DONNA-Buchtipps: 6 Neuerscheinungen, die Sie im Herbst lesen sollten

Wenn die Temperaturen kühler und die Tage kürzer werden, gibt es nichts Schöneres, als zu Hause in einem guten Buch zu schmökern. Zum Glück bietet der Herbst wieder jede Menge neuen Lesestoff. Hier kommen sechs Lesefavoriten der DONNA Online-Redaktion.

Frau sitzt lesend vor einem Bücherregal, während ihr die Sonne durch das Fenster schräg ins Gesicht scheint

Ob bei Sonnenschein oder Regenwetter: Ein gutes Buch entspannt. DONNA Online stellt die besten Neuerscheinungen für herbstliche Lesestunden vor.

Ob für einen sonnigen Spätsommernachmittag, einen verregneten Sonntag oder, um sich zurück in den Sommer zu träumen: Die DONNA Online-Redaktion hat für Sie sechs Leseempfehlungen für den Herbst 2018 zusammengestellt.

Reinhören, runterkommen: Die besten Hörbücher für den Herbst

1. Jonas Jonasson – „Der Hundertjährige der zurückkam, um die Welt zu retten“

Der wohl bekannteste Hundertjährige der Welt ist zurück. Die Abenteuer des Schwedens Allan Karlsson begeisterten 2011 bereits über eine Million Leser – und drei Jahre später auch die Kinozuschauer. Nach seinen Abenteuern im ersten Roman hat sich Allan Karlsson zum Dauerurlaub nach Bali zurückgezogen. Doch bevor ihm langweilig werden kann, kündigt sich bereits ein neues Abenteuer an. Bei einer Ballonfahrt müssen er und sein Gefährte Julius im Meer notlanden. Zum Glück werden die beiden gerettet – Pech jedoch ist, dass sich das Rettungsboot als Kriegsschiff aus Nordkorea entpuppt und der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un gerade Streit mit den Großmächten weltweit sucht. Würde er sich aus diesem politischen Konflikt heraushalten, wäre der Hundertjährige nicht der Hundertjährige: Bald steckt Allan Karlsson mitten in politischen Verhandlungen und versucht, im Alleingang die Welt zu retten.

„Der Hundertjährige der zurückkam um die Welt zu retten“ von Jonas Jonasson, C. Bertelsmann, 20 Euro (erscheint am 6. September 2018)

Cover des Romans „Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten“ von Jonas Jonasson

2. Hugo Boris – „Die Polizisten“

Das Thema Abschiebung war noch nie so aktuell wie heute – und beschäftigt an einem heißen Sommertag die Polizisten Virginie, Aristide und Érik. Denn die Beamten wurden mit einem Sondereinsatz beauftragt und sollen einen Flüchtling, dessen Antrag auf Asyl abgelehnt wurde, zum Flughafen bringen. Doch bei der Fahrt dorthin stellt sich die Polizistin Virginie die Frage, was mit dem Mann in seiner Heimat passiert. Wartet dort der sichere Tod auf ihn? Hugo Boris beschreibt in seinem Roman auf packende Weise, wie die Polizisten zwischen den Fronten stehen und einen Konflikt mit ihrem Gewissen ausfechten müssen: Gehorsam leisten und den jungen Mann zum Flughafen bringen oder ihrem Instinkt folgen und den Einsatz abbrechen?

„Die Polizisten“ von Hugo Boris, Ullstein Verlag, 20 Euro (erschienen am 10. August 2018)

Cover des Romans „Die Polizisten“ von Hugo Boris

3. Alexa Hennig von Lange – „Kampfsterne“

Der Sommer im Jahr 1985 scheint perfekt: Boris Becker gewinnt Wimbledon, Rockstars singen bei „Life Aid“ für Afrika – und drei Familien leben harmonisch in ihrem vorstädtischen Mikrokosmos. Ulla und Rainer. Rita und Georg. Ella und Bernhard. Die drei Paare geben sich weltoffen, aufgeklärt und wollen für ihre Kinder nur das Beste. Sie wohnen in dänischem Design, schicken ihre Kinder zum Cello-Unterricht und Intelligenztest. Doch während es nach außen hin nach der perfekten kleinbürgerlichen Idylle aussieht, brodelt es im Inneren der Familien ganz gewaltig. Trotz aller Bemühungen droht die perfekte Fassade der Vorzeigefamilien in diesem Sommer entgültig zu bröckeln…

