9 Interior-Designklassiker für jedes Budget

Es gibt Stücke, die einfach nie aus der Mode kommen – auch im Interior-Bereich. Welche Möbel, Lampen und Dekoelemente zu den absoluten Klassikern zählen und weshalb es sich lohnt, in die ein oder andere Designikone zu investieren? Hier kommen neun Teile ab 40 bis 500 Euro.

Nahaufnahme eines gelben Vitra Eames Plastic Chair mit Metallfüßen und einem roten Vitra Elefant im Hintergrund

Der Eames Plastic Chair von Vitra ist seit über 50 Jahren nicht mehr aus der Interior-Welt wegzudenken und dank seiner Wandelbarkeit für jeden Einrichtungsstil geeignet.

Zeitlos, mit hohem Wiedererkennungswert und qualitativ hochwertig: Diese Eigenschaften zeichnen Klassiker in der Mode, aber auch im Interior-Bereich aus. Zu Stilikonen werden Produkte, deren Design so herausragend schön ist, dass es für ihre Zeit prägend und auch über Generationen hinweg gefragt ist. Während man für viele Fashion-Klassiker, beispielsweise eine Chanel-Handtasche oder ein Mantel von Burberry, mehrere tausend Euro hinblättern muss, gibt es im Wohnbereich einige Designerteile, die zwar teuer, aber durchaus bezahlbarer sind. Das Besondere an diesen Interior-Klassikern: Die Teile sprechen für sich selbst und lassen sich zu jedem Wohnstil kombinieren.

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1. Eames Plastic Chair

Die Grundidee des 1950 von Charles und Ray Eames designten Stuhls war es, eine körpergerechte Sitzschale zu entwerfen. Da Materialien wie Holz oder Aluminium nicht das erwünschte Ergebnis erzielten, entwickelten die beiden Designer den Stuhl aus mit Fiberglas verstärktem Polyesterharz. Der Stuhl stellt den Prototyp eines multifunktionalen und vielseitig kombinierbaren Möbelstücks dar. Denn den Eames Chair gibt es in verschiedensten Varianten: mit oder ohne Seitenlehne, mit Stuhlbeinen aus Metall, Holz oder als Schaukelstuhl und mit einer Sitzfläche in unterschiedlichen Farben. Der Preis für den Designerstuhl startet bei rund 260 Euro.

2. „Stool 60“ von Alvar Aalto

Eigentlich designte Alvar Aalto den Hocker für die Bibliothek in Viipuri, deren Gebäude und Interior er ebenfalls entwarf. Die Wunschvorstellung des finnischen Architekten und Möbeldesigners: stabile und preiswerte Sitzgelegenheiten, die stapelbar, langlebig und trotzdem klassisch schön sind. Da die Hocker in seinem Heimatland gefertigt werden sollten, entschied Aalto sich für Birkenholz – ein Material, das in Finnland in großen Mengen vorhanden ist. Dabei heraus kam der „Stool 60“, ein Hocker mit drei Beinen in L-Form, der auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkt. Das schlichte Design, seine Funktionalität, Vielseitigkeit und Robustheit machten das Designstück zum Kassenschlager: Mehr als fünf Millionen Exemplare wurden seit 1930 verkauft. Der Originalhocker wird vom finnischen Möbelhersteller Artek gefertigt und kostet circa 200 Euro.

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3. Kubus-Kerzenhalter by Lassen

Dieser Dekoklassiker aus dem Jahr 1962 lässt vor allem das Herz von Einrichtungsminimalisten und Fans skandinavisch-cleaner Designs höherschlagen. Der von Mogens Lassen entworfene, puristische Kerzenständer war ursprünglich als kleine Serie von Einzelstücken gedacht. Dank der Beliebtheit und Experimentierfreunde des dänischen Architekten entstand schließlich eine ganze Kollektion. Die Kubus-Kerzenhalter werden bis heute im dänischen Holstebro gefertigt. Die Dekostücke gibt es in verschiedensten Farbvarianten und kosten um 130 Euro.

