Diese 5 hochwertigen Speiseöle liefern gesunde Fette

Wenn es um Öle geht, sind wir Deutschen nicht besonders experimentierfreudig. Schade eigentlich, denn fernab von Rapsöl und Co. gibt es einiges zu entdecken. Wir stellen Ihnen fünf unbekannte Speiseöle vor, von denen Ihre Gesundheit und Ihre Küche profitiert.

Abbildung von verschiedenen Glasflaschen mit Öl auf einem Holztablett

Köstlich und reich an gesunden Fettsäuren: Exotische Öle aus Nüssen und Früchten machen dem Klassiker Olivenöl Konkurrenz. 

Rapsöl, Sonnenblumenöl und Olivenöl: Auf dieses Trio setzen wir in der Küche am liebsten. Dabei gibt es so viele andere Speiseöle, mit denen wir Lieblingsspeisen einen exotischen Touch verleihen und unserer Gesundheit Gutes tun können. Wir stellen Ihnen fünf Öle vor, die Sie kennen sollten. Und: Lesen Sie, wie Sie eine leckere Nachspeise auf Basis eines gesunden Öls nachbacken.

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1. Arganöl

Arganöl wird aus den Früchten des Arganbaums gewonnen, der in Marokko auch „Baum des Lebens“ genannt wird. Die Früchte erinnern an Mirabellen und enthalten ein bis zwei kleine Samen mit harten Schalen. Arganöl werden wahre Wunderwirkungen nachgesagt, dabei bietet es aus ernährungswissenschaftlicher Sicht keine besonderen Vorteile. Dafür ist es lecker!

So schmeckt das Öl

Intensiv nussig und leicht röstig.  

Passt zu

Salaten (auch Obstsalaten), cremigen Suppen und orientalischen Tajine-Eintöpfen.

Arganöl in der Küche

Arganöl sollte nicht erhitzt werden.

2. Avocadoöl

Acocadoöl wird aus den Früchten der Avocadobäume gewonnen, die ihren Ursprung in Zentralamerika haben. Die Zusammensetzung der Fettsäuren von Avocadoöl ähnelt der von Olivenöl, ist also besonders gut für unseren Körper.

So schmeckt das Öl

Intensiv nach Avocados, leicht nussig und frisch.

Passt zu

Gemüse, zarten Kopfsalaten, leichtem Käse, Lamm und Grillmarinaden.  

Avocadoöl in der Küche

Avocadoöl eignet sich super zum Braten.

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3. Hanföl

Hanföl wird aus den Samen des Hanfs gewonnen. Es ist ein Nebenprodukt, das bei dem Anbau von Hanffasern anfällt. Hanföl hat ein hervorragendes Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren. Es soll eine blutdrucksenkende Wirkung haben, Entzündungen bekämpfen, Hautreizungen mildern und sogar einen positiven Einfluss bei Zyklusstörungen haben – die regelmäßige Anwendung des Öls kann also besonders viele gesundheitliche Effekte mit sich bringen.

So schmeckt das Öl

Herb-nussig mit grünen und krautigen Aromen.  

Passt zu

Salaten, Dips und Rohkost, gedünstetem Gemüse wie Spargel oder Kohlsorten.

Hanföl in der Küche

Hanföl sollte nicht hoch erhitzt werden.

4. Leinöl

Leinöl wird aus den Samen von Lein oder auch Flachs gewonnen. Es gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und wird seit mehr als 8 000 Jahren angebaut. Leinöl hat einen sehr hohen Gehalt an wertvoller Alpha-Linolensäure, die sonst nur wenig in der Ernährung vorkommt. So ist es also aus gesundheitlicher Sicht ratsam, wenn Sie Leinöl ab und zu in Ihren Speiseplan integrieren.

So schmeckt das Öl

Nussig und brotartig.

Passt zu

Kartoffeln, Milchprodukten wie Quark, Schichtkäse oder Frischkäse und zu fruchtigen Salatdressings.

Leinöl in der Küche

Leinöl sollte nicht erhitzt werden.

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5. Pekanussöl

Pekannussöl wird aus den Früchten des Pekannussbaums gewonnen. Die Bäume sind eng verwandt mit dem Walnussbaum und werden bis zu 60 Meter hoch. Pekannussöl ist besonders reich an einfach ungesättigter Ölsäure und enthält zusätzlich Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Allerdings: Walnussöl ist genau so gesund und viel günstiger.

So schmeckt das Öl

Nussig mit fruchtigen, herben, kampferartigen, an Butter erinnernden Noten.

Passt zu

Salzigen Gerichten, zum Beispiel klassischen Truthahnfüllungen oder süßen Speisen wie Kuchen und Torten.

Pekannussöl in der Küche

Pekannussöl kann zum Braten genutzt werden, doch dafür ist es eigentlich zu schade und auch zu teuer.

Rezept für eine Schokoladentarte mit Pekannussöl

Abbildung einer Schokoladentarte mit Pekannüssen auf einem Holztisch

Geheimzutat dieser Schokotarte? Pekannussöl, das dem Kuchen ein nussiges, fruchtiges Aroma verleiht.

Zutaten für eine Tarte

Für den Mürbeteig

75 g Zucker
150 g weiche Butter
225 g Mehl
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
etwas Abrieb einer Bio-Orange

Für die Ganache

200 ml Sahne
2 El Zucker
55 ml Pekannussöl
240 g Zartbitterkuvertüre
240 g Vollmilchkuvertüre
200 g Pekannüsse, geröstet

Zubereitung

Mürbeteig:

  1. Die Zutaten zügig mit der Hand verkneten und 30 Minuten in den Kühlschrank geben. Wichtig ist es, schnell zu arbeiten und den Teig nicht unnötig oft zu berühren, damit er nicht brüchig wird!
  2. Eine Springform oder Tarteform mit dem Teig auslegen und einen 1,5 cm hohen Rand stehen lassen. Den Mürbeteig im Ofen bei 200 °C für zehn Minuten blind ausbacken und auskühlen lassen.

Ganache:

  1. Die Sahne mit Zucker und Pekannussöl erhitzen. Einen großen Topf mit kochendem Wasser und einer darauf passenden Schüssel fürs Wasserbad bereitstellen.
  2. Die Kuvertüren grob hacken und in die Schüssel füllen, mit der Sahne-Öl-Mischung übergießen. Bei mittlerer Hitze unter stetigem Rühren mit einem Schneebesen zu einer Creme verarbeiten.
  3. Die Pekannüsse grob hacken, unter die Creme heben und die Masse in den Mürbteigboden füllen. Die Tarte im Kühlschrank festwerden lassen.

Das Schokoladentarte-Rezept sowie weitere Infos zu gesunden Speiseölen finden Sie im Buch „Warenkunde Öl“

Abbildung des Buchcovers Warenkunde Öl von Stiftung Warentest

Das hier aufgeführte Rezept sowie die vorgestellten Speiseöle finden Sie im Buch Warenkunde Öl. Speiseöle - Expertenwissen und kreative Rezepte, Stiftung Warentest, 19,90 Euro.