5 Make-up-Fehler, die Sie älter machen

Mit Make-up können wir uns kreativ austoben und im besten Fall noch etwas vorteilhafter schminken. Doch diese Absicht kann auch schnell nach hinten losgehen: Mit den falschen Produkten oder zu wenig Wissen, wie man die dekorative Kosmetik richtig anwendet. Fünf typische Fehler, die älter machen – und wie Sie diese vermeiden.

Porträtbild einer Frau mittleren Alters und natürlichem Make-up, die in die Kamera lächelt

Zu viel oder das falsche Make-up lässt uns schnell um einige Jahre altern. Mit ein wenig Profiwissen holen Sie das Beste aus Foundation, Lippenstift und Co.

Haben Sie sich als kleines Mädchen auch gerne an Mamas Schminktäschchen gewagt? Zugegeben: das Ergebnis war meist weniger zufriedenstellend und bescherte der Inhaberin von Lippenstift, Lidschatten und Abdeckstift nicht selten einen Schreck. Doch auch im Erwachsenenalter und trotz jahrelanger Schmink-Praxis sind wir vor selbstverursachten Schminkdesastern nicht immer gewappnet: Mit unpassenden Produkten oder der falschen Anwendung sehen selbst jugendlich strahlende Frauen schnell einige Jahre älter aus, als sie es tatsächlich sind. Damit Sie mit dekorativer Kosmetik und Make-up nur das Beste aus sich herausholen, bieten wir Hilfestellung – und klären über typische Make-up-Fehler auf und wie Sie diese ganz einfach umgehen können.

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1. Fehler: Lipliner dunkler als Lippenstift

Lipliner an sich sind tolle Produkte: Sie helfen, dass der Lippenstift da bleibt, wo er soll und nicht „ausläuft“. Und er ist eine gute Hilfestellung, wenn man mit dem Auftragen der Lippenfarbe nicht ganz so talentiert ist – einfach mit Lipliner umrunden, anschließend ausmalen. Doch mit auffälligen Farbnuancen oder einem Farbton, der sich sichtbar vom Lippenstift abhebt, wirken wir schnell ein paar Jahre älter als gewollt. Denselben Effekt haben auch zu auffällig umrandete Lippen, da sich das Produkt dann schnell in die feinen Hautfältchen um den Mund absetzt. Wer eher schmale Lippen hat, sollte zudem auf hellere Nuancen statt dunkle Farbtöne setzen.

So geht's besser:

Rosastichige Lippenprodukte, Mauve-, Nude- oder Pfirsichtöne lassen den Teint insgesamt frischer wirken. Für Lipliner gibt es zwei vorteilhafte Varianten: Entweder Sie wählen einen Liner, der denselben oder einen sehr ähnlichen Farbton wie Ihr Lippenstift hat. Oder: Sie umranden die Lippen vorab mit einem Lipliner in Ihrer natürlichen Lippenfarbe. Das lässt den gesamten Mund voller, praller und jugendlicher aussehen – und ist dazu noch hilfreich, um kleine Lippenstift-Patzer zu korrigieren.

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2. Fehler: Zu viel Foundation & Concealer

Die neuesten Make-up-Innovationen sind in puncto Deckkraft wahre Zauberkünstler: Sie kaschieren nicht nur Unreinheiten, sondern lassen zugleich Pigmentflecken, Muttermale & Co. verschwinden. Genau diese Power wird vielen Frauen zum Verhängnis. Sie verwenden bei Foundation, BB Cream und Concealer zu viel Produkt. Das Ergebnis: Ein maskenhaftes Gesicht, in dessen Falten sich das Abdeckprodukt ansammelt. Das ist nicht nur unschön, sondern macht seine Trägerin zugleich einige Jahre älter.

So geht's besser: 

Weniger ist hier definitiv mehr. Statt massig Make-up auf Ihr Gesicht aufzutragen und es damit regelrecht einzukleistern, können bereits wenige kleine Pumpstöße ausreichen. Mit einem hochwertigen Pinsel oder einem leicht angefeuchteten Kosmetikschwämmchen – genauso übrigens mit den Fingern! – lässt sich das Produkt gleichmäßig zu einem natürlichen Look in die Haut einarbeiten. Wer unter trockener Haut leidet oder mit einer Foundation nicht so richtig zurecht kommt, mischt sie einfach mit Tagescreme oder zwei bis drei Tropfen Gesichtsöl. So wird das Schminken feuchtigkeitsintensiver, Rückstände setzen sich weniger schnell in kleinen Fältchen ab. Bei Concealer sollten Sie immer auf mindestens zwei unterschiedliche Nuancen setzen – um mit der einen Rötungen, Pickel und Co. abzudecken und mit einer zweiten Nuance einen dreidimensionalen Effekt zu erzeugen sowie die Augen strahlen zu lassen. Bei reiferer Haut sind Produkte auf Creme-, Gel- oder Fluidbasis besser geeignet als pudriges Make-up.