4. „Hang it all“ von Vitra

Diese Garderobe erinnert ein wenig an ein Kunstwerk: Das verschnörkelte Gitter mit den kugelförmigen Kleidhaken ist bereits seit 1953 auf dem Markt. Die farbenfrohen Kugeln sollten eine Alternative zu herkömmlichen, „langweiligen“ Garderobenhaken darstellen und auch für Kinderzimmer geeignet sein. Wem das zu bunt ist, kann sich die „Hang it all“ auch eine dezentere Variante mit einfarbigen Kugeln zulegen. Um 275 Euro.

5. „WG24“ Lampe von Wagenfeld

Bauhaus feiert 2019 seinen 100. Geburtstag. Die Häuser, Möbel und Accessoires der Stilrichtung sind bis heute gefragt. So auch die Lampe „WG24“, die 1924 von Wilhelm Wagenfeld als Tischleuchte entworfen wurde. Das Design mit rundem Glasschirm, Metallschaft und runder Bodenplatte gilt als Prototyp der Bauhaus-Lampen. Da das Licht bei der „WG24“ nach oben anstatt nach unten strahlt, war sie für ihren eigentlichen Zweck als Tischbeleuchtung nicht geeignet. Obwohl die Produktion deshalb nach sechs Jahren eingestellt wurde, ist das Designstück seit 1980 wieder auf dem Markt und zu einer Bauhaus-Ikone geworden. Erhältlich ab 400 Euro.

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6. String-Regal

Der schwedische Bonnier-Verlag suchte 1949 bei einem Designwettbewerb nach einem Regal, das preiswert, stabil und variabel ist. Den ersten Platz belegte der Entwurf von Designer Nisse Strinning – und startete einen weltweiten Siegeszug. Das String-Regal besteht aus einzelnen Brettern, die an einer kleinen Leiter über einen Haken verbunden sind. Das funktionale Möbelstück prägte die Wohnzimmer im Nachkriegsdeutschland und wurde auch als größere Variante mit Unterschränken auf den Markt gebracht. Tipp für alle Vintage-Fans: Da das Regal in den 1950er- und 1960er-Jahren fast in jedem Haushalt zu finden war, gibt es viele günstigere Secondhand-Modelle. Neupreis ab 100 Euro.

7. Holzaffe von Kay Bojesen

Der Holzaffe, der Interior-Fans heute vor allem als origineller Dekogegenstand dient, wurde 1951 aus einem ganz anderen Grund erfunden: Mit seinen langen Armen sollte die Tierfigur Kindern dabei helfen, ihre Jacken an Garderoben aufzuhängen und durch ihre verspielte Optik dazu animieren, dies auch wirklich zu machen. Kostenpunkt: ab 70 Euro.

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8. „PH5“ von Louis Poulsen

Der dänische Beleuchtungshersteller hat gleich mehrere Designklassiker im Portfolio. Am bekanntesten ist wohl die 1958 auf den Markt gebrachte Lampe „PH5“, die mit ihrem Dreischirmsystem Licht nach unten und zur Seite strahlt, ohne dabei zu blenden. Die Classic-Variante erzeugt durch den innenliegenden, roten Kegel und ein kleines Reflektorteil ein wärmeres Licht und ist ab 500 Euro erhältlich.

9. Lyngby Vase

Wie viele Designklassiker ist die schnörkellose Vase von der Bauhaus-Bewegung inspiriert. Das Porzellanstück kam 1930 auf den Markt und ist mit seiner prägnanten, geriffelten Struktur eine Designikone des Funktionalismus. 2012 wurde die Produktion der Vase wieder vom Originalhersteller Porcelænsfabrikken Danmark aufgenommen. Neben dem Klassiker aus weißem Porzellan werden mittlerweile auch unterschiedliche Größen und Modelle aus Glas sowie farbige Varianten angeboten. Ab 40 Euro.

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