Japanische Fusion-Küche: 3 Rezepte aus dem Wiener Kultlokal „Mochi“

In der Wiener Praterstraße begeistert das „Mochi“ seine Gäste seit Anfang 2012 mit japanischer Fusion-Küche. Die besten Rezepte stellt das Team des Kultlokals im Kochbuch „Izakaya“ vor. Als exklusive Leseprobe stellt DONNA Online drei Rezepte mit Fernost-Flair vor, die Sie am besten gemeinsam mit Freunden genießen.

Rezeptbild einer Aubergine mit Miso und Katusobushi auf einem quadratischen Teller aus dem Kochbuch „Izakaya“ von Eduard und Nicole Diamant, Tobias Müller und Sandra Jedliczka

Ohne Miso ist die japanische Küche kaum vorstellbar – die würzige Paste aus Sojabohnen passt hervorragend zu gratinierter Aubergine und hauchdünnen Bonitoflocken.

Die japanische Küche hat mehr zu bieten als Sushi – das wissen auch die Stammkunden des Wiener Restaurants „Mochi". Seit der Eröffnung im Januar 2012 mauserte sich das Lokal in der Praterstraße schnell zum beliebten Hot Spot für Kulinarik-Fans. Und das nicht zuletzt, weil sich das dort angebotene Barfood hervorragend zum Teilen mit Freunden in einer gemütlichen Runde eignet. Das Besondere an den Gerichten des „Mochi“-Gründerteams um Eduard Diamant, Nicole Diamant, Tobias Müller und Sandra Jedliczka: Sie vereinen typisch japanische Zutaten wie Misopaste, getrocknete Fischflocken und Shisoblätter mit Speisen aus anderen Ländern. Das Ergebnis können auch Nicht-Wiener genießen: DONNA Online stellt drei Rezepte aus dem Kochbuch „Izakaya" vor – mit einem erfrischenden, alkoholfreien Drink und zwei leckeren Fusion-Rezepten, die sich hervorragend für Food Sharing eignen.

Mezze selber machen: 5 Rezepte für orientalische Vorspeisen

1. Aubergine • Miso • Katsuobushi

Zutaten für 4 Portionen:

Für die Misosauce
20 g Mirin
20 g Sake
30 g Zucker
60 g Shiro Miso

Pflanzenöl zum Frittieren
2 Auberginen Kartoffelstärke
3 TL weißer Sesam
¼ Bund Schnittlauch
1 Handvoll Katsuobushi (Bonitoflocken)

Zubereitung:

  1. Für die Misosauce Mirin, Sake, Zucker und Misopaste in einen kleinen Topf geben und unter ständigem Rühren erhitzen. Die Temperatur auf sehr niedrige Stufe reduzieren und die Sauce 5 Minuten leicht köcheln lassen.
  2. Backofen auf 200 °C (Oberhitze) vorheizen. Öl in einem großen Topf auf 170 °C erhitzen (mit einem Fleischthermometer prüfen). Die Auberginen der Länge nach halbieren. Die Schnittflächen in Kartoffelstärke drücken und die Auberginen vorsichtig in das heiße Öl gleiten lassen. Je nach Größe 2-4 Minuten frittieren. (Bei Bedarf portionsweise arbeiten.) Anschließend herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  3. Auberginen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Schnittflächen mit der Misosauce bestreichen und die Auberginen im Ofen 3-5 Minuten gratinieren.
  4. Währenddessen Sesam in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rösten. Schnittlauch fein schneiden. Auberginen auf Tellern anrichten, nach Belieben mit Schnittlauch, Sesam und Katsuobushi garnieren und sofort heiß servieren.

Noch eine Perle der Wiener Gastro-Szene: NENI-Gründerin Haya Molcho im DONNA-Interview

2. Knuspriges Hühnchen • Chilimayonnaise

Rezeptbild von knusprig panierten Hähnchenteilen mit Zitronenspalte in Holzschale neben Schälchen mit Chilimayonnaise aus dem Kochbuch „Izakaya“ von Eduard und Nicole Diamant, Tobias Müller und Sandra Jedliczka

Knusprige Hähnchenteile und die Schärfe von Chilimayonnaise machen dieses Fingerfood zu einer wahren Gaumenfreude.

Zutaten für 4 Portionen:

Für die Chilimayonnaise
200 g Mayonnaise
15 g Sriracha-Sauce
1 TL Sesamöl

Für das knusprige Hühnchen
4 entbeinte Hühnerkeulen
2 Knoblauchzehen
100 g Sojasauce
5 EL Kartoffelstärke Pflanzenöl zum Frittieren
1 Zitrone
1 Prise Fleur de Sel
1 Prise Shichimi tōgarashi

Zubereitung:

  1. Für die Chilimayonnaise Mayonnaise mit Sriracha-Sauce und Sesamöl verrühren.
  2. Die Hühnerkeulen in etwa 4 cm große Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Knoblauch schälen und mit der Sojasauce zum Huhn geben. Mindestens 3 Minuten marinieren. 
  3. Öl in einem großen Topf auf 170 °C erhitzen (mit einem Fleischthermometer prüfen). Das Fleisch aus der Marinade nehmen und in Kartoffelstärke wenden. Die panierten Hühnerstücke vorsichtig in das Öl geben und goldbraun frittieren. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. (Bei Bedarf portionsweise arbeiten.)
  4. Die Zitrone in Spalten schneiden. Knusprige Hühnerstücke mit Fleur de Sel und Shichimi tōgarashi würzen und sofort mit der Chilimayonnaise und Zitronenspalten servieren. 

Tipp: Übrige Mayonnaise hält sich abgedeckt im Kühlschrank ca. 3 Tage.

Japanische Nudelsuppe: Hier geht's zum Rezept für Chicken-Katsu-Ramen

3. Greentea Iced Tea

Rezeptbild von Greentea Iced Tea aus dem Kochbuch „Izakaya“ von Eduard Diamant, Nicole Diamant, Tobias Müller und Sandra Jedliczka

Schnell zubereitet und angenehm erfrischend zu würzigen Speisen: Der Greentea Iced Tea nach dem Rezept des Wiener Kult-Restaurants „Mochi“.

Zutaten für 1 Karaffe:

500 ml Wasser
4 TL grüner Tee
5 EL Limettensaft
6 EL Honig 

Für die Garnitur
einige Scheiben einer unbehandelten Limette

Zubereitung:

Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Wasser in einem Topf aufkochen und vom Herd nehmen. Ingwer hinzufügen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Grünen Tee dazugeben und weitere 4 Minuten ziehen lassen. Abseihen. Tee mit Limettensaft und Honig abschmecken. Mindestens 1 Stunde kalt stellen. Anschließend mit reichlich Eiswürfeln und Limettenscheiben servieren. 

Diese und weitere Rezepte finden Sie im Kochbuch „Izakaya" von den vier Gründern des Restaurants „Mochi“:

Buchcover des Kochbuchs „Izakaya“ von Eduard Diamant, Nicole Diamant, Tobias Müller und Sandra Jedliczka, erschienen bei Brandstätter Verlag

„Izakaya“ von Eduard Diamant, Nicole Diamant, Tobias Müller und Sandra Jedliczka, erschienen bei Brandstätter Verlag, 30 Euro.

Mehr zum Thema: