Haare & Frisuren

Haarpflege-Fehler: 5 Angewohnheiten, die Haarausfall verursachen

Nicht nur Krankheiten und Mangelerscheinungen, sondern auch Styling-Fehler und straffe Frisuren können zu Haarausfall führen. | © Jamie Grill, Getty Images
© Jamie Grill, Getty Images
Nicht nur Krankheiten und Mangelerscheinungen, sondern auch Styling-Fehler und straffe Frisuren können zu Haarausfall führen.

Neben erblich bedingter Alopezie und Hautkrankheiten können auch die falschen Pflege- und Stylinggewohnheiten die Ursache für Haarausfall sein. Wir zeigen Ihnen, welche Styling-Routinen Sie vermeiden sollten, um Ihr Haar voll und gesund zu halten.

Gerade Frauen trifft es sehr, wenn die einst volle Haarpracht erste lichte Stellen zeigt und die Haarfülle schwindet. Dass unsere Haare mit den Jahren spürbar weniger werden, ist eine ganz natürliche Entwicklung. Bei ein paar Haaren im Abfluss besteht nicht gleich Grund zur Sorge: Zwischen 50 bis 100 Haare täglich zu verlieren, gilt als normal. Wenn es dann doch gleich ganze Haarbüschel sind oder Sie allmählich einen lichten Scheitel feststellen, sollten Sie Ihre alltägliche Haarpflege genauer betrachten. Denn neben Krankheiten, erblich bedingtem Haarausfall (androgenetischer Alopezie) und Mangelerscheinungen sind es oftmals Routinen in Haar-Styling und -pflege, die zu dünner werdendem Haar führen. Diese fünf Angewohnheiten können Haarausfall bedingen bzw. verstärken:

Auch interessant: 8 natürliche Helfer gegen Haarausfall

1. Falsches Haarewaschen

Nicht nur im Job möchten wir mit einem gepflegten Äußeren einen professionellen Eindruck machen. Daher gehört die morgendliche Haarwäsche für viele Frauen zur täglichen Routine. Doch diese intensive Haarreinigung bringt nicht nur Gutes mit sich: Zu häufiges Haarewaschen mit sogenannten „Cleansing Shampoos“ – also Shampoos, die tiefenreinigend gegen Rückstände und Fett wirken sollen – trocknet das Haar aus und macht es brüchig. Reinigungsshampoos und eine kräftige Kopfmassage beim Einshampoonieren bringen zudem die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht und verstärken den Haarverlust. Häufiges Haarewaschen an sich ist allerdings nicht der Grund für Haarausfall: Gegen eine schonende, tägliche Reinigung mit einem möglichst milden Shampoo ist nichts einzuwenden.

2. Straffes Haarstyling

Ein eleganter „Sleek Look“ am Abend, ein straffer Pferdeschwanz gegen lästige Strähnen beim Sport: Auch die Art und Weise Ihres Haar-Stylings kann sich negativ auf Haarwuchs und Kopfhaut auswirken. Zu straffe Frisuren, eng gebundene Haargummis und Haarnadeln spannen das Haar extrem und beschädigen die Haarwurzeln und -follikel. Um Kopfhaut und Haar die nötige Pause von solchen Stylings zu geben, sollten Sie Ihre Haare in gleichmäßigen Abständen offen tragen und nicht jeden Tag zum Pferdeschwanz binden.

3. Haare färben mit Chemie

Mit zunehmendem Alter verlieren wir allmählich unsere Naturhaarfarbe und graue Strähnen machen sich bemerkbar. Viele Frauen wehren sich gegen diese Alterserscheinung und färben ihre grau werdenden Haare regelmäßig mit künstlicher Haarfarbe nach. Doch die meisten handelsüblichen Haarfärbemittel enthalten toxische Inhaltsstoffe wie Ammoniak, die der Kopfhaut und somit den Haarwurzeln schaden und Haarausfall begünstigen können. Natürliche Varianten, etwa Henna oder Pflanzenfarben, sind schonender zu Haar und Kopfhaut. Oder: Sie tragen Ihr grau werdendes Haar ganz natürlich und mit einer Extra-Portion Selbstbewusstsein.

Haarausfall in der Menopause: Was tun?

4. Starke Fön-Hitze

Komplett auf das Haareföhnen zu verzichten stellt sich spätestens in der morgendlichen Badezimmer-Hektik meist als unüberwindbares Hindernis heraus. Wenn Sie aber unter zunehmendem Haarausfall leiden, sollten Sie Ihr Haar bei Gelegenheit an der Luft trocknen lassen und auf starke Hitze beim Föhnen so gut es geht verzichten. Glätteisen und Lockenstab sind beinahe noch fataler für geschädigtes Haar, da bei diesen strapaziösen Styling-Methoden in direkten Kontakt mit hohen Temperaturen kommt.

5. Stress

Nicht nur äußere Einwirkungen beeinflussen den Zustand von Haar und Kopfhaut. Stress kann, genau wie die falsche Pflege, Haarausfall bewirken.

Allgemein gilt bei dünner werdendem Haar: Wenn Sie über einen längeren Zeitraum hinweg und an auffällig starkem Haarausfall leiden, ist ein Arztbesuch unbedingt anzuraten. Denn der Haarverlust kann die Folge von Eisenmangel oder Hautkrankheiten und Schilddrüsenproblemen sein. Eine konkrete Diagnose hilft, die richtige Behandlungsmethode für den Haarausfall zu finden. Bei Frauen 40plus kann auch die Menopause zu zunehmendem Haarausfall führen.

So schädigen Sie Ihr Haar, ohne es zu merken