Gesichts-Peeling: 7 Fakten rund ums Schön-Rubbeln

Ganz schnell jünger und strahlender aussehen? Klappt mit Gesichts-Peelings wunderbar. DONNA verrät sieben Fakten, die Sie rund ums Schön-Rubbeln beachten müssen.

Grüner Peeling-Klecks auf rosa Untergrund

Für einen strahlenden Teint im Handumdrehen: Peelings entfernen tote Hautschüppchen und glätten die Haut.


 

1. Was können Peelings für unsere Haut tun?

„Sie entfernen hartnäckige Schmutzpartikel und abgestorbene Hautschüppchen, regen gleichzeitig den Prozess der Hauterneuerung an und beschleunigen ihn“, erklärt Mediziner Dr. Frank Muggenthaler, Vorstandsmitglied der International Peeling Society (ja, die gibt es!). Dadurch wirkt der Teint ebenmäßiger und frischer. Außerdem werden oberflächliche Verhornungen und, je nach Intensität der enthaltenen Wirkstoffe, sogar Pigmentstörungen gemildert. Peelings triggern die Haut und aktivieren die körpereigene Zellen- und Kollagenproduktion. Deshalb sagt man ihnen auch einen kleinen Anti-Aging-Effekt nach. Für jeden Hauttyp gibt es das passende Produkt, nur bei einem entzündeten Hautbild, wie etwa bei Akne oder Neurodermitis, sollte man die Anwendung vorher mit einem Arzt abklären.

2. Welche Arten von Peelings gibt es und wofür sind sie geeignet?

Chemische Peelings sind ideal für großporige, ölige Haut. Sie enthalten Milch-, Frucht- oder Salizylsäure, die das Eiweiß in der Haut gerinnen lässt und dadurch oberflächliche Zellen abschält. Da der Teint dadurch sehr lichtempfindlich wird, sollte man danach unbedingt Pflege mit Sonnenschutz auftragen.

Mechanische Peelings enthalten sichtbare Schleifpartikel wie Sand. Sie sind sehr gut verträglich, nur bei Pickeln sollte man auf sie verzichten, weil sie die Bakterien verteilen und so das Hautbild verschlechtern können.

Enzymatische Peelings sind für sensible Hauttypen die beste Wahl. Enzyme, zum Beispiel aus der Papaya, spalten Proteinbrücken, die die Zellverbände der Hornschicht zusammenhalten. Dadurch lockern sich abgestorbene Zellen, die nach kurzer Einwirkzeit oberflächlich abgetragen werden.

3. Worauf muss man beim Peelen achten?

Unsere Haut erneuert sich circa alle 28 Tage. In dieser Zeit wandern die Hautzellen aus der Dermis an die Oberfläche, wo sie letztlich absterben. Um sie zu entfernen, sollte man einmal pro Woche, mindestens aber alle 14 Tage ein mechanisches Peeling (siehe 2.) verwenden. Wichtig ist, die Lippen dabei nicht zu vergessen. Auch wenn man es nicht vermuten mag, unsere Lippenhaut ist nicht empfindlicher als die an anderen Partien und erholt sich dank ihrer starken Durchblutung sehr schnell. Mit leichteren, enzymatischen Produkten ist sogar tägliches Peelen möglich. Verwendet man ein Produkt mit Fruchtsäure, muss man darauf achten, es nach der Behandlungszeit sorgfältig zu entfernen – Neutralisieren heißt das in der Fachsprache. „Ansonsten kann sich die Wirkung unkontrolliert fortsetzen und die Haut gereizt werden“, erklärt Dr. Muggenthaler. Wer abends peelt, gönnt der Haut über Nacht Ruhe – gerade bei empfindlichen Typen zu empfehlen.

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4. Enthalten alle Peelings umweltschädliches Mikroplastik?

Nein, zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Während man früher sein Peeling selbst herstellen musste, um die kleinen Kunststoffkügelchen sicher zu umgehen, gibt es heute in Drogerien und Parfümerien ein breites Angebot von Produkten ohne Mikroplastik. Weil die Kunststoffteilchen die Umwelt belasten und eine Gefahr für Fische und andere Lebewesen darstellen, verzichten die meisten Kosmetikhersteller heute auf diese und verwenden stattdessen natürliche Schleifpartikel wie Salz und Zucker oder fein gemahlene Obstkerne beziehungsweise vulkanisches Gestein.

5. Wie pflegt man die Haut nach einem Peeling?

Abrasive Produkte können die Haut austrocknen, weil sie mit ihrer Wirkung Proteine lösen, die sonst Wasser binden. Deshalb sollte man nach ihrer Anwendung unbedingt eine Feuchtigkeitspflege auftragen. „Weil die Haut nach einem Peeling meist etwas irritiert ist, sind beruhigende Wirkstoffe besonders geeignet“, sagt Dr. Muggenthaler. Auch zu empfehlen: Peeling-Produkte, die neuerdings schon während der Prozedur pflegen. Wirkstoffe wie Antioxidantien können dank des Peeling-Effekts besonders tief in die Haut eindringen und die natürliche Schutzfunktion unterstützen. Benutzt man ein Peeling anstelle der Hautreinigung schon am Morgen, sollte man den lichtempfindlichen Teint den Tag über mit Sonnencreme schützen.

6. Gerüchte rund ums Peelen – Was stimmt, was nicht?

Der wohl hartnäckigste Irrglaube lautet, dass gebräunte Haut durch Peelings blasser wird. Hat man Selbstbräuner aufgetragen, stimmt das. Aber sonnengebräunte Haut sieht nach einem Peeling vielmehr gleichmäßiger und frischer aus, da man die trockene, weißliche Oberfläche entfernt und die in den tieferen Schichten liegende Bräune besser zum Vorschein bringt. Sie schiebt sich innerhalb eines Monats nach oben und verblasst dann stufenweise. Ebenso falsch ist die Annahme, dass man Gesichtspeelings auch für den Körper verwenden kann. „Das Gesicht verträgt stärkere Produkte“, erklärt Dr. Muggenthaler. „Die Beschaffenheit der Poren und Haarfollikel ermöglicht eine schnellere Hauterneuerung als an den übrigen Körperpartien.“

Zutreffend hingegen ist, dass Peelings neben Sonnencreme vor weißem Hautkrebs schützen können. Seine Vorstufen, sogenannte aktinische Keratosen, können mittels hochdosiertem Fruchtsäure-Peeling beim Dermatologen reduziert werden. Am besten lässt man sich dazu beim Arzt beraten.

7. Was ist das besondere an medizinischen Peelings?

Beim Dermatologen werden bestimmte Wirkstoffe stärker dosiert eingesetzt: „Beispielsweise verwenden wir höher konzentrierte Fruchtsäuren“, so Dr. Muggenthaler. Deshalb durchdringen medizinische Peelings im Vergleich zu handelsüblichen Produkten die Hautschichten tiefer und schneller. „So können stärkere Schälungen ausgelöst werden, die bis zur Grenze der Unterhaut wirken“, erklärt der Experte für Tiefen-Peelings mit Praxen in Basel und bei Freiburg. „Außerdem bieten wir sehr invasive Phenol-Peelings an, die eine umfassende Faltenkorrektur und Hauterneuerung ermöglichen.“ Mit diesen schmerzhaften Peelings, die meist in Dämmerschlafnarkose vorgenommen werden, lassen sich Falten und Pigmentstörungen deutlich reduzieren – gleichzeitig wird die Produktion von Kollagen und Elastin angekurbelt.