Gepflegte Nägel: So behandeln Sie 4 häufige Nagelprobleme

Kalte Luft, heißes Wasser, Nagellack: Unsere Fingernägel müssen viel aushalten – und das sieht man ihnen irgendwann auch an. DONNA Online erklärt die Ursachen von vier häufigen Nagelproblemen und zeigt, wie Sie sie ganz einfach in den Griff bekommen.

Detailaufnahme einer Frau im weißen Kleid mit grauen Punkten, die mit gepflegten Nägeln eine weiße Blume in der Hand hält

Gepflegte Nägel sind nicht nur im Frühling ein Muss. Wir erklären, wie Sie vier typische Nagelprobleme behandeln können.

Nach den kalten Wintermonaten sind unsere Hände und Fingernägel oft stark beansprucht – dann brauchen sie besonders viel Aufmerksamkeit und Pflege. Brüchige Nägel, Rillen, Verfärbungen oder eingerissene Nagelhaut lassen sich aber ganz einfach zu Hause behandeln: Wir zeigen, wie Sie Ihre Nägel im Handumdrehen frühlingsfit pflegen.

Maniküre zu Hause: So einfach geht's

Problem 1: Brüchige und spröde Nägel

Brüchige und splitternde Nägel entstehen entweder durch eine zu weiche oder zu harte Nageloberfläche. Sehr weiche Fingernägel, die schnell einreißen oder schichtweise abblättern, werden durch häufigen Kontakt mit Wasser und Seife, Chemikalien oder durch einen Mangel an Vitamin D oder B, Kalzium und Biotin ausgelöst. Aber auch Hormonumstellungen, etwa in den Wechseljahren, eine Schilddrüsenunter- oder überfunktion, Allergien oder Medikamente wie Antibiotika können der Grund für abblätternde Nägel sein.

So erkennen Sie die Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion

Extrem harten Nägeln, die dadurch häufig beim Kürzen splittern, fehlt hingegen Feuchtigkeit, wodurch sie ihre Elastizität verlieren. Auch in diesem Fall kann ein Mangel an den Vitaminen A und B oder Eisen der Auslöser sein.

Das können Sie tun

  • Um dem Körper die fehlenden Vitamine und Mineralstoffe zuzuführen, sollten Sie auf eine gesunde, kalzium- und eisenreiche Ernährung achten. Einen hohen Eisenanteil enthalten beispielsweise rotes Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte und Nüsse. Auch Milch und Milchprodukte wie Mozzarella liefern viel Kalzium. Ob Sie zusätzlich auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen sollten, besprechen Sie idealerweise mit Ihrem Arzt.
  • Schnelle Hilfe bei weichen Nägeln bieten spezielle härtende Lacke. Der farblose Lack legt sich als schützende Schicht auf die Nägel und stabilisiert sie. Die enthaltenen Wirkstoffe sollen die Nägel zudem langfristig härten und im Wachstum unterstützen. Zu harte Nägel pflegen Sie morgens und abends, indem Sie Oliven- oder Mandelöl in den Nagel und die umliegende Nagelhaut einmassieren.
  • Tragen Sie bei Kontakt mit Putzmitteln und beim Geschirrspülen Gummihandschuhe, um Nagelproblemen vorzubeugen.
  • Nagellackentferner mit Aceton und Lacke mit Formaldehyd sollte Sie bei brüchigen Nägeln meiden, da sie die Nageloberfläche stark austrocknen.

Problem 2: Rillen in den Nägeln

Längs- und Querrillen können unterschiedliche Gründe haben: Längsrillen in der Nageloberfläche können angeboren sein oder mit zunehmendem Alter vermehrt auftreten. Wenn wir älter werden, verändert sich die Nagelstruktur, die Nagelbasis wird schlechter durchblutet und das Nagelwachstum verlangsamt sich. Auch Flüssigkeitsmangel, Stress oder Stoffwechselprobleme können Längsrillen auslösen. Querrillen entstehen in den meisten Fällen durch eine Verletzung der Nagelwurzel oder Infektionen im Körper.

Das verraten Ihre Fingernägel über Ihre Gesundheit

Das können Sie tun

  • Mit einer speziellen Polierfeile können Sie die Nageloberfläche glätten, ohne dabei zu viel von der Nagelplatte abzufeilen oder den Nagel zu verletzen. Im Anschluss können Sie einen Nagelfüller auftragen, der Unebenheiten ausgleicht. Möchten Sie Ihre Nägel im Anschluss lackieren, tragen Sie Unterlack, Farb- und Überlack einfach wie gewohnt über den Rillenfüller auf.
  • Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine gesunde, möglichst stressfreie Lebensweise, um unschöne Nagelrillen auf lange Sicht zu beseitigen.
  • Achtung: Wenn die Rillen sich verschlimmern oder trotz der genannten Maßnahmen nicht verschwinden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die gesundheitliche Ursache für die Nagelveränderung zu ergründen.

Problem 3: Verfärbte Nägel

Eine gelblich verfärbte Nageloberfläche entsteht in den meisten Fällen durch farbige Nagellacke, die ohne schützenden Unterlack aufgetragen wurden. Vor allem dunkle Farblacke mit hohem Rotanteil lassen die Nägel nach einer Zeit gelb erscheinen.

Achtung: Blau, schwarz oder grün verfärbte Nägel können auf ernste Erkrankungen hinweisen und sollten ärztlich untersucht werden.

Das können Sie tun

  • Keine Sorge – Sie müssen nicht warten, bis der Nagel herausgewachsen ist: Ein Handbad aus Wasser mit etwas Backpulver oder Apfelessig entfernt unschöne Verfärbungen schnell auf natürliche Weise.
  • Klarlacke mit einer leicht violetten Färbung lassen den Nagel optisch heller wirken.

Mit diesen 5 Tricks retten Sie verfärbte Nägel

Problem 4: Eingerissene Nagelhaut

Rissiger Nagelhaut fehlt vor allem eines: Feuchtigkeit. Der Grund dafür, dass die Nagelhaut austrocknet und anschließend schmerzhaft einreißt, ist häufig der Kontakt mit aggressiven Putzmitteln, Kälte oder zu heißem Wasser. Auch ein Nährstoffmangel wirkt sich negativ auf die Beschaffenheit der Nagelhaut aus.

Das können Sie tun

  • Pflegen Sie die Nagelhaut täglich morgens und abends. Als natürliche Feuchtigkeitsspender geeignet sind Kokos-, Oliven- oder Mandelöl. Massieren Sie das Öl in Nagelhaut und -oberfläche ein und lassen Sie es im besten Fall über Nacht einwirken. Um Flecken auf Pyjama und Bettwäsche zu vermeiden, können Sie vor dem Schlafengehen feine Baumwollhandschuhe anziehen.
  • Um abstehender Nagelhaut vorzubeugen, sollten Sie – vorausgesetzt, die Nagelhaut ist nicht verletzt – alle zwei Wochen ein leichtes Peeling anwenden. Für ein wirkungsvolles und pflegendes Peeling rühren Sie einfach Zucker, Honig und etwas Öl zu einer Paste an.