwendung von Babypuder nicht gesundheitsgefährdend?

2017 geriet das klassische Babypuder in Deutschland nach einem Fall in den USA in Verruf. Damals verklagte eine Frau einen Hersteller des Produkts, da sie durch den jahrelangen Einsatz von Babypuder im Intimbereich an Eierstockkrebs erkrankt sein soll. Der Zusammenhang zwischen ihrer Krebserkrankung und der Babypuder-Anwendung konnte nicht nachgewiesen werden. Wie und ob sich das Puder tatsächlich schädlich auf den Körper auswirkt, ist zudem bislang nicht zweifellos belegt oder entkräftet. Gewiss ist aber: In den Atemwegen kann Talkum zu Beschwerden bis hin zu Atemnot führen. Daher sollten Sie beim Einsatz des Puders darauf achten, dass es nicht in Ihre Nase gelangt. In Pflegeprodukten ist jedoch eine gesundheitlich ungefährliche Menge Talkum enthalten. Wer dennoch Bedenken bei der Anwendung hat, kann auf eine talkumfreie Babypuder-Variante zurückgreifen – hier müssen Sie jedoch damit rechnen, dass die Wirkung ohne Talkum geringer ausfällt.

1. Babypuder gegen Pickel und Hautunreinheiten

Pickel entstehen, wenn die Hautporen zu viel Talg produzieren und verstopfen. Da Babypuder meist auf der Basis von Talkum hergestellt wird, saugt es das überschüssige Fett aus den Talgdrüsen und lindert Entzündungen. Außerdem enthalten die meisten Puder entzündungshemmende Stoffe wie Zink. Babypuder hilft deshalb nicht nur gegen Pickel, die bereits da sind, sondern beugt auch deren Entstehung vor. Bestäuben Sie Unreinheiten und Pickel nach der abendlichen Reinigung mit etwas Babypuder. Das geht am besten mit einem Pinsel oder Wattepad.

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2. Lippen & Lider: Make-Up länger haltbar machen

Es gibt nichts ärgerlicheres, als schwindenden Lidschatten oder den Lippenstift schon nach dem ersten Schluck am Glas kleben zu sehen. Wenn Sie sich das ständige Auffrischen ersparen wollen, versuchen Sie es mal mit Babypuder. Schnappen Sie sich eine Puderquaste mit Babypuder und stäuben es über die T-Zone (Stirn, Nase, Kinn). Kurz einwirken lassen und den Rest mit einem Pinsel verblenden. Das im Puder enthaltene Zink pflegt die Haut, Talkum verhindert Glanz, gleichzeitig hält das Make-Up mit dem Puder länger. Auch auf den Lidern sorgt Babypuder für ein standhafteres Augen-Make-Up. Tragen Sie es wie einen gewöhnlichen Primer auf und schminken Ihre Augen dann so, wie Sie es immer tun. Auf den Lippen tragen Sie zunächst die Farbe auf, tupfen sie dann vorsichtig ab und geben anschließend eine hauchdünne Schicht Babypuder darauf. Der Lippenstift wird ein wenig mattiert und hält deutlich länger. 

3. Trockenshampoo: Babypuder statt Haarwäsche

Wer schnell einen fettigen Haaransatz los werden will ohne die Haare zeitaufwändig zu waschen, muss kein Trockenshampoo kaufen, sondern kann zu Babypuder greifen. Das Puder saugt den Talg von der Kopfhaut auf und sorgt dafür, dass das Haar nicht mehr fettig wirkt. Einfach auf den Haaransatz stäuben und mit bepuderten Händen mehrfach durch das Haar fahren. Zwei bis drei Minuten einwirken lassen, dann die Reste des Babypuders mit einer Bürste ausbürsten.

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4. Deo-Alternative: Babypuder gegen Schweiß

Sie tragen ein helles farbiges Oberteil und wollen unschöne Schweißränder und Geruch vermeiden? Auch hier schafft Babypuder Abhilfe. Tragen Sie zunächst Ihr normales Deodorant auf und lassen es trocknen. Anschließend geben Sie ein wenig Babypuder auf ein Wattepad und verteilen es damit unter den Achseln. Das Puder saugt Schweiß auf und beugt so unangenehmer Geruchsbildung vor.

5. Babypuder für Wimpern mit Wow-Effekt

Sie wollten schon immer so volle und voluminöse Wimpern haben wie manch andere Frau? Die gute Nachricht: Sie benötigen dafür keine spezielle Wimperntusche, auch Babypuder verschafft Ihnen den gewünschten Wow-Effekt. Benutzen Sie es als Primer und tragen mit einem Lidschattenpinsel oder Wattestäbchen vorsichtig ein wenig Babypuder auf die Wimpern auf. Dann kommt die erste Schicht Mascara darüber. Während diese trocknet, fahren Sie wieder mit dem Puder über die noch feuchten Wimpern und tragen anschließend eine zweite Schicht Wimpertusche auf. Das wiederholen Sie so lange, bis der gewünschte Effekt erreicht ist. Die Wimperntusche gut trocknen lassen und erst dann überschüssiges Babypuder mit einem großen Pinsel von der Haut entfernen. 

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6. Vollere Augenbrauen dank Babypuder

Frauen mit dünnen, unregelmäßigen oder sogar lückenhaften Augenbrauen werden sich über diesen Trick besonders freuen: Wie bei den Wimpern wirkt Babypuder auch bei den Augenbrauen auffüllend und verdichtend. Geben Sie etwas Babypuder auf Ihre Brauen und bürsten es mit einer Augenbrauenbürste ein. Durch das Puder wirken die Härchen dicker und kleine Kahlstellen werden überdeckt. Anschließend tragen Sie noch Augenbrauenpuder oder -gel auf. Frauen mit sehr dunklen Haaren sollten schon das weiße Babypuder mit einem braunen Brauenpuder einfärben.

7. Rasurbrand adé: Babypuder für schöne Beine

Plagen Sie nach dem Rasieren oder Wachsen der Beine rote juckende Stellen oder entzündete Haarwurzeln? Babypuder bewirkt auch bei Rasurbrand wahre Wunder – besonders bei sensibler Haut. Tragen Sie ein bisschen Babypuder auf die betroffenen Stellen auf. Das enthaltene Zink schützt vor Entzündungen, heilt Mikrowunden und gibt der Haut eine seidige Schutzschicht. 

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8. Schuh-Deo: Schweißfüßen vorbeugen 

Gummistiefel und enge Boots lassen sich häufig nur mit aller Kraft über den Fuß stülpen. Großzügig in den Schuh gestreut macht Babypulver das Material wunderbar gleitfähig und beugt gleichzeitig unangenehmen Gerüchen vor. Pudern Sie schlecht riechende Schuhe innen mit dem Ersatz-Deo ein und lassen Sie es über Nacht einwirken. So werden die Schuhe „trocken gelegt“ und von Gerüchen befreit. Am nächsten Tag ausklopfen. Wenn Sie zusätzlich noch Ihre Füße mit Babypuder einreiben, haben Schweißfüße keine Chance. 

9. Babypuder gegen Blasen an den Füßen

Sie haben neue Schuhe und befürchten, dass Sie sich Blasen laufen werden? Mit Babypuder können Sie dem schmerzhaften Leiden vorbeugen: Bepudern Sie Ihre Füße und Schuhe mit dem weißen Pulver. Es saugt Feuchtigkeit auf und vermindert die Reibung, sodass Blasen und Druckstellen erst gar nicht entstehen.