So frühstückt die Welt: 3 internationale Rezeptideen

Würzige Suppe statt Butterbrot und Müsli: Das Frühstück fällt in anderen Ländern für den deutschen Gaumen eher ungewohnt aus. DONNA Online zeigt, wie der Start in den Tag in Schweden, Spanien und Co. aussieht und stellt drei Rezeptideen vor.

Goldbraun frittierte Churros liegen mit Zimt und Zucker bestreut auf einer Holzplatte

Churros ist das liebste Frühstück der Spanier – wie sieht es in anderen Ländern aus? DONNA Online zeigt internationale Rezeptideen.

Ein Brötchen mit Butter und Marmelade, Käse oder Wurst, dazu eine Tasse Kaffee. So sieht hierzulande oftmals das typische Frühstück aus. In anderen Ländern und Kulturen bringt der Start in den Tag eine für den deutschen Gaumen ungewohnte Geschmacksvielfalt – da gibt es Eiergerichte, Misosuppen oder Dosenfleisch. Wir zeigen Ihnen drei außergewöhnliche Rezepte aus Spanien, Japan und Hawaii. Vielleicht ist Ihr neues Lieblingsfrühstück dabei?

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Fladenbrot, Würstchen und Co.: So frühstückt die Welt

Ein typisches Frühstück in der Türkei besteht aus Fladenbrot, das mit Tomaten, Paprika, Oliven, Gurken und Schafskäse gefüllt wird. Dazu serviert man Rührei, Knoblauchwurst und gefüllte Yufkateig-Röllchen.

In Großbritannien landen für ein „Full English Breakfast“ Toast- oder Sauerteigbrot mit Speck und Baked Beans auf dem Teller. Dazu gibt es Würstchen, Eier, Champignons und gegrillte Tomaten.

In Hawaii sorgt viel frisches Obst für einen gesunden Start in den Tag: Mango, Papaya, Guave und Ananas sind bei fast jedem Hawaiianer auf dem Frühstücksteller zu finden. Außerdem typisch ist hawaiianisches Bananenbrot oder das Gericht „Loco Moco“: Auf eine Portion Reis kommt ein Hackfleisch-Patty, zwei bis drei Spiegeleier, braune Soße und Zwiebeln.

Die Schweden servieren zum Frühstück gerne Haferbrei, den sogenannten „Havregrynsgröt“ mit Früchten und Milch. Dazu gibt es „Smörsgåsar“: Knäckebrot mit salziger Butter, das mit Wurst oder Käse belegt wird. Hart gekochte Eier mit Kaviar und Sill, eingelegter Hering, runden das Frühstück ab. Zum Trinken gibt es ein Glas mit Zimt und Zucker gewürzte „Filmjölk“: Eine Art Dickmilch, die der Buttermilch hierzulande ähnelt.

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Die Franzosen mögen es bekanntlich simpel und begnügen sich am frühen Morgen oftmals mit einem Croissant mit Butter und Marmelade oder einem Baguette mit Camembert. (Fast) immer mit dabei: eine große Schale Milchkaffee.

Die Spanier mögen es gemütlich und frühstücken gleich zweimal. Beim ersten kleinen Frühstück werden in flüssige Schokolade getunkte Churros verspeist. Das frittierte und in Zucker gewälzte Spritzgeback ist köstlich – allerdings auch eine echte Kalorienbombe. Etwas später am Vormittag gibt es das sogenannte „Bikini“. Ein mit Schinken und Käse gefülltes Toast-Sandwich, das im Ofen gebacken wird.

Verschiedene Eiergerichte mit Bohnen, Chilis und Tortillas, den mexikanischen Maisfladen, gibt es in Mexiko. Wer keine Eier mag, ist die Tortillas einfach gefüllt: mit Tomaten, Chilis, Knoblauch, Zwiebeln und Fleisch oder Fisch. Eine Portion frisches Obst, frischer Orangensaft und mexikanischer Kaffee gehören ebenfalls zu einem gelungenen Frühstück.

In Japan gibt es auch zum Frühstück herzhaftes: Misosuppe mit Tofu, Algen und Reis, eingelegtes Gemüse oder fermentierte Sojabohnen, die sogenannten „Nattō“, kommen hier morgens auf den Tisch. Dazu gibt es traditionell grünen Tee.

Die Amerikaner mögen es in puncto Frühstück eher üppig: French Toast, Pancakes oder Blaubeermuffins sind mittlerweile auch in Deutschland angekommen und ein beliebtes Frühstück am Sonntagmorgen.

