Home Spa: Die besten Tipps für eine Wellness-Auszeit zu Hause

Einfach mal abschalten und den Alltag vergessen – dafür muss es nicht immer ein kostspieliger Aufenthalt im Wellnesshotel sein. Wie Sie Ihr eigenes Badezimmer in ein entspannendes Home Spa verwandeln, erfahren Sie hier.

Brünette Frau sitzt im Bademantel auf dem Rand einer Badewanne und prüft die Temperatur des Badewassers mit der Hand

Ein entspannendes Bad gehört zu jedem Wellness-Tag dazu – egal ob in der eigenen Badewanne oder einem luxuriösen Spa-Hotel.

Manchmal braucht man einfach Zeit für sich, um runterzukommen und den Stress des Alltags zu vergessen. Wem die Zeit und das Budget für einen ausgedehnten Wellnesstrip in ein Hotel oder professionelles Spa fehlt, der kann sich mit einer Home-Spa-Auszeit eine kleine Ruheinsel nach Hause holen. Wann würde das besser klappen als im Herbst, wenn es draußen kühler wird und Körper und Geist sich nach Wärme sehnen. Mit diesen sieben Schritten schaffen Sie Verwöhnzeiten im Alltag und verwandeln Ihr Badezimmer in einen Wellnesstempel.

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Vor dem Relaxen aktiv werden

Es lohnt sich, eine Sporteinheit einzulegen, bevor es ins heimische Spa geht. Hören Sie dabei auf Ihre eigenen Bedürfnisse: Sie können beim Joggen am besten abschalten? Dann ab schnüren Sie Ihre Laufschuhe und drehen eine Runde im Park. Doch eher Yoga? Dann rollen Sie zu Hause Ihre Matte aus und führen einige Asanas durch. Dabei geht es nicht darum, körperliche Höchstleistungen zu erzielen, sondern Körper und Geist durch Bewegung beim Entspannen zu helfen. Alternativ können auch einige Minuten Meditation dabei helfen, den Alltagsstress ausblenden und sich bewusst auf die Wellnessauszeit vorzubereiten.

In Stimmung kommen

Um zu Hause wirklich abschalten zu können, sollten Sie Störfaktoren wie Unordnung, dringende Aufgaben oder ein ständig vibrierendes Handy vorab aus dem Weg räumen. Das Badezimmer anschließend auf eine angenehme Temperatur aufheizen, falls möglich das Licht dimmen und mit einer Duftkerze angenehme Aromen im Raum verbreiten. Einen leckeren Smoothie oder Tee vorbreiten und griffbereit neben die Badewanne stellen – dann ist alles bereit für die Auszeit im Home Spa. 

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Ab in die Badewanne

In die warme Wanne steigen, abtauchen und dabei ganz auf den eigenen Körper hören: So schön das Bad im warmen Wasser ist, zu heiß sollte es nicht sein. Damit die Haut nicht unter der ungewohnten Hitze leidet, sollte die Temperatur des Badewassers 37 Grad nicht übersteigen. Fügen Sie für einen pflegenden Effekt rückfettende Badeöle oder -salze hinzu. Duftende Badezusätze verwöhnen nicht nur die Haut, sondern wirken sich auch positiv auf die Stimmung aus. Der Geruch von Lavendel etwa beruhigt und entspannt, während Zitrusdüfte die Stimmung heben. Übrigens: Nicht nur der Duft, sondern auch die Farbe des Badewassers hat einen Einfluss auf die Stimmung. Grüne Zusätze wirken beispielsweise beruhigend, während warme Farben wie Orange für gute Laune sorgen und den Stoffwechsel anregen.

Sie haben keine Badewanne? Kein Problem, auch in der Dusche ist eine Minivariante des Verwöhnprogramms möglich. Dafür den Duschkopf in die Halterung stecken und den Wasserstrahl von oben auf den Körper rieseln lassen – das wirkt wie eine kleine Massage. Beim Duschgel am besten zu einem Produkt mit ätherischen Ölen greifen.

Pflegende Auszeit für Haut und Haar

Die Zeit in der Badewanne lässt sich wunderbar dazu nutzen, um Haare und Haut zu verwöhnen. Eine pflegende, reichhaltige Haarkur braucht in der Regel etwa 15 Minuten, um intensiv einzuwirken – genau die Zeit, die für ein Wannenbad empfohlen wird. Auch für die Hautpflege ist jetzt der ideale Zeitpunkt. Denn durch das Wassser und die Wärme öffnen sich die Poren und pflegende Inhaltsstoffe können besonders gut aufgenommen werden. Feuchtigkeitsspendende Sheet-Masken, klärende Heilerdemasken oder Augen-Patches auf das Gesicht auftragen und mit geschlossenen Augen einwirken lassen. Doch nicht nur das Gesicht freut sich im Home Spa über eine Extraportion Pflege. Ein sanftes Peeling kurz vor Ende der Badezeit entfernt abgestorbene Hautschüppchen, regt die Durchblutung an und sorgt für superweiche Haut.

Übrigens: Wenn man etwas mehr Zeit hat, ist das sogenannte Trockenbürsten eine gute Alternative zu mechanischen Peelings. Dafür die Haut vor dem Baden mit einer speziellen Bürste in kreisenden Bewegungen massieren. Das regt die Durchblutung und den Lymphfluss an, strafft die Haut und entfernt abgestorbene Hautschüppchen.

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Körper wieder in Schwung bringen

Bevor es aus der Badewanne geht, sollten Sie Ihren Kreislauf mit einer kalten Wechseldusche anregen. Dafür den Duschkopf mit kühlem Wasser und kreisenden Bewegungen von unten nach oben bewegen. Die Erfrischung kostet zwar etwas Überwindung, strafft aber das Bindegewebe und stärkt ganz nebenbei das Immunsystem.

Intensive Pflege nach dem Baden

Da trotz pflegender Zusätze die natürliche Schutzbarriere der Haut beim Baden etwas abgetragen wird, sollten Sie den Körper anschließend mit einer pflegenden Lotion, Bodybutter oder Körperöl verwöhnen. Beim Eincremen das Gesicht, Hände und Füße nicht vergessen. Die empfindliche Gesichtshaut freut sich jetzt über ein feuchtigkeitsspendendes Fluid, während Hände und Füße sich über reichhaltige Pflege, beispielsweise mit Shea-Butter und Urea, freuen.

Massage für zu Hause

Die Eincremeroutine nach dem Baden kann wunderbar zu einer kleinen Selbstmassage ausgeweitet werden. Dafür mit den Händen in langen Strichen über Arme und Beine gleiten und den Bauch kreisförmig streicheln. Im Nackenbereich kann etwas stärker geknetet werden, sodass sich Verspannungen lösen. Dabei immer von unten nach oben arbeiten, damit nicht nur die Muskeln gelockert werden, sondern auch der Lymphfluss zur Körpermitte geleitet wird.

Es langsam angehen lassen

Leben Sie die Auszeit im Home Spa am besten auf einen entspannten Sonntag oder den Abend. Da der Kreislauf nach einem Bad herunterfährt, sollten Sie sich danach Ruhe gönnen. Damit die Entspannung anhält, können Sie sich zum Beispiel eingekuschelt in einen Bademantel oder Wohlfühlkleidung auf die Couch oder ins Bett legen und noch ein wenig nachruhen. Elektrische Geräte wie Fernseh oder Smartphone am besten ausgeschaltet lassen und stattdessen zu einem Buch greifen – oder die Augen einfach geschlossen halten.

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