Kosmetik zum Nachfüllen: Diese Beauty-Marken bieten Refills an

Das Lieblingsduschgel oder der Puder im edlen Döschen neigt sich dem Ende zu? Zum Glück bieten immer mehr Kosmetikmarken Nachfüllpackungen und Pfandsysteme an, dank der die Verpackungen nicht in den Müll wandern müssen. Diese Refill-Produkte sind gut für die Umwelt und sparen bares Geld.

Nahaufnahme einer Hand die eine Puderdose mit Spiegel und Schwamm hält.

Immer mehr hochwertige Kosmetikverpackungen, zum Beispiel Puderdosen, können mit speziellen Sachets aufgefüllt oder bei den Herstellern zum Recycling zurückgegeben werden.

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein nimmt eine immer wichtigere Rolle in unserem Leben ein – Fair Fashion und regionale, biologisch produzierte Lebensmittel sind für viele Verbraucher mittlerweile selbstverständlich. Eine erfreuliche Entwicklung, die auch vor der Beauty-Branche keinen Halt macht: Neben Naturkosmetik sind auch immer mehr Produkte ohne Mikroplastik erhältlich und die Inhaltsstoffe von Cremes, Shampoo und Co. werden von den Kosumenten zunehmend hinterfragt.

Im Badezimmer erzeugen wir trotzdem immer noch jede Menge vermeidbaren Müll. Die meisten Make-up- und Pflegeprodukte sind nach wie vor in Einwegbehälter aus Plastik verpackt, die letztendlich im Müll landen und nicht recycelt werden. Dabei geht es auch anders: In immer mehr deutschen Großstädten eröffnen verpackungsfreie Shops, die neben Lebensmitteln auch Duschgel, Shampoo oder Cremes zum Selbstabfüllen anbieten. Aber auch viele Beauty-Marken bieten inzwischen nachfüllbare Produkte und Pfandsysteme für Behälter an. Wer jetzt denkt, dass die Kosmetikprodukte nach „do it yourself“ aussehen, irrt sich: Da sie mehr als nur eine Produktlebenszeit überstehen sollen, sind die mehrfach verwendbaren Verpackungen entsprechend hochwertiger, stabiler und sehen dabei auch noch stylisch aus.

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Refills: Nachfüllbare Beauty-Produkte

Bei Kosmetik geht es schon lange nicht mehr nur darum, dass ihre Wirkung überzeugt, auch die Produkte sollen optisch etwas hermachen. Deshalb stecken Hersteller viel Zeit und Liebe zum Detail in das Design der Verpackung. Blöd nur, dass diese meist direkt im Müll landet, sobald der Inhalt aufgebraucht ist. Das ist nicht nur schade, sondern auch schlecht für die Umwelt. Das sehen inzwischen auch immer mehr Beauty-Unternehmen so und setzen deshalb zunehmend auf nachfüllbare Produktvarianten und Refill-Systeme.

Wie das konkret funktioniert? Zahlreiche Labels setzen auf eine schöne, aufwendig produzierte Außenverpackung, die man nur einmal kauft und dann immer wieder mit Lidschatten, Rouge, Lippenstift oder Puder-Sachets auffüllen kann. Die Refills sind kleiner und materialsparend verpackt, produzieren weniger Müll und sind in der Regel günstiger. Ein weiteres Plus: Nachfüllbare Lidschattenpaletten etwa lassen sich individuell zusammenstellen und nur mit Farben bestücken, die man auch wirklich nutzt. Auf dieses Refill-System setzen zum Beispiel die Marken Baims, Kjaer Weis, Artdeco und Lush.

Nachfüllpackungen funktionieren aber nicht nur bei dekorativer Kosmetik, sondern auch bei Hautpflege: Unter anderem Rituals und Birkenstock bieten Kunden die Möglichkeiten, kleinere Innenkartuschen zu kaufen. Große Nachfüllpackungen, die anschließend wieder zurückgegeben werden können, bieten beispielsweise die Naturkosmetikmarke STOP THE WATER WHILE USING ME! und der französische Kosmetikhersteller L’Occitane, der aktuell auch an Nachfüllbrunnen für seine Stores arbeitet. Auch hier gilt: Beim Nachkaufen wird nur das Produkt und nicht mehr die Verpackung bezahlt. Damit tut man nicht nur der Umwelt, sondern auch dem eigenen Geldbeutel etwas Gutes.

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Pfandsysteme: Rückgabe leerer Kosmetikverpackungen

Neben Refills bieten vor allem kleine Beauty-Labels Pfandsysteme für ihre Verpackungen an. Wie bei Mehrwegflaschen kann man die leeren Behältnisse entweder kostenlos zurückgeben oder profitiert darüber hinaus von Rabatten. Das Münchner Kosmetik-Start-up Junglück etwa verspricht Kunden, die zehn leere Produkte zurückschicken, ein Gratisprodukt ihrer Wahl. Dasselbe Angebot bietet der Naturkosmetikhersteller Ringana und auch Lush nutzt ein ähnliches System: Wer fünf der schwarzen Dosen zurückgibt, erhält ein Geschenk. Auch die Filialen von MAC Cosmetics nehmen leere Puderdöschen und Co. zurück – ab sechs leeren Produkten darf man sich einen Lippenstift in der Farbe seiner Wahl aussuchen. Zwar keine Gratisprodukte, dafür aber einen Rabatt bietet &otherstories: Wer leere Duschgel-, Shampoo- und Cremeverpackungen in den Shops des Mode- und Kosmetiklabels abgibt, erhält zehn Prozent Nachlass auf seinen nächsten Einkauf.

Über solche Pfandsysteme versuchen Kosmetikunternehmen natürlich nicht, nur der Natur etwas Gutes zu tun, sondern auch die Kundenbindung zu stärken. Zudem sparen vor allem kleine Beauty-Labels mit Mehrwegverpackungen gleichzeitig auch Geld. Denn hochwertige Tiegel, Fläschchen oder Pumpspender sind teuer und können, wenn sie professionell gereinigt werden, oftmals wiederverwendet werden. Eine Win-Win-Situation für das Unternehmen und die Verbraucher!