Shadow Tone: Diese Färbetechnik lässt feines Haar voller wirken

Noch nie etwas von Shadow Tone gehört? Dann wird es höchste Zeit: Die Technik bringt mit natürlichen Schattierungen optisch mehr Fülle in feines oder dünnes Haar. Wie genau das funktioniert und welche Frisurtricks für noch mehr Volumen sorgen, lesen Sie in unserem Haar-Ratgeber.

Porträtfoto einer Frau im Ringelshirt mit hellblonden Strähnen im Deckhaar und dunklerem Unterhaar

Dieser Haartrend ist wie gemacht für Frauen, die sich mehr Volumen wünschen: Shadow Tone – eine Färbetechnik, die mit unterschiedlich hellen und dunklen Schattierungen im Haar arbeitet.

Natürliches Volumen und Griffigkeit? Fehlanzeige. Stattdessen liegt Ihr Haar platt am Kopf an, wirkt dünn und kraftlos? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen Frauen mit feinem, meist blondem oder hellem Haar: Bei ihnen beträgt der Durchmesser der einzelnen Strähnen nicht mehr als 0,04 Millimeter. Zum Vergleich: Bei „normalem“ Haar misst er 0,05 bis 0,07 Millimeter. Mit zunehmendem Alter bemerken viele Frauen zudem, dass ihr Kopfhaar immer dünner wird oder sich durch Haarausfall stellenweise lichtet – ein Problem, das vor allem durch die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren, durch Stress oder Nährstoffmängel bedingt aber auch bei jungen Frauen auftreten kann.

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Egal ob das Haar dünner geworden oder fein ist, aufgrund des fehlenden Volumens liegt es meist platt auf der Kopfhaut, wirkt spärlich und fettet am Ansatz schneller nach. Zum Glück gibt es zahlreiche Spezialprodukte und -treatments, um schlappen Strähnen wieder mehr Stand und Fülle zu geben – zum Beispiel Shadow Tone. Der Haartrend, zu dem sich auf Instagram unter dem Hashtag #shadowhair oder #shadowtone immer mehr Posts begeisterter Fans finden, zaubert optisch mehr Tiefe in platte Mähnen. DONNA Online erklärt, für wen die Färbetechnik sich eignet und welche Haartricks den Volumeneffekt noch verstärken.

Was ist Shadow Tone?

Shadow Tone bezeichnet eine spezielle Färbetechnik, bei der im mittleren Teil der Haarlängen gezielt dunklere Schattierungen platziert werden. Das verleiht der Frisur mehr Tiefe und optisch mehr Volumen. Zusätzlich zur Shadow-Tone-Technik können im Deckhaar hellere Strähnchen gesetzt werden, um für noch mehr Griffigkeit und Fülle zu sorgen. In der Pflege ist Shadow Hair angenehm unkompliziert: Die dunkler schattierten Haarpartien wachsen natürlich heraus und müssen, anders als beispielsweise hellblonde Highlights im Deckhaar, nicht ständig nachgefärbt werden. Eine Auffrischung, um den Farbkontrast wieder zu intensivieren, ist bei Shadow Hair nur zwei- bis dreimal pro Jahr nötig.

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Für wen ist Shadow Hair geeignet?

Prinzipiell für jede Frau, die von Natur aus feines oder dünnes Haar hat und sich mehr Fülle wünscht, ohne ihre Frisur täglich mit Volumenprodukten zu behandeln. Ob die Haare blond, brünett oder grau sind, ist bei der Shadow-Tone-Technik egal: Ein professioneller Friseur stimmt das Treatment so auf die Haarfarbe ab, dass die dunkleren Schattierungen vollkommen natürlich wirken. Für ein harmonisches Ergebnis sollte der dunklere Ton nicht mehr als zwei Nuancen von der Ausgangshaarfarbe abweichen – etwa warmes Haselnussbraun zu honigblondem Haar oder ein kühles Mittel- oder Dunkelbraun zu brünettem Haar. Stärkere Farbkontraste sorgen bei Shadow Hair dagegen schnell für eine unnatürliche „Streifenhörnchen-Optik“.

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Noch mehr Volumen: Diese Haartricks lassen dünnes Haar voller wirken

Keine Lust auf Shadow Hair? Zum Glück gibt es noch einige andere Möglichkeiten, um dünnes Haar fülliger und griffiger zu machen. Die effektivsten Volumenhelfer im Überblick:

Lowlights

Wie bei der Shadow-Tone-Technik sorgen Lowlights – also Strähnchen, die etwas dunkler als das Resthaar sind – optisch für mehr Fülle. Anders als bei heller gefärbten Highlights, werden die dunkleren Partien bei dieser Haarfärbetechnik nicht direkt am Ansatz aufgetragen und wachsen unauffällig heraus. Lowlights sind deshalb nicht nur eine gute Lösung für Frauen, die den Übergang zwischen gefärbtem Haar und natürlichem Grau sanft überbrücken wollen, sondern auch für alle, die mit natürlichen Farbkontrasten mehr Volumen in feines Haar tricksen wollen.