„Kampfsterne“ von Alexa Henning von Lange, Dumont, 20 Euro (erschienen am 20. August 2018)

Buchcover des Romans „Kampfsterne“ von Alexa Henning von Lange

4. Gill Sims – „Mami braucht 'nen Drink“

Es gibt Momente im Leben einer Frau, die sind so aberwitzig, dass man darüber nur noch lachen kann. Und dann gibt es wieder Momente, in denen man sich die Frage stellt: Wo bleibe eigentlich ich?So geht es auch der Protagonistin in Gill Sims' Roman. Ellen ist gerade 39 geworden und fragt sich, wann es soweit kam, dass alle ihre Freundinnen sich plötzlich praktische Kurzhaarfrisuren schneiden lassen, nach einem Glas Wein schon beschwipst sind, zum Yoga für Fortgeschrittene gehen und lieber über den Nachwuchs als über sich selber sprechen. Etwas überspitzt, aber sehr unterhaltsam erzählt die Autorin vom chaotischen Leben einer Mutter, ihren Selbstzweifeln – und warum man manches im Leben mit einem Augenzwinkern sehen sollte.

Mami braucht 'nen Drink: Tagebuch einer erschöpften Mutter“ von Gill Sims, Eisele Verlag, 15 Euro (erschienen am 10. August 2018)

Cover des Romans „Mami braucht 'nen Drink: Tagebuch einer erschöpften Mutter“ von Gill Sims

5. Melanie Levensohn – „Zwischen uns ein ganzes Leben“

In Paris im Jahr 1940 wird das Schicksal einer Familie entschieden. Denn während des zweiten Weltkrieg lebt die jüdische Studentin Judith unter der deutschen Besatzung in Paris immer gefährlicher. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe Christian plant sie die Flucht in ein neues, sicheres Leben. Doch bevor sie ihren Plan in die Tat umsetzen können, verschwindet Judith spurlos. 50 Jahre später in Washington macht sich Jacobina auf die Suche nach ihrer verschollenen Halbschwester Judith. Das Versprechen hat sie ihrem schwerkranken Vater am Krankenbett gegeben. Auf ihrer Suche trifft sie auf die junge Französin Béatrice. Die beiden Frauen freunden sich an und erfahren auf ihrer gemeinsamen Suche mehr, als sie je erwartet hätten…

„Zwischen uns ein ganzes Leben“ von Melanie Levensohn, Fischer, 16,99 Euro (erschienen am 22. August 2018)

Lust auf noch mehr packende Familienromane? Hier kommen 3 Buchtipps

Cover des Romans „Zwischen und ein ganzes Leben“ von Melanie Levensohn

6. Christopher Wilson – „Guten Morgen, Genosse Elefant“

Die Sowjetunion im Jahr 1953: Der zwölfjährige Romanheld Juri Zipit lebt als Sohn eines Tierarztes im Zoo. Obwohl sich sein Vater als Veterinärmediziner vorrangig um die Elefanten kümmert, wird er zu einem ganz speziellen, menschlichen Patienten gerufen: den schwer kranken Josef Stalin. Für einige Wochen lebt der Junge in der Datscha des Sowjet-Diktators – und erhält Einblicke in höchst vertrauliche politische Geschehnisse. Hochamüsant und kurzweilig erzählt Juri von seinen Erlebnissen mit dem Diktator: „Ich möchte Ihnen erzählen, wie ich einmal ein paar Wochen im Zentrum der Macht verbracht habe. Ich baue auf Ihr Schweigen. Also, psssst.“

„Guten Morgen, Genosse Elefant“ von Christopher Wilson, Kiwi-Verlag, 19 Euro (erschienen am 16. August 2018)

Cover des Romans „Guten Morgen, Genosse Elefant“ von Christopher Wilson