Die Food-Trends des Jahres: Das essen und trinken wir 2018

Neues auszuprobieren, macht Spaß – das gilt ganz besonders bei Food-Trends. DONNA zeigt ein Glossar zum Mitreden und Ausprobieren: Hier kommen 13 Ernährungstrends, exotische Gemüsesorten und Getränke, die Gesundheitsbewusste, Genießer und Foodies dieses Jahr begeistern werden.

Eine Tasse Aktivkohle-Cappuccino und ein Kaktus stehen auf einem Tisch mit Lochmuster über gelben Stühlen

Farbfilter falsch angewendet? Nein – dieser Kaffee ist durch die enthaltene Aktivkohle tatsächlich schwarz. Wir stellen Ihnen diesen und weitere Food-Trends für 2018 vor.

Von den neuesten Superfoods, die angeblich wahre Wunderkräfte besitzen, über außergewöhnliche Trend-Getränke bis hin zu neuen Ernährungsprinzipien: Hier kommen 13 Food-Stars, von denen Sie 2018 noch häufiger hören werden.

Ernährungstrend Bowl Food: 3 gesunde Rezepte

1. Purple Yams

Seit wir dazu neigen, hübsches Essen zu fotografieren, werden farbige Produkte per Instagram schneller zum Star. Geschmacklich ist die Yams-Wurzel, auch Ube-Wurzel genannt, weitgehend neutral, ähnelt am ehesten der Süßkartoffel. Gekocht kann man sie dann auch wie Kartoffeln genießen oder zu lila Shakes, Pürees und sogar Eiscremes verarbeiten. In Japan sind Ube-Desserts extrem beliebt, weshalb man die Knolle hierzulande auch am ehesten in Asia-Märkten kaufen kann.

2. Erbsenprotein

Jeder, der sich möglichst gesund ernährt, vielleicht sogar auf Fleisch und Fisch verzichtet und viel Sport treiben will, fragt sich irgendwann: Und wie nehme ich genug Proteine zu mir? Mit ein bisschen Know-how ist das leicht zu bewerkstelligen. Noch leichter soll es jetzt mit Proteinpulver werden. Erbsen sind dabei die neuen Stars, denn das aus ihnen hergestellte Proteinpulver ist sehr sättigend, neutral im Geschmack und enthält nebenher acht der neun essenziellen Aminosäuren (in der Kombination mit Reis sogar alle) und viele weitere wichtige Nährstoffe. Nun gut, man könnte auch einfach Erbsen und Reis essen…

3. Craft Spirits

Nach den Craft Beers, den liebevoll hergestellten, ungewöhnlichen Bieren aus kleinen Brauereien, macht sich jetzt das gleiche System in der Welt des Hochprozentigen breit: Neuerdings kauft man Gin, Whisky und Bitter mit eigener Geschichte. Sie stammen nicht aus Massenproduktion, sondern von lokalen Handwerksbetrieben (zum Beispiel Stählemühle in Eigeltingen, Mondini in Traunstein), kombinieren besonders gute Qualität mit tollem Design – und versprechen statt schnellen Kopfkreisens ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis.

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4. Goth-Latte

Dieses Getränk aus Kaffee und Milch ist schwarz wie Kohle – und hat tatsächlich Aktivkohle auf seiner Zutatenliste. Die ist schon seit einiger Zeit eine beliebte Zutat im Kosmetik-Sektor. Ihr wird nachgesagt, dass sie Giftpartikel im Körper bindet, allerdings offenbar auch Vitamine, also sollte man sie nur in Maßen konsumieren. Geschmacklich bleibt Aktivkohle neutral. Übrigens: Zahlreiche Küchenchefs setzen neuerdings auf die besonderen Aromen von verbranntem Gemüse.

5. Gemüse ist das neue Fleisch

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Fleisch aus Massentierhaltung hat zu so viel Frust geführt, dass auch Spitzenküche wie Yotam Ottolenghi sich seit einiger Zeit lieber dem Gemüse widmen. Und damit Hobbyköche inspirieren. Die Prognose für 2018: Während das Vertrauen in industriell hergestellte Lebensmittel weiter sinkt, werden Wochenmärkte und Gemüsekisten boomen.

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6. Essen im Dunkeln

Dass die Umgebung den Geschmack beeinflusst, ist klar. Aber wie sehr Beleuchtung, Geräusche und Gerüche für überraschenden Genuss sorgen können, nutzt eine neue Richtung namens „Neurogastronomie“ oder „Multisensorisches Dining“. Warum zum Beispiel nicht mal ganz im Dunkeln tafeln, zum Beispiel beim Gastronomie-Event „Dans le Noir“ in diversen Großstädten? Unser Geruchssinn, unsere Ohren und Zunge können dabei zu Höchstformen auflaufen – und alles wahrnehmen, als sei es das erste Mal.

7. Avocado-Öl

Nachdem die Avocado zum Blogger-Liebling wurde, kommt jetzt ihr Öl: mild im Geschmack, hitzeresistent, voller Antioxidantien und ungesättigter Fette.

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8. Levante

Diese östliche Mittelmeerregion (Syrien, Israel, Libanon, Jordanien) prägt als Nebeneffekt der Migration jetzt unsere Küchen und bereichert sie unter anderem mit Hummus, Falafel und Shakshuka.

9. Hefeflocken

Sie riechen gewöhnungsbedürftig, sind aber als gesundes (eiweiß- und vitaminreiches) Würzmittel sehr beliebt. Hefeflocken fungieren außerdem als natürlicher Geschmacksverstärker.

10. Heimische Küchenchefs

Die boomenden Koch-Shows und -Dokus stacheln uns in der Küche zu Höchstleistungen an. Weshalb wir 2018 sautieren und glacieren werden, was das Zeug hält.

11. Fried Pickles

Auf der Suche nach neuen Zungenreizen war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis jemand saure Gurken frittierte. Ob die Welt Fried Pickles braucht, ist eine andere Frage.

12. Nootropics

Gehirn-Booster wie Nüsse und Fisch waren gestern. Jetzt wird Bekanntes aufgerüstet. Zum Beispiel Koffein-Kaubonbons, die uns extrafokussiert machen sollen – die zu den sogenannten Nootropics gehören.

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13. Pilze

Forschungen zeigen, dass Pilze nicht nur den Blutzucker ausbalancieren und Entzündungen bekämpfen, sondern auch noch Gifte aus dem Körper leiten. Her damit!