Was dagegen hilft

Mallorca-Akne: Sonnenteint ohne Pickelchen

Frau am Strand | © CAIAIMAGE/SAM EDWARDS GETTY IMAGES
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Keine Chance für unschöne Pickelchen und Rötungen: Mit unseren Tipps gegen Mallorca-Akne strahlt die Haut auch nach dem Sonnenbad.

Wenn sich im Urlaub plötzlich kleine, rote Pickelchen auf der Haut bilden, die unangenehm zu jucken beginnen, ist meist die sogenannte Mallorca-Akne schuld. Was die lichtbedingte Hautreaktion von einer Sonnenallergie unterscheidet und wie Sie vorbeugen können.

Wer sich mit Sonnencreme einschmiert, bevor es an den Strand geht, hat alles richtig gemacht, oder? Eigentlich ja – doch umso fieser ist es, wenn sich auf der Haut zwar kein Sonnenbrand, dafür aber unschöne rote, juckende Knötchen bilden. Schuld an dieser Hautreaktion ist meist die sogenannte Mallorca-Akne oder auch Sonnenakne. Besonders häufig davon betroffen sind vor allem junge Menschen und Frauen zwischen 20 und 40 Jahren.

Mallorca-Akne: Was ist das?

Mallorca-Akne (Acne aestivalis), tritt meist nach dem ersten Sonnenbad des Jahres auf und ist eine lichtbedingte Hautreaktion. Dabei bilden sich stecknadelgroße rote Hautflecken und Knötchen mit einem schmalen Randsaum auf der Hautoberfläche. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei nicht um Akne im medizinischen Sinne, sondern um eine sogenannte Lichtdermatose. Die Mallorca-Akne ist eine Reaktion der Haut auf die Inhaltsstoffe von Cremes in Kombination mit UV-Strahlung. Mit der Baleareninsel Mallorca selbst hat die Sonnenreaktion übrigens wenig zu tun – sie war nur Namensgeber, da dort besonders viele Menschen in der Sonne brutzeln.

Sonnenallergie oder Mallorca-Akne: Was ist der Unterschied?

Auch, wenn beide Hauterkrankungen beim Sonnenbaden auftreten, haben sie unterschiedliche Ursachen. Während eine Sonnenallergie durch UVA-Strahlung und fehlenden Sonnenschutz ausgelöst wird, ist es bei Mallorca-Akne gerade die Sonnencreme, die die unerwünschte Hautreaktion bedingt. Von einer Sonnenallergie sind vor allem Beine, Arme und Dekolleté betroffen – also Körperteile, die UV-Strahlung im Alltag besonders stark ausgesetzt sind und beim Eincremen gerne vergessen werden. Besonders im Frühjahr, wenn die empfindliche Haut noch nicht an die ersten Sonnenstrahlen gewöhnt ist und auf Sonnencreme verzichtet wird, treten Sonnenallergien häufig auf. Wer sich vor dem Sonnenbad gründlich mit einem hohen Lichtschutzfaktor eincremt, kann eine Sonnenallergie also in der Regel vermeiden.

Auslöser: Wie entsteht Mallorca-Akne?

Anders als die Sonnenallergie entsteht die Mallorca-Akne nicht dadurch, dass keine oder zu wenig Sonnencreme verwendet wird. Meist sind die Sonnenschutzprodukte selbst daran schuld, dass sich Pickelchen und Rötungen bilden. Ausgelöst wird die Hautreaktion nämlich durch die in Cremes, Sprays und Ölen enthaltenen Fette und Emulgatoren. Treffen UV-Strahlen – insbesondere UVA-Strahlen – auf die Haut, entstehen freie Radikale. Diese gehen eine Bindung mit den in der Sonnencreme und den hauteigenen Talgdrüsen enthaltenen Fetten ein. Dabei bilden sich Reizstoffe, die in den Talgdrüsen eine Entzündungsreaktion auslösen können. Die Folge: rote, unangenehm juckende Pusteln. Von Sonnenakne betroffen sind deshalb vor allem Hautregionen mit besonders vielen Talgdrüsen, etwa das Gesicht, Dekolleté oder der Oberkörper.

Vorbeugen: So vermeiden Sie Sonnenakne

Aus Angst vor Mallorca-Akne auf Sonnencreme verzichten? Bitte nicht! Denn wer zu wenig oder gar kein UV-Schutz aufträgt, riskiert nicht nur einen schmerzhaften Sonnenbrand, sondern auch ernstzunehmende gesundheitliche Folgen – Stichwort: erhöhtes Hautkrebsrisiko. Studieren Sie stattdessen lieber genau die Inhaltsstoffe der Sonnencreme: Cremes oder Öle mit Fetten, Emulgatoren und Parfüm besser vermeiden. Produkte mit Zinkoxiden und Titanoxiden sind dagegen auch für empfindliche Haut geeignet. Denn diese UV-Filter halten schädliche UV-Strahlen ab, ohne dabei in die Haut einzudringen. Und nicht nur um Sonnenakne zu vermeiden gilt: Auf lange Sonnenbäder sollten Sie besser verzichten, um die Haut nicht übermäßig zu strapazieren.

DONNA-Tipp: Testen Sie Ihre neue Sonnencreme erst während einigen kurzen Sonnenbädern zu Hause, bevor sie mit in den Urlaub kommt. Wenn das Produkt den Mallorca-Akne-Test besteht: ab damit in den Koffer!

Das hilft gegen Pickelchen nach dem Sonnenbad

Wenn sich die Hautrötungen und Pusteln nach einem Tag am Strand oder Badesee bereits gebildet haben, gilt zu allererst: nichts wie raus aus der Sonne – oder zumindest die Haut mit luftiger Kleidung abdecken. Im Normalfall klingt die Sonnenreaktion zwar nach einigen Tagen von alleine wieder ab, bis dahin können gegen den Ausschlag und vor allem den lästigen Juckreiz einige einfache Hausmittel helfen:

  • Kühlende Kompressen und Umschläge mit Quark kühlen die betroffenen Stellen. Den Quark in ein Küchentuch einschlagen und etwa 20 Minuten lang auf die Haut legen. Wichtig: den Quark dabei nicht direkt auf die Haut geben.

  • Aloe Vera-, Kamillen- oder Hamamelisgel kühlen und beruhigen die gereizte Haut.

  • Nicht kratzen: Auch wenn der Juckreiz dazu verleitet – bei den von Sonnenakne betroffenen Hautstellen gilt: Finger weg! Denn kratzen oder drücken kann zu weiteren Entzündungen führen und verzögert die Abheilung des Ausschlags.

  • Im besonders schlimmen Fällen können Antihistaminika gegen die Hautreizungen helfen. Die Medikamente gegen allergiebedingte Beschwerden sollten allerdings nur nach Absprache mit einem Arzt eingenommen werden.

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