Frisch durch den Tag: Die besten Tipps gegen müde Augen

Dunkle Augenringe, geschwollene Lider oder gereizte Bindehaut – an manchen Tagen sieht man einfach nicht so erholt aus, wie man es gerne hätte. Wie Sie müden Augen vorbeugen können und welche Tricks für schnelle Linderung sorgen, erfahren Sie in unserem Beauty-Ratgeber.

Porträtfoto einer reifen Frau um die 60 mit kurzen grauen Haaren, die mit geschlossenen Augen in die Kamera lächelt

Müde Augen sind nicht nur die Folge von zu wenig Schlaf. Auch ein Flüssigkeitsmangel kann schwere Lider und Augenringe begünstigen.

Am liebsten blicken wir morgens gut erholt und mit einem strahlenden Teint in den Badezimmerspiegel. Es gibt aber auch Tage, an denen uns schwere Lider und dunkel umrandete Augen einen Strich durch die Rechnung machen. Müde Augen machen sich durch verschiedene Symptome bemerkbar – neben Brennen, Druckgefühl und schweren Lidern unter anderem auch mit Fremdkörpergefühl, Lichtempfindlichkeit, verschwommener Sicht oder Problemen, den Blick zu fokussieren.

Wie Sie diesen Beschwerden am besten entgegenwirken und welche Tricks schnell für Linderung sorgen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

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Warum werden unsere Augen „müde“?

Neben Schlafmangel ist die häufigste Ursache für müde Augen eine zu hohe Belastung, zum Beispiel durch stundenlange Bildschirmarbeit. Die Augen werden dann mit weniger Tränenflüssigkeit versorgt als nötig, was sich unter anderem durch ein Trockenheitsgefühl oder Brennen bemerkbar macht. Genauso kann der übermäßige Konsum von Alkohol, Zigaretten oder anderen Genussmitteln leichte Durchblutungsstörungen auslösen, die wiederum müde Augen begünstigen.

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Anzeichen für müde Augen

Bei müden Augen unterscheiden Experten zwischen folgenden Hauptbeschwerden: gereizte oder gerötete Bindehaut, Schwellungen am Lid sowie dunkle Augenringe. Die Ursachen dafür sind meist harmlos und können durch einen gesunden Lebensstil und mithilfe einfacher Tricks verhindert oder gemildert werden. Haben Sie aber über einen längeren Zeitraum mit einem oder mehreren dieser Symptome zu kämpfen und kennen die Ursache nicht, sollten Sie einen Arzt konsultieren. 

Trockene und gereizte Augen

Unsere Augen werden durch fokussiertes Arbeiten besonders stark beansprucht. Schauen wir zum Beispiel lange auf einen Bildschirm, ein Blatt Papier oder die Straße, bewegen wir den Augapfel kaum und blinzeln weniger.

Die Folge: Die Tränenflüssigkeit verdunstet, bevor Nachschub produziert werden kann. Ausreichend Tränenflüssigkeit ist aber wichtig, da sie die Oberfläche des Auges befeuchtet und sie von Fremdkörpern wie feinem Staub befreit. Wird zu wenig Flüssigkeit verteilt, sind trockene, gereizte oder gerötete Augen die Folge.

Schwellungen und dunkel umrandete Augen

Die Haut um die Augen herum ist sehr dünn – in etwa nur ein Drittel so dick wie die restliche Gesichtshaut. Sie besitzt zudem keine polsternde Unterhaut und ist deshalb durchsichtig und sehr sensibel. Wenn man am Vorabend länger unterwegs war, zu salzig gegessen oder ein Glas über den Durst getrunken hat, zeigt sich das am nächsten Morgen sehr schnell unter den Augen: Kleine Wassereinlagerungen nehmen wir als geschwollene Augen, Augenringe oder Tränensäcke wahr.

Der Grund: Lymphflüssigkeit lagert sich besonders gern an Körperstellen ab, an denen die Haut besonders dünn ist. Die Flüssigkeit wird durch das Lymphsystem, ein Netz von Gefäßen, durch den Körper befördert und dient dazu, Nähr- und Abfallstoffe zu transportieren. Wird die Lymphe während der Nacht nicht richtig abtransportiert, staut sie sich am Oberlied oder unter den Augen. Auslöser hierfür kann alles sein, was den Wasserhaushalt im Körper beeinflusst – etwa zu viel Salz oder Alkohol am Vortag oder auch ein Mineralstoffverlust nach intensiver körperlicher Anstrengung. Auch die Widerstandskraft der Haut nimmt mit zunehmendem Alter ab, was Wasseransammlungen begünstigt. Flüssigkeitseinlagerungen um die Augen können darüber hinaus auch krankheitsbedingt auftreten, zum Beispiel infolge einer Bindehautentzündung oder eines Gerstenkornes. Ebenso können Allergien die Ursache für geschwollene und juckende Augen sein. Bei manchen Menschen ist die Neigung zu Wassereinlagerungen aber auch einfach Veranlagung.

