Feiern mit Freunden: So werden Sie zum perfekten Gastgeber

Was gibt es Schöneres, als Freunde um den Tisch zu versammeln? Hier kommen Ideen für leckere Häppchen, Servierplatten und die passende Tischmusik – nein, diesmal nicht vom Band. Das DONNA-Extra übers Einladen.

Gedeckter Holztisch mit Speisen und Getränken, an dem mehrere Freunde sitzen

Mehr Feiern, mehr Freunde: Mit unseren Tipps und Rezeptideen gelingen Abende voller Glück und gelungener Gastlichkeit.

Kleine Verführer: 3 schnelle, einfache Fingerfood-Rezepte

Häppchen vorbereiten ist oft besser, als in der Küche zu schwitzen: Das sind die besten Fingerfood-Tipps aus der DONNA-Redaktion:

1. Gefüllter Brotlaib

„Diese Idee habe ich von Feinkost Käfer geklaut: Von einem großen runden Brotlaib schneidet man oben und unten eine Art Deckel ab. Aus dem Rest, dem „geköpften Brot“ schmiert man lauter kleine Doppeldecker-Brote und türmt sie zwischen die Deckel sternförmig auf- und übereinander – wie bei einem Hamburger.“ Katja Dreißigacker, Ressortleitung Beauty

2. Warme Antipasti

„Ich gebe Oliven, Walnüsse und Trauben auf ein Blech, darüber einen Mix aus Öl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer und Kräutern der Provence. Bei 180 Grad 30 Minuten in den Ofen. Duftet köstlich!“ – Ischta Lehmann, Redaktion Reise & Genuss

3. Blätterteig-Schnecken

„Überraschungsbesuch? Ein Päckchen Tiefkühl-Blätterteig und etwas Parmesan hat man ja meist zu Hause. Teig mit Eigelb bestreichen, Parmesan drüberreiben, salzen, pfeffern. Teig aufrollen, in fünf Millimeter dicke Scheiben schneiden und bei 180 Grad zehn bis 15 Minuten backen. Auch klasse: die Kombi von Ziegenfrischkäse und frischen Minzblättern.“ – Sina Teigelkötter, Redaktion Leben & Lieben

Unterhaltungsprogramm für die Abendeinladung

Sie laden alle Nachbarn ein? Oder Freunde, die sich nicht kennen? Dann kann es extrem hilfreich sein, etwas Programm zu bieten: Musiker und Märchenerzähler sorgen für Gesprächsstoff – und sehr gute Laune!

1. Lesen lassen

Da ist dieses Buch oder Gedicht, das Sie einfach lieben. Warum nicht mit Ihren Gästen teilen? Oder gemeinsam ein neues Werk entdecken? Buchen Sie einen professionellen Schauspieler oder Sprecher, überlegen Sie sich gemeinsam einen Ablauf. Wichtig: Begrenzen Sie den Vortrag zeitlich, kündigen Sie das vorher an – damit genug Raum bleibt, um zu plaudern. Sprecher findet man über die Schema K Künstlerbörse, Sprecherkartei oder Deutsche Künstlervermittlung.

2. Rasant überraschen

Zahlreiche kreative Geister warten nur darauf, Ihr Fest zu bereichern: vom Wahrsager bis zum Clown, vom Kinderschminken bis zur Zaubershow – diese Investition macht garantiert Freude. Eine große Auswahl Showkünstler können Sie unter anderem über Eventpepper buchen.

3. Live-Musik buchen

Ob stimmungsvolle Kammermusik oder ein lässiges Jazz-Trio, den Sänger mit Gitarre oder einen Dudelsackspieler – Sie suchen aus, was zum Ort passt, und machen den Musikern ein Preisangebot. Wetten, nach der Party wollen alle diesen Geheimtipp haben? Künstler finden Sie zum Beispiel bei Sofa Concerts oder Guxme.de.

