Küchenkräuter: So bleiben Basilikum & Co. länger frisch

Frische Kräuter im Topf aus dem Supermarkt sind viel aromatischer als getrocknete Gewürze, lassen aber meist schon nach einer Woche die Blätter hängen und gehen langsam, aber sicher ein. Wir zeigen, mit welchen Tricks Sie die Lebensdauer von Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Minze und Co. verlängern können.

Basilikum, Petersilie und andere Küchenkräuter in Töpfen am Küchenfenster

Mit der richtigen Pflege bleiben Küchenkräuter im Topf lange frisch und aromatisch.

Frische Kräuter haben ein viel intensiveres Aroma als getrocknete Kräuter und verfeinern Salaten und Suppen genauso wie Fleisch-, Pasta-, Fischgerichte oder sogar Desserts. Umso praktischer ist es, wenn Sie die Würzkräuter nach Bedarf von der Fensterbank, Balkon oder Garten ernten können. Doch während die in jedem Supermarkt erhältlichen Kräutertöpfe beim Kauf noch knackig und frisch aussehen, lassen die Kräuter zu Hause schnell die Blätter hängen und wandern oft nur wenige Tage später in den Müll. Dabei ist oft die falsche Pflege daran Schuld, dass Petersilie, Basilikum, Schnittlauch oder andere Küchenkräuter im Topf zu schnell eingehen. DONNA zeigt, was Sie beim Kauf beachten sollten und mit welchen Pflege- und Erntetipps die Kräuter besonders lange frisch bleiben.

So halten Küchenkräuter länger

Wer Basilikum, Rosmarin, Minze oder andere Kräuter nicht täglich in der Küche benötigt, verwertet häufig nur einen Bruchteil der Kräuter im Topf, bevor die Pflanze eingeht. Und selbst, wenn alle Blättchen abgeerntet werden, landet der Plastiktopf mitsamt Erde und Wurzeln schon nach kurzer Zeit im Mülleimer. Das geht besser – und nachhaltiger: Deutlich länger halten sich Basilikum, Schnittlauch und Co., wenn Sie folgende Tipps beim Kauf beachten und die Kräuter anschließend richtig pflegen, ernten und umtopfen:

Tipps für den Kräuterkauf im Supermarkt

Achten Sie auf Bio-Qualität, wenn Sie Basilikum, Salbei, Schnittlauch, Koriander oder andere frische Küchenkräuter im Topf kaufen. Bio-Kräuter sind deutlich weniger mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen belastet als konventionell angebaute Produkte. Vor dem Kauf sollten Sie den Kräutertopf genauer unter die Lupe nehmen: Wirken die Küchenkräuter bereits im Supermarkt welk und weisen die Blättchen gelbe oder trockene Stellen auf, sollten Sie die Finger davon lassen.

Clevere Kräuterpflege und -ernte

Wenn Minze, Petersilie und Co. schon nach wenigen Tagen die Blätter hängen lassen, liegt das oft daran, dass sie falsch gegossen werden. Zu wenig Wasser lässt die empfindlichen Pflanzen schnell welk werden. Wird die Pflanze dagegen übergossen, bildet sich Staunässe und in der Folge Schimmel, der die Triebe absterben lässt. Als Faustregel sollten Sie die Kräuter mit einer Wassermenge von täglich rund zehn Prozent des Topf-Volumens gießen. Bei handelsüblichen Kräutertöpfen, etwa Basilikum oder Petersilie, sind das rund 100 Milliliter. Schnittlauch verträgt rund 150 Milliliter Wasser pro Tag.

Für das Gedeihen Ihrer Küchenkräuter ist auch der richtige Standort