19 Duftkerzen für jedes Budget – und was Sie beim Kauf beachten sollten

Grapefruit, Hyazinthe, Sandelholz… Duftkerzen sorgen in der dunklen Jahreszeit für stimmungsvolles Licht und verströmen einen angenehmen Geruch in der Wohnung. Eine Auswahl der schönsten Kerzen – von vegan über preiswert bis luxuriös – und Tipps, woran Sie hochwertige Produkte erkennen, finden Sie auf DONNA Online.

Drei weiße und eine schwarze Duftkerze auf einem hellen Leinentuch aus der Vogelperspektive fotografiert

Verschiedene Farben, Größen, Preisklassen und Aromen: Mit ihrer steigenden Beliebtheit wird auch die Auswahl an Duftkerzen immer größer.

Kerzen gehören zur kalten Jahreszeit und besonders im Advent einfach dazu. Das warme Licht wikt beruhigend und sorgt für eine gemütliche und sinnliche Atmosphäre. Besonders beliebt sind dabei Kerzen mit duftendem Wachs, die neben der stimmungsvollen Beleuchtung auch Wohnzimmer, Bad oder Schlafzimmer mit einem angenehmen Geruch erfüllen. Zig verschiedene Marken, Designs und endlos viele Duftnoten – da fällt es schwer, sich für nur eine Kerze zu entscheiden. So finden Sie trotzdem die richtige Duftkerze für Ihr Zuhause – oder als Geschenkidee für Weihnachten.

Düfte und ihre Wirkung

Duftkerzen können mehr als nur gut riechen – denn ihre Duftstoffe haben einen Einfluss auf unsere Stimmung. So kann beispielsweise das Aroma von Lavendel beruhigend wirken, Jasmin entspannend und ausgleichend, Zitrusnoten hingegen aufheiternd und konzentrationsfördernd. Welcher Duft passt und gefällt, hängt natürlich immer vom persönlichen Geschmack ab. Dieser Tipp allerdings gilt unabhängig davon: Wer die Duftkerze in der Küche anzünden will, sollte auf florale Aromen verzichten – diese harmonieren meist nicht mit Essensaromen.

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Woran erkennt man hochwertige Duftkerzen?

Nicht nur das Aroma ist beim Kauf einer Duftkerze entscheidend, sondern auch die Inhaltsstoffe. Denn das Wachs, die enthaltenen Duft- und Farbstoffe sowie spezielle Labels sagen viel über die Qualität aus. Das wichtigste Gütesiegel für Kerzen ist beispielsweise das RAL-Gütezeichen. Es sagt aus, dass die Kerze nicht rußt, gut brennt und keinerlei Gesundheitsprobleme verursacht.

Synthetische oder natürliche Dufststoffe

Kerzenwachs kann man mit natürlich oder synthetisch beduften. Natürliche Duftstoffe werden aus Blüten, Früchten, Gewürzen oder Hölzern hergestellt und sind dementsprechend nur in Duftnoten verfügbar, die auch in der Natur vorkommen. Gerüche, die keinen natürlichen Ursprung haben, müssen hingegen synthetisch hergestellt werden. Der Vorteil natürlicher ätherischer Öle ist, dass sie ein starkes Aroma haben. Allerdings ist es nicht bei allen Duftstoffen möglich, eine natürliche Alternative zu nutzen. Viele fruchtige Aromen wie Apfel lassen sich beispielsweise nicht extrahieren. Ein weiterer Grund für den Einsatz synthetischer Duftstoffe ist, dass manche Gerüche sehr selten in der Natur vorkommen – zum Beispiel Moschus oder Sandelholz. Letzteres wurde aufgrund seiner Beliebtheit als Inhaltsstoff von Parfüms und Co. beinahe ausgerottet.

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Doch welche Duftvariante ist nun besser und gesundheitsverträglicher? Das lässt sich nicht pauschal sagen. Sind die Duftmoleküle hochwertig herstellt, unterscheiden sie sich qualitativ nicht von natürlichen Duftstoffen und sind genauso gut verträglich. Denn sowohl bei synthetisch als auch natürlich bedufteten Kerzen kann es passieren, dass empfindliche Menschen oder Allergiker eine sogenannte Kontaktallergie entwickeln. Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schnupfen oder Unwohlsein können die Folge sein. Experten gehen davon aus, dass nicht nur die Duftstoffe, sondern auch das Verbrennungsprodukt, das oft Feinstaub, Ruß und Formaldehyd beinhaltet, die Kontaktallergie auslösen. Von sehr günstigen Duftkerzen sollten Sie dennoch besser die Finger lassen – hier werden meist günstige Duftstoffe verwendet, die sich nicht zum Verbrennen eignen und giftige Substanzen freisetzen können.