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3. Fehler: Dünne oder ungepflegte Augenbrauen

Augenbrauen haben einen großen Effekt auf unser gesamtes Erscheinungsbild, da sie das Gesicht umrahmen. Mit zunehmendem Alter, duch exzessives Zupfen und die Wechseljahre wachsen die Härchen nicht mehr so schön nach wie einst – oder bleiben sogar ganz aus. Auch wer seine Brauen ganz ihrem Schicksal überlässt, macht sich optisch schnell ungewollt älter. Buschige, ungezähmte Brauen oder übermalte „Balken“ wirken alles andere als vorteilhaft.

So geht's besser:

Professionelle Kosmetik-Behandlungen wie Microblading oder Permanent Make-up helfen bei dünnen Brauen oder lückenhaftem Härchenwuchs. Wer selbst nachhelfen will, kann mit Augenbrauenstift, -gel oder -wachs mehr Fülle hinzuschummeln. Spezielle Brauenseren können das Wachstum anregen und ausgedünnte Augenbrauen wieder voller machen. Bei einem farbigen Augenbrauenprodukt ist es empfehlenswert, eine Nuance heller als den natürlichen Farbton zu wählen. Mit leichten Strichbewegungen in Wuchsrichtung auftragen, bei Bedarf mit einem transparenten Gel oder einem speziellen Augenbrauenwachs fixieren, fertig. Und: Vor allem bei besonders buschigen Exemplaren ist regelmäßiges Zupfen ein effektiver Weg für ein jugendlich-gepflegtes Gesicht.

Weitere Mittel, die das Wachstum bei dünner werdenden Brauen anregen

4. Fehler: Der falsche Rougeton oder keines

Zartgetönte Apfelbäckchen verleihen der Trägerin ein jugendliches Aussehen – überschminkte Backen bei Frauen über 30 wirken hingegen schnell nach Karnevals-Schminke. Zu grelles Rouge oder zu viel Produkt an den falschen Stellen lässt seine Trägerin zudem bieder aussehen. Doch auch farblose Wangen sind gerade dann, wenn der gesamte Teint blasser wirkt, genauso unvorteilhaft.

So geht's besser:

Hier ist der Trick die richtige Dosierung und eine zum individuellen Hauttyp passende Farbnuance. Tragen Sie das Rouge von der Wangenmitte aus in leichten Pinselbewegungen nach außen auf. Wer zusätzlich zum Rouge ein wenig Bronzer auf die Wangenpartie gibt, erhält dazu einen „sonnengeküssten“ Teint. Ob rot-, rosa-, orange- oder pinkstichiges Rouge, ist vom Hautton abhängig. Lassen Sie sich im Zweifel in einem Kosmetikgeschäft oder einer Parfümerie von einer professionellen Make-up-Artistin beraten, welche Farbnuance am besten passt.

DONNA-Tipp: Zusätzlich zu Rouge und Bronzer sind die Schminktechniken Highlighting und Contouring ein effektiver Weg, um dem Gesicht mehr Dimensionalität und Frische zu verleihen. Doch auch hier gilt es, ein passendes Maß zu finden. Lieber dezenter anfangen und mit etwas Übung allmählich an mehr Produkt wagen.

Hier in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung erfahren, wie Highlighting funktioniert

5. Fehler: Dunkler Eyeliner auf der Wasserlinie

In den 90er-Jahren erlebte schwarzer Kohl Kajal einen Hype, der 2019 wieder auflebt. Vorsicht, wenn Sie diesen Trend mit über 30 mitmachen wollen: Dunkler Eyeliner am unteren Lidrand, der sogenannten Wasserlinie, lässt die Augen kleiner und das Gesicht müder wirken. Auch komplett umrandete Augen sind vielleicht auf dem Laufsteg von Designerlabels toll, aber nicht unbedingt ein alltagstaugliches Make-up.

So geht's besser:

Khol-Liner können Sie prima abseits der Teenager-Jahre tragen. Der Trick für einen gelungenen Make-up-Look: Entweder Sie tragen ihn am oberen Lidrand auf, um die Augen optisch zu öffnen und die Wimpern zugleich voller wirken zu lassen. Die Alternative: Schwarzer – oder schmeichelhafter brauner – Eyeliner, der nur am äußeren Wimpernrand an der Wasserlinie aufgetragen wird. Wer mit Kajal seine Augen frischer und größer wirken lassen will, trägt weißen oder cremefarbenen Liner auf die Wasserlinie auf. Zusätzlich kann ein kleiner Tupfer schimmernder Highlighter am inneren Augenwinkel den Blick öffnen und Sie wacher wirken lassen.