Und dann noch der Einkauf: Mit Koch-Boxen Zeit und Arbeit sparen

Wer arbeitet, dem ist die Planung für eine Dinnerparty schnell zu viel. Eine Koch-Box kann da Wunder wirken: Ein paar Klicks im Netz und schon landet eine Kiste vor der Tür, in der neben einer hübschen Rezeptkarte alles passend abgemessen ist, was man zum Kochen braucht. Beim Anbieter Marley Spoon wählt man aus zehn Gerichten pro Woche seine Lieblinge aus. Die gibt es normalerweise in Größen für zwei oder vier Personen – wer mehr Leute einlädt, bestellt einfach mehrere Boxen. Die Zutaten werden dann gut gekühlt geliefert, die Kochzeit liegt meist bei 30 Minuten. Ab Anfang November kann man bei Marley Spoon und HelloFresh auch Menü-Boxen inklusive Dessert bestellen, speziell für die Vorweihnachtszeit. Und: Nicht abschrecken lassen, wenn man ein „Abo“ abschließen muss – einfach direkt wieder beenden, dann wird daraus eine Einzelbestellung.

Supperclub-Gäste beim Abendessen im Restaurant „Muse” in Berlin

Unter der Woche gibt es im „Muse” Sandwiches und Soulfood, zweimal im Monat laden Caroline Grinsted und Tobias Zeller zu speziellen Events ein.
 

Als Gastgeber entspannt bleiben

Was man dafür tun muss, verrät Caroline Grinsted, Restaurant-Chefin und ein Profi in Sachen Dinnerparty: Mehrere Jahre bewirteten die Britin und ihr deutscher Mann Tobias Zeller in einem privaten „Supperclub“ Gäste bei sich zu Hause. Das lief so gut, dass sie vor vier Jahren mit dem „Muse“ ihr eigenes Restaurant in Berlin eröffneten.

DONNA: Frau Grinsted, was ist das Wichtigste für eine gelungene Dinnerparty?
Caroline Grinsted: Sich entspannen. Die Gäste reagieren auf die Gastgeberin. Wenn es in der Küche keinen Spaß macht, ist es auch kein Spaß für die Gäste. Lieber nur guten Käse, Schinken und Brot kaufen, als sich und die Gäste mit einem komplizierten Menü zu stressen.

Serviert man heutzutage noch einen Aperitif vor dem Essen?
Ja, er ist wichtig, damit die Gäste schon mal etwas in der Hand haben. Wir servieren zum Beispiel gern Blutorangen-Negroni mit Rosmarin.

Muss man vorher abfragen, wer was nicht verträgt?
Ja, ich finde es wichtig zu wissen, ob jemand Vegetarier ist oder allergisch reagiert. Ich freue mich aber, wenn die Liste nicht lang ist.

Und dann? Gibt’s eine Extrawurst?
Genau. Der Geschmack der Alternative sollte dem „Normalen“ möglichst ähnlich sein, damit der ausgewählte Wein auch dazu passt. Wenn es als normalen Gang ein Steak mit Sauce béarnaise gibt, servieren wir zum Beispiel als vegetarische Variante ein Pilz- oder Auberginen-Steak mit Béarnaise.

Wie viel Zeit muss ich fuür einzelne Gänge einplanen?
Wir rechnen etwa eine halbe Stunde pro Gang. Am Anfang lieber etwas schneller auftragen, danach kann man sich Zeit lassen.

Sie haben Lust, mal einen Supperclub auszuprobieren?

  • Zwei Italiener in Berlin: Chiaras und Marcos Italian Supperclub „Metti una sera a cena
  • Zelebriert in München die Geschichten hinter dem Essen: das „Blaue Wunder“ von Food-Fotografin Vivi D'Angelo
  • Ein cooler Chemnitzer in Bayern: der „Secret Supperclub“ von Gourmandpunk Sebastian Hoffmann

Text: Ischta Lehmann

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