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Verschiedene Wachsarten

Wachs nicht gleich Wachs. Am häufigsten wird – vor allem bei günstigen Kerzen – Paraffin verwendet. Das Nebenprodukt der Erdölproduktion ist zwar günstig, steht allerdings in Verdacht, beim Rußen ungesunde Dämpfe freizusetzen. Die pflanzliche Alternative Stearin wird meist aus Palmöl oder Kokosfett gewonnen. Genau wie Paraffin ist das Palmölerzeugnis umstritten, da für den Anbau oftmals große Regenwaldflächen abgeholzt werden. Kerzen aus Stearin sind im Vergleich zu Paraffinkerzen fester und schmelzen erst bei höheren Temperaturen. Häufig sind auch Kerzen erhältlich, die aus einer Paraffin-Stearin-Mischung bestehen. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche vegane und nachhaltige Alternativen wie Soja- oder Rapswachs. Diese Stoffe sind biologisch abbaubar und setzen beim Rußen im Normalfall keine giftigen Stoffe frei. Bienenwachs ist die natürlichste und teuerste Wachsart. Man erkennt das Bienenprodukt an seiner typischen gelben Farbe. Der begrenzte Rohstoff wird aufgrund seines hohen Preises allerdings selten verwendet.

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Herstellungsverfahren

Nicht nur das Wachs ist entscheidend für die Qualität einer Kerze – eine noch größere Rolle spielt das Herstellungsverfahren, das entscheidend dafür ist, wie lange und gleichmäßig eine Kerze brennt. Die günstige Produktionsweise ist das sogenannte Pulverpressverfahren. Dabei wird Wachspulver unter hohem Druck zusammengespresst. Dabei entstehen kleine Luftbläschen, die die Kerze relativ leicht machen, dafür aber schnell und unregelmäßig abbrennen lassen. Wird das Wachs für die Herstellung erwärmt, geschmolzen und anschließend in Form gegossen, spricht man vom Gießverfahren. Gegossene Kerzen sind viel schwerer, hochwertiger und brennen gleichmäßig ab. Die traditionellste und hochwertigste Herstellungsart ist das Kerzenziehen. Hierbei wird der Docht der Kerze immer wieder in flüssiges Wachs getaucht, bis die gewünschte Kerzenstärke erreicht ist. Durch die vielen Wachsschichten brennt die Kerze sehr langsam ab. Rückschlüsse auf das Herstellungsverfahren gibt übrigens das Gewicht: Je mehr die Kerze wiegt, desto hochwertiger und langlebiger ist sie. 

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Was sollte man beim Benutzen von Duftkerzen beachten?

Um möglichst lange Freude an einer Duftkerze zu haben, sollten Sie ein paar Hinweise berücksichtigen. Lassen Sie die Kerze beispielsweise nicht bei offenem Fenster oder im Luftzug stehend brennen, da sie sonst flackert und rußt. Dadurch kann sich Feinstaub bilden, der zu Kopfschmerzen und Schwindel führen kann. Neben Zugluft kann auch ein zu langer Docht die Kerze flackern lassen. Die ideale Länge liegt bei maximal einem Zentimeter – ist der Kerzendocht länger, sollten Sie ihn kürzen.

Selbst wenn die Duftkerze teuer war: Lassen Sie sie nicht zu kurz brennen. Die Kerze sollte immer mindestens so lange brennen, dass sich der komplette Brennteller, also die oberste Wachsschicht, komplett verflüssigt hat – nur so brennt die Kerze gleichmäßig und vollständig ab. Um die Kerze zu löschen, sollten Sie sie außerdem nicht auspusten – dabei kann sich wie beim Rußen ein ungesunder Rauch entwickeln. Spezielle Kerzenlöscher ersticken die Flamme ohne Rauchbildung. Alternativ können Sie den Docht nach dem Auspusten mit angefeuchteten Fingerspitzen ausdrücken oder die Spitze mit einem Zahnstocher oder Streichholz kurz in das flüssige Wachs drücken.

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