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Schnitttechnik

Die perfekte Frisur für feines oder dünnes Haar? Ein gerade geschnittener Bob. Die kompakte Kontur des Frisurenklassikers lässt das Haar sofort fülliger wirken – egal ob als Kurzhaarschnitt oder Long-Variante. Generell gilt: Langes, feines Haar wirkt schneller kraftlos und klebt platt am Kopf. Deutlich vorteilhafter ist ein kurzer bis mittellanger Haarschnitt, zum Beispiel ein Pixie, Long Bob oder Clavi-Cut (die Trendfrisur 2019!). Vorsicht bei Stufenschnitten: Sie lassen feines Haar noch dünner wirken. Eine stumpfe Kontur, die der Friseur an den Seiten fedrig-leicht schneidet, sorgt dagegen für mehr Fülle.

Hellere Farbakzente

Aufgehellte Strähnchen erzeugen Volumen, da die Blondierung die Haarsträhnen leicht aufraut. Statt plakativen Foliensträhnen sollten Frauen mit dünnem Haar allerdings dezente Highlights wählen – zum Beispiel Babylights, feine Farbakzente im Haar, die einen „Wie-von-der-Sonne-aufgehellt-Effekt“ haben. Für einen besonders harmonischen Look sorgt die Balayage-Technik: Dabei trägt der Haarprofi die Farbe freihändig mit einem Pinsel auf. Das Ergebnis sind Strähnchen mit unterschiedlicher Stärke und Intensität, die die Frisur optisch voluminöser erscheinen lassen und dabei trotzdem schön natürlich wirken.

Volumen- und Ansatzwelle

Mehr Stand für bis zu sechs Wochen verspricht eine Volumenwelle, bei der die Haare leicht angeraut werden und dadurch fülliger wirken. Platten Haaransätzen verleiht eine Ansatzwelle künstlich mehr Stand. Der Nachteil beider Treatments: Wie bei einer Dauerwelle wird das Haar chemisch behandelt, um den gewünschten Big-Hair-Effekt zu erzielen. Frauen, deren Haar bereits brüchig oder durch ständiges Colorieren geschädigt ist, sollten sich deshalb gut überlegen, ob sie ihre Mähne den zusätzlichen Strapazen aussetzen wollen.

Extensions

Effektiv, aber nicht ganz billig: Für Frauen mit sehr dünnem Haar oder Haarausfall ist eine Verdichtung mit Extensions oder Haarteilen eine gute Möglichkeit, um die Frisur für bis zu sechs Monate voller wirken zu lassen. Abhängig vom gewünschten Ergebnis können beispielsweise Echthaarsträhnen am Ansatz eingearbeitet oder schüttere Stellen gezielt mit Extensions „aufgefüllt“ werden. Je nach Studio, Aufwand und Technik starten die Preise für eine Haarverdichtung bei rund 100 Euro.

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Haarpflegeprodukte für feines Haar

Feines Haar ist empfindlicher als normales bis dickes Haar und trocknet schneller aus. Herkömmliche Conditioner oder Haarkuren sind daher häufig zu reichhaltig und lassen dünne Mähnen noch platter wirken. Setzen Sie bei der täglichen Haarpflege deshalb auf Produkte, die speziell auf feines oder dünnes Haar abgestimmt sind. Für mehr Fülle sorgen beispielsweise Shampoos mit synthetischen Polymeren, die jede einzelne Strähne umhüllen und so künstlich verdicken. Mit Proteinen und Ceramiden angereicherte Reinigungsprodukte bauen dünner werdendes Haar auf und sorgen für mehr Griffigkeit. Conditioner am besten nur in die Haarspitzen einmassieren und anschließend gründlich auswaschen, um die Frisur nicht zu beschweren. Eine leichte, mit dem Haarbaustein Keratin oder Vitaminen angereicherte Feuchtigkeits- oder Leave-in-Kur bringt ein- bis zweimal pro Woche angewendet neuen Schwung in schlappes Haar.

Stylingprodukte für mehr Volumen

Mit den richtigen Styling-Tricks lässt sich feines Haar mit ein paar Handgriffen in eine voluminöse Löwenmähne verwandeln. Damit das Haar locker fällt, sollten Sie es nicht gegen den Strich, sondern immer vom Haaransatz aus föhnen. Dafür etwas Volumenschaum in den Ansatz geben, danach die Haarpartien mit einer Rundbürste sanft vom Kopf wegziehen und kurz (und nicht zu heiß!) mit dem Föhn trocknen. Für zusätzliche Fülle sorgt Haarpuder, den Sie in den trockenen Ansatz kneten können, um mehr Stand zu erzeugen. Haarspray immer von unten auf den Ansatz oder einzelne Haarsträhnen sprühen – wer dagegen die gesamte Frisur mit Haarspray einnebelt, riskiert einen unschönen „Haarhelm“-Effekt. Volumentrick für zwischendurch: etwas Haarspray oder Volumenpuder auf die Fingerspitzen geben und sanft in den Haaransatz massieren.

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