Superfood Grünkohl: 3 Gründe, wieso Sie das Wintergemüse essen sollten

Grünkohl ist reich an Vitaminen und Mineralien, schmeckt fantastisch und ist ein absoluter Winterklassiker. Warum Sie das Blattgemüse besonders in der kalten Jahreszeit essen sollten, was er für Ihre Gesundheit tun kann und wie Sie Grünkohl schmackhaft zubereiten, lesen Sie hier.

Detailausschnitt zweier Frauenhände, die einen weißen Teller mit gesalzenem Grünkohl halten

Grünkohl gilt nicht grundlos als wahres Superfood: Lesen Sie bei DONNA, welche Vorteile das Wintergemüse mit sich bringt.

Grünkohl gilt als wahres Superfood. Doch was kann das grüne Gemüse wirklich? Wir erklären Ihnen, welche Nährstoffe der Kohl mit sich bringt und wieso Sie Ihn unbedingt in Ihre winterliche Küche integrieren sollten.

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1. Weil Grünkohl im Winter Saison hat

Grünkohl, auch Braunkohl, Krauskohl oder Friesenpalme genannt, ist ein typisches Wintergemüse. In den Monaten von November bis März wird das Kreuzblütengewächs in Deutschland regional angebaut und geerntet. Wer sich selbst und der Umwelt zuliebe hauptsächlich regional beziehungsweise saisonal ernährt, darf in dieser Jahreszeit besonders oft zu Grünkohl greifen.

Durch den Kauf von saisonalen Produkten erhalten Sie stets frisches, nährstoffreiches, langhaltendes und schmackhaftes Gemüse, das direkt vom Erzeuger und ohne lange Transportwege auf dem eigenen Teller landet. Zwischen Erzeugung und Verbrauch entstehen somit keine unnötigen Wege, die Umwelt wird geschont, sozialen Ungerechtigkeiten entgegengewirkt und der Preis bleibt realistisch, da keine weiteren Mittelsmänner bezahlt werden müssen. So können auch besser ökologisch verträgliche Produktionsmethoden unterstützt werden. Das ausgegebene Geld bleibt in der Region, kann dort reinvestiert werden und das Überleben kleiner Landwirte und Unternehmen sicherstellen. Echtes Handwerk wird wertgeschätzt und Transparenz sowie Vertrauen zwischen Kunde und Erzeuger geschaffen. Wenn Grünkohl in Ihrer Einkaufstasche landet, können Sie also guten Gewissens schlemmen!

2. Weil Grünkohl Ihre Gesundheit fördert

Wussten Sie, dass Grünkohl zu den regionalen Superfoods zählt? Seine Nährstoffdichte gepaart mit dem hohen Vitalstoffgehalt, machen ihn zu einem der gesündesten Wintergemüsen, die zudem basenbildend auf den Säure-Basen-Haushalt des Körpers wirken. Der Kohl beinhaltet viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die gerade im Winter von großer Bedeutung für unsere Gesundheit sind: Die krausen Blätter enthalten die Vitamine K, C, A und E, die in der Erkältungszeit unser Immunsystem und die Abwehrkräfte stärken. Auch in puncto Mineralien kann Grünkohl einiges vorweisen: Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink. Diese fördern unsere Gesundheit, Vitalität und körperliche Ausgeglichenheit. Die im Grünkohl enthaltene Menge an hochwertigem Protein – nämlich vier Gramm pro hundert Gramm Kohl – sorgt dafür, dass das Gemüse immer wieder auch als alternative Quelle zu tierischem Eiweiß vorgeschlagen wird.

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Aber nicht nur seine Vitamine und Mineralstoffe sprechen für den häufigen Verzehr von Grünkohl. Das Gemüse kann noch mehr: die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe und Antioxidantien wie Polyphenole, Beta-Carotin oder Flavonoide sind natürliche Schutzschilde gegen freie Radikale und diverse Krankheiten. Die Stoffe wirken vorzeitiger Hautalterung entgegen, sind antimikrobiell und entzündungshemmend und können den Blutdruck senken sowie das Herz schützen. Man sagt den Inhaltsstoffen des Grünkohls sogar eine heilende Wirkung auf Krebszellen nach.

3. Weil Grünkohl besser schmeckt, als Sie denken

Wer bei Grünkohl nur an das im norddeutschen Raum beliebte Gericht „Grünkohl mit Pinkel“ denkt, der tut ihm Unrecht. Das vielfältige Wintergemüse schmeckt nicht nur zu Pinkel, Kasseler oder Mettwürstchen, sondern macht sich auch als Suppeneinlage, in Eintöpfen oder angebraten zu Pasta und Co. sehr gut. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass auch beim Grünkohl die Devise gilt: je weniger gekocht, desto mehr wichtige Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Daher geht der Trend immer mehr in die Richtung, Grünkohl roh zu genießen. Etwa als Grünkohl-Salat, als Zutat in grünen Smoothies oder als leckere getrocknete Variante – Kale Chips.

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Zutaten

250 g Grünkohl
3 Esslöffel Olivenöl
etwas Salz

Zubereitung

  1. Entfernen Sie den Strunk des Grünkohls und reißen Sie die Blätter in mundgerechte Stücke. Hierbei darauf achten, dass diese nicht zu klein werden, da der Kohl im Backofen ordentlich schrumpft.
  2. Anschließend werden die Blätter gründlich gewaschen und noch gründlicher getrocknet, am besten mit Hilfe einer Salatschleuder.
  3. Jetzt vermischen Sie den Kohl mit dem Olivenöl und der beliebigen Menge an Salz. Wer möchte, kann die Marinade mit etwas Chili-, Paprikapulver oder sogar Erdnussbutter verfeinern.
  4. Danach wird das Ganze auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilt und im vorgeheizten Ofen, bei 130 Grad für circa 30 bis 40 Minuten gebacken.

Tipp: Wenn Sie zwischendurch die Ofentür öffnen, kann der Wasserdampf entfliehen und die Kale Chips werden schneller trocken.