Wohninspiration: So bunt wohnt Rice-Gründerin Charlotte Hedeman Guéniau

Hemmungslos tunkt Charlotte Hedeman Guéniau, Gründerin des Wohnlabels Rice, die Welt in Farbe, erst recht in ihrem Zuhause. Man kann nicht anders: Man muss es lieben! DONNA Online gibt einen Einblick in das bunte Haus der Dänin.

Das Wohnzimmer der Rice-Gründerin Charlotte Hedeman Guéniau mit grauem Sessel und Sofa, türkisen Vorhängen und gepunkteter Tapete

Helle Räume und viel Licht: Charlotte Hedeman Guéniau mixt am liebsten kühle Töne mit warmen Akzenten.

Man nehme dunkles Violett, Petrol und Minze, geselle Sonnengelb, Rot und Rosa dazu und mache auch vor Grau, Türkis, Hellblau nicht halt – klingt, als wäre ein Farbtopf explodiert, oder? Doch erstaunlicherweise funktioniert diese wilde Mischung im dänischen Odense ziemlich gut.

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Hier steht das zweistöckige Haus von Charlotte Hedeman Guéniau und ihrem französischen Ehemann Philippe: Vor genau 20 Jahren gründete das Paar – kurz nach der Geburt ihres Sohnes – die Designfirma Rice, bekannt für ihre verspielten, poppig knalligen Produkte, allen voran das Melamin-Geschirr. „Farbe ist für mich überlebenswichtig“, erklärt die 51-Jährige. Sich nur auf einen Lieblingston festlegen? Unmöglich! Und so haben die grauen Polstermöbel im lichtdurchfluteten Wohnzimmer eben rosafarbene Füße, neben Mustertapeten hängen Gardinen in Mintblau, und eine karamellfarbene Vintage-Kommode wird mithilfe einer kreischend pinken Vase in die Neuzeit gebeamt. Selbst designte, humorvolle Stücke wie dieses finden sich bei Charlotte und Philippe viele.

Ihr erster Artikel war ein Bastkorb aus Madagaskar – dort wurden sie auch zum Firmennamen inspiriert, ist Reis doch, wie in vielen anderen Ländern auch, Grundnahrungsmittel. Damals wie heute lautete der Leitsatz des Kreativduos „Farbe, Farbe, Farbe!“. Zu Hause erst recht.

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Wer dieses Motto übernehmen will, dem rät Charlotte, zunächst nur eine Wand farbig zu streichen. Denn der Kunterbunt-Look erfordert Fingerspitzengefühl. Er braucht neutrale Farben wie Grau, die das Auge beruhigen. Statt wilden Musterkombis sollte man lieber große Farbflächen schaffen, wie den türkisfarbenen Boden im Schlafzimmer. Hält man sich daran, wirkt alles modern, selbst ein großes altes Küchenbuffet mit Glasvitrine. Auch opulente Stuckverzierungen und Täfelungen dürfen bleiben. Vermutlich länger als der aktuelle Wandanstrich. Denn Charlotte bleibt zwar der Farbe treu. Aber doch nicht einer einzigen.

Fotos: Stephen Clement/Basset Images
Produktion & Text: Caroline Bapt, deutsche Bearbeitung: Alke Habbe

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