Köstliche Herbstnuss: Kochen und backen mit Esskastanien

Kastanien gehören zum Herbst einfach dazu – nicht nur als Deko-Objekt, sondern auch in der Küche. Denn wenn man sie in süßen oder herzhaften Gerichten verarbeitet, schmecken Edelkastanien, die essbare Variante der Rosskastanie, aromatisch-lecker. DONNA Online zeigt drei einfache Rezepte.

Zwei Frauenhände schälen eine Esskastanie auf einer Arbeitsplatte, auf der ein Backblech mit ungeschälten Maronen, ein Messer und eine Schüssel stehen

Die beliebteste Zubereitungsart für Esskastanien ist das Rösten. Anschließend schälen und weiterverarbeiten – oder warm als gesunden Snack genießen.

Dunkelbraun schimmernd und nussig lecker: Im späten Herbst öffnen Esskastanien ihre stachelige Hülle und läuten damit Vorweihnachtszeit ein. Die Zubereitung und die Rezeptvarianten mit der saisonalen Delikatesse sind vielfältig – zum Beispiel frisch geröstet als Snack, Püree, Suppe, als Kuchenzutat oder nussige Füllung für Braten.

Esskastanien und Maronen gehören beide zur Familie der Edelkastanien. Während die Esskastanie wild wächst, sind Maronen eine gezüchtete Variante, die größer, leichter zu schälen und etwas intensiver im Geschmack ist. Umgangssprachlich werden Maroni und Esskastanien oft als Synonym verwendet.

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So erkennt man frische Esskastanien

Im Vergleich zu den in Deutschland bekannteren Rosskastanien, die giftig und ungenießbar sind, ist die Hülle von Esskastanien und Maronen mit vielen feinen Stacheln umgeben. Frische Esskastanien sind schwer, haben eine unbeschädigte Schale und glänzen. Wer unsicher ist, ob die Esskastanien wirklich frisch sind, gibt die Früchte einfach in eine Schüssel mit Wasser. Sind sie frisch, sinken sie ab. Oben schwimmende Exemplare sind schon älter. Esskastanien sind – genauso wie Maronen – im Kühlschrank für etwa 14 Tage haltbar. Dauermaronen, die später geerntet werden, halten sich mehrere Monate lang.

Zubereitung von Esskastanien

Esskastanien können sowohl gekocht als auch geröstet werden. Die klassische Zubereitungsvariante ist allerdings das Rösten. Dazu die runde Seite der Esskastanien kreuzförmig einschneiden und bei 200 Grad rund 20 Minuten im Ofen garen. Besonders intensiv schmecken Esskastanien, wenn sie auf einem speziellen Grillrost geröstet werden. Wer keinen Backofen hat, kann die Edelkastanien auch in einer gusseisernen Pfanne erhitzen. Sobald die Schale aufspringt, sind die essbaren Kastanien fertig.

Alternativ kann man Maronen und Co. auch kochen: Die Nüsse in leicht gesalzenes Wasser geben und zehn Minuten köcheln lassen. Danach abschrecken, abkühlen lassen und die Schale entfernen. Beim Garen werden die Esskastanien etwas weicher als beim Rösten, deshalb ist diese Methode ideal, um sie zu Püree oder Suppe weiterzuverarbeiten. Aus getrockneten und gemahlenen Kastanien kann man übrigens auch glutenfreies Mehl herstellen, das eine gute Alternative für Menschen mit Zöliakie ist.

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Risotto mit Esskastanien

Zutaten

  • 1 rote Zwiebel
  • 400 g Risotto-Reis
  • 200 ml Weißwein
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 150 g Parmesan
  • 20 geröstete und geschälte Esskastanien
  • Olivenöl

Zubereitung

  1. Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und mit Olivenöl andünsten. Den Reis hinzugeben und einige Minuten unter Rühren anrösten. Anschließend mit dem Weißwein ablöschen.
  2. Risotto köcheln lassen. Nach und nach die Gemüsebrühe hinzugeben, bis das Risotto eine cremige Konsistenz hat.
  3. Die Esskastanien klein schneiden und einen Teil davon zur Deko beiseite legen. Die restlichen Kastanienstücke zusammen mit dem Parmesan unter das cremige Risotto geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Das Risotto mit den gerösteten Kastanien garnieren und genießen. 

Kastanien-Ravioli mit Maronen-Ziegenkäse-Füllung

Zutaten

  • 200 g Kastanienmehl
  • 200 g Hartweizengrieß
  • 4 Eier
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Zwiebel
  • 90 g Butter
  • 4 EL Honig
  • 250 g vorgegarte Maronen
  • 200 g Birnen
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • frischer Thymian
  • Salz und Pfeffer

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Zubereitung

  1. Kastanienmehl mit Salz und Hartweizengrieß vermischen. Die Eier und das Öl hinzugeben und zu einem Teig verkneten. Für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Die Füllung vorbereiten: Dafür Zwiebel, Maronen (100 g) und Birne in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebelwürfel mit 70 g Butter glasig dünsten und mit 2 EL Honig karamellisieren. Gewürfelte Maronen hinzugeben und rund fünf Minuten köcheln lassen. Birnenstücke dazugeben und die Füllung abkühlen lassen. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Frischkäse unterrühren.
  3. Den Nudelteig dünn zu zwei Teigbahnen ausrollen. Auf eine Teigfläche in regelmäßigen Abständen je zwei Teelöffel Füllung geben. Die Ränder mit etwas Wasser befeuchten und die zweite Teigbahn darüberlegen. Nudelteig leicht andrücken und mit einem Ausstecher oder einem Glas die Ravioli ausstechen.
  4. Wasser zum Kochen bringen, Salz hinzugeben und die Ravioli circa vier Minuten ziehen lassen. 
  5. Die übrigen Maronen (150 g) in der restlichen Butter mit Thymian und Honig anbraten. Ravioli kurz hinzugeben und direkt danach servieren.

Esskastanien-Glühwein-Kuchen

Zutaten

  • 200 g vorgegarte Esskastanien
  • 3 Eier
  • 250  Zucker
  • 200 ml pflanzliches Öl
  • 200 ml Glühwein
  • 300 g Mehl
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 75 g Pekannüsse (gehackt)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 200 g Zartbitterkuvertüre
  • 20 g Kokosfett
  • Nüsse zur Deko

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Zubereitung

  • Eier und Zucker cremig aufschlagen. Unter Rühren das Öl und den Glühwein hinzugeben.
  • Esskastanien fein hacken und mit Mehl, Zimt, Lebkuchengewürz, Nüssen und Backpulver mischen. Unter die flüssige Eiermasse rühren, sodass ein homogener Teig entsteht.
  • Kuchenform einfetten und den Teig hineingeben. Bei 180 Grad circa 50 Minuten backen (Stäbchenprobe durchführen!).
  • Den Kuchen aus der Form holen und abkühlen lassen.
  • Währenddessen den Schokoladenguss vorbereiten. Dafür die Kuvertüre mit dem Kokosfett über einem Wasserbad schmelzen lassen. Die Glasur über den Kuchen geben und mit den Nüssen dekorieren.