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So beugen Sie müden Augen vor

Auf Balance achten

Die beste Maßnahme für einen wachen Blick ist ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Schlaf, genügend Flüssigkeitszufuhr und einem gemäßigten Konsum von Alkohol, Tabak, Kaffee und anderen Genussmitteln.

Öfter mal Blinzeln

Zwischendurch bewusst zu blinzeln hilft dabei, trockene Augen zu befeuchten. Versuchen Sie außerdem, die Augen mehrmals täglich für ein paar Minuten zu schließen, zum Beispiel während eines Telefonats. Wenn sich die Lider schließen, verteilt sich Tränenflüssigkeit auf der Augenoberfläche, die brennenden und geröteten Augen vorbeugt.

Fernblick

Stundenlang aus derselben Distanz auf einen Bildschirm oder Fernseher zu starren, belastet und ermüdet die Augen. Richten Sie den Blick deshalb zwischenzeitlich immer wieder in die Ferne, um Ihren Augen eine kleine Pause zu gönnen. 

Gute Beleuchtung

Starke Kontraste zwischen Hell und Dunkel belasten die Augen zusätzlich. Achten Sie deshalb immer auf eine ausreichende und gute Beleuchtung – vor allem in Räumen, in denen Sie arbeiten, lesen oder fernsehen.

Richtig schlafen

Beim Liegen im Bett befindet der Körper sich in einer waagrechten Position, in der Lymphe schlechter abfließen kann. Um zu verhindern, dass sich die Flüssigkeit über Nacht in der Augenpartie ansammelt, ist eine Schlafposition von Vorteil, in der der Kopf erhöht auf einem Kissen liegt.

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Für Abkühlung sorgen

Legen Sie zwei Gurkenscheiben, die Sie vorher rund zehn Minuten im Kühlschrank gekühlt haben, oder zwei Wattepads, die Sie in lauwarmes Wasser getaucht und ausgedrückt haben, für ungefähr zehn Minuten auf die geschlossenen Augen. Die verdunstende Feuchtigkeit wirkt kühlend. Auch ein erfrischendes Augengel wirkt abschwellend und ist eine wahre Wohltat bei schweren Augenlidern.

Gesichtsmassage

Eine leichte Massage regt die Flüssigkeitszirkulation an und sorgt dafür, dass die eingelagerte Lymphflüssigkeit abgetragen werden kann. Dafür mit den Fingerkuppen der Zeige- und Mittelfinger leicht entlang der Tränensäcke klopfen, immer von innen nach außen. Sanfte Streichbewegungen in dieser Richtung sind ebenfalls hilfreich. Alternativ können Sie mit einem kühlenden und feuchtigkeitsspendenden Pflegeroller unter den Augen sanft von innen nach außen rollen. Am äußeren Augenwinkel dann von oben nach unten rollen, um die Durchblutung anzuregen.

Feuchtigkeitsspeicher auffüllen

Wer genug Flüssigkeit zu sich nimmt, bringt den Abtransport von unerwünschten Wassereinlagerungen in Schwung – auch im Bereich der Augen. Trinken Sie deshalb ausreichend Wasser und verzichten Sie auf Alkohol und zu viel Salz. Nach körperlicher Anstrengung eignen sich Mineralwasser oder Fruchtsaftschorlen besonders gut, um die Mineralstoffreserven wieder aufzufüllen. Flüssigkeitszufuhr hilft aber auch von außen, zum Beispiel mit einer feuchtigkeitsspendenden Augenpflege, die die Haut zusätzlich erfrischt.

Schummeln erlaubt

Schatten unter den Augen lassen sich gut mit einem Abdeckstift oder Concealer kaschieren, der eine Nuance heller ist als der Hautton im Gesicht. Tragen Sie vorab etwas Augencreme auf und tupfen Sie die aufhellende Farbschicht dünn mit dem Ringfinger oder einem Pinselchen von innen nach außen auf. Verwischen Sie anschließend die Übergänge. Inzwischen gibt es auch Abdeckprodukte mit Farbpigmenten, die nach dem Color-Correcting-Prinzip funktionieren. So helfen lilafarbene Farbpigmente gegen einen fahlen Hautton oder Gelbstich, grüne Farbpartikel gegen Rötungen, und gelbe gegen bläulich-violette Verfärbungen sowie dunkle Augenringe.

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