Kosmetik ohne Mikroplastik: Diese Produkte enthalten keine Kunststoffe

Immer mehr Menschen verzichten bewusst auf Kunststoff. Doch einen Großteil des Plastikmülls entsteht im Badezimmer – durch Beauty-Helfer, in denen Mikroplastik steckt. Dabei geht es auch ohne: Diese Shampoos, Peelings und Pflegeprodukte sind frei von Plastikpartikeln.

Nahaufnahme einer Frau in weißem T-Shirt, die einen Cremetiegel in der Hand hält

Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht erwartet, enthalten Cremes und andere Kosmetikprodukte häufig mikroskopisch kleine Kunststoffpartikel.

Während bis vor ein paar Jahren die wenigsten Verbraucher wussten, was es mit Mikroplastik auf sich hat, ist es heute ein kontrovers diskutiertes Thema, das einem in den Medien ständig begegnet. Spätestens seitdem Bilder von Fischen und anderen Meeresbewohnern mit Plastik im Magen um die Welt gingen und eine Studie der Uni Wien Mikroplastik auch im menschlichen Körper nachwies, hat die Sensibilität für das Thema Mikroplastik und Plastikmüll im Allgemeinen deutlich zugenommen.

Was ist Mikroplastik?

Als Mikroplastik werden Plastikpartikel bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Oftmals sind die Partikel sogar so winzig, dass sie für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Es gibt zwei Arten von Mikroplastik: industriell hergestelltes Mikroplastik (primäres Mikroplastik) und solches, das durch die Witterung oder andere Umwelteinflüsse von Kleidungsstücken, Plastiktüten und anderen Plastikgegenständen abgetragen wird (sekundäres Mikroplastik). Primäres Mikroplastik kommt als Bindemittel, Füllstoff oder Stabilisator unter anderem bei der Herstellung von Kosmetik, Reinigungsprodukten und Waschmitteln zum Einsatz.

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Was macht Mikroplastik in Kosmetik?

Fakt ist: Mikroplastik steckt in mehr Kosmetikprodukten, als man denkt. Die winzigen Kunststoffteilchen sorgen dafür, dass das Produkt immer dieselbe Konsistenz hat und schön cremig ist. Einmal auf die Haut aufgetragen oder aufgesprühlt, landen die mikroskopisch feinen Plastikpartikel beim nächsten Duschen oder Händewaschen im Wasser und schließlich in den Meeren. Dort nehmen Meeresbewohner das Mikroplastik auf, das über die Nahrungskette schließlich in den menschlichen Körper gelangt, wenn man Fisch oder Schalentiere isst.

Da Kunststoff in Beauty-Produkten eigentlich verzichtbar ist, haben sich mittlerweile zahlreiche Labels – im übrigen nicht nur Naturkosmetikmarken – bewusst dazu entschieden, auf Mikroplastik zu verzichten. Hier haben wir eine kleine Auswahl an mikroplastikfreien Alternativen für die tägliche Gesichts- und Körperpflege zusammengestellt.

Peelings ohne Mikroplastik

In vielen herkömmlichen Peelings stecken Schleifpartikel aus Mikroplastik, die für den „Rubbel-Effekt“ sorgen. Dabei geht das natürlicher: Störende Hautschüppchen lassen sich auch mit einem selbst gemachten Peeling aus Zucker, Salz oder Kaffeesatz entfernen. Diese ökologischen Peeling-Helfer sind nicht nur umweltschonender, sondern auch deutlich sanfter zur Haut. Wer nicht auf die Do-it-yourself-Variante steht, findet unter anderem bei diesen Beauty-Marken zahlreiche plastikfreie Peelingvarianten.

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Hautpflege ohne Mikroplastik

Auch in Cremes, Reinigern und Waschgelen sind oft winzige, nicht sichtbare Plastikpartikel enthalten. Auch wenn viele es nicht glauben, der Blick auf die Rückseite der Packung verrät ob Mikroplastik enthalten ist.  Abkürzungen wie PE, PP, PET, Nylon, AC, ACS, PUR, PA, PMMA und PS, weisen auf das enthaltene Plastik hin. Alternativen die ohne auskommen, gibt es immer mehr – und die sind meist sogar besser für die Haut.

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Shampoos und Conditioner ohne Mikroplastik

Dass Silikone in Haarpflegeprodukten nicht gut sind, ist mittlerweile den meisten Verbrauchern bekannt – nicht aber, dass sich in zahlreichen Shampoos und Spülungen Mikroplastik versteckt. Auch hier sorgen die winzigen Kunststoffpartikel vor allem für eine cremige Konsistenz und haben keinerlei pflegende Eigenschaften.

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