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Hawaii, Japan und Spanien – 3 Länder, 3 Frühstücksrezepte

1. Hawaiianisches Banana Bread

    Zutaten für ein Brot

    • 4 sehr reife Bananen (etwa 400 g)
    • 80 ml geschmacksneutrales Öl, z.B. Sonnenblumenöl
    • 80 g Zucker
    • 250 g Mehl (Type 405)
    • 10 g Backpulver
    • Etwas Zimt
    • Optional: Das Mark einer Vanilleschote und 100 g Schokolade

    Zubereitung

    1. Den Ofen auf 170 Grad Umluft (185 Grad bei Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Bananen zerdrücken und mit Sonnenblumenöl und Zucker vermengen.
    2. Mehl, Backpulver und Zimt dazugeben und den Teig kurz umrühren. Optional: Nun das Mark der Vanilleschote in den Teig geben. Die gehackte Schokolade zum Schluss unter den Teig heben.
    3. Eine Kastenform einfetten und den Teig in die Form geben.
    4. Das Bananenbrot für etwa 50 Minuten backen. Falls nötig, den Kuchen nach 30 bis 40 Minuten mit Alufolie abdecken, um zu vermeiden, dass er schwarz wird.

    2. Spanische Churros

      Zutaten für ca. zehn Stück

      • 75 g Butter
      • 250 ml Wasser
      • 1 Prise Salz
      • 110 g Mehl
      • 3 Eier (Größe M)
      • 1,5 l Öl zum Frittieren
      • 225 g Zucker
      • 2 TL Zimt
      • falls vorhanden ein Fleischthermometer

      Zutaten für die Schokoladensoße

      • 75 ml Milch
      • 100 ml Schlagsahne
      • 150 g Schokolade mit 70 % Kakaoanteil

      Zubereitung

      1. Butter, 250 Milliliter Wasser und Salz in einem Topf aufkochen. Das Mehl mithilfe eines Siebes einstreuen und mit einem Lochlöffel unterrühren. Die Herdplatte ausschalten, den Topf auf der heißen Platte stehen lassen. So lange weiterrühren, bis sich der Teig als Kloß vom Boden löst und sich auf dem Topfboden ein weißer Film bildet. Den Teig in eine Rührschüssel füllen.
      2. Den Teig abkühlen lassen und immer wieder umrühren. Eier hinzufügen und mit dem Kochlöffel unterrühren, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
      3. In einem weiten Topf das Öl auf 175 bis 180 °C erhitzen.
      4. Den Teig in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen. Je drei Streifen (à ca. 13 cm Länge) vorsichtig direkt in das heiße Öl spritzen, den Teig dabei mit einem Messer abtrennen. Die Churros unter Wenden vier bis fünf Minuten goldbraun frittieren.
      5. Die fertigen Churros mit einer Schöpfkelle herausnehmen und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.
      6. Zucker und Zimt mischen. Die noch heißen, abgetropften Churros in der Zucker-Zimt-Mischung wenden und am besten warm genießen.

      Zubereitung der Schokoladensoße

      1. Milch und Sahne in einem kleinen Topf aufkochen und vom Herd nehmen.
      2. Schokolade in Stücke brechen oder hacken und in der heißen Milch-Sahne-Mischung auflösen.
      3. Soße bei geringer Hitze warm halten und gelegentlich umrühren.

      3. Japan: Misosuppe mit Tofu, Algen und Reis

        Zutaten

        • 5 g Wakame-Algen
        • 150 g Tofu
        • 1/2 Bund Asiatischer Schnittlauch
        • 1 l vegane Dashi-Brühe (Instant-Pulver in Asia-Läden erhältlich)
        • 2 EL Miso-Paste
        • frisch gemahlener Szechuan-Pfeffer
        • 4 TL Sesam-Öl

        Zubereitung

        1. Die Wakame-Algen mit heißem Wasser übergießen und ca. zehn Minuten ziehen lassen. Im Anschluss abgießen, abtropfen lassen und kleinschneiden.
        2. Den Tofu würfeln. Schnittlauch waschen, trocken schütteln und fein schneiden
        3. Dashi-Brühe aufkochen, geschnittene Wakame-Algen und Tofu zugeben, alles kurz aufkochen und die Hitze dann reduzieren
        4. Miso-Paste mit etwas heißer Brühe glatt rühren und unter die übrige Brühe rühren.
        5. Miso-Suppe nach Belieben mit etwas Pfeffer abschmecken, in Schüsseln anrichten, mit Schnittlauch bestreuen und mit Öl beträufeln. Dazu schmeckt Basmati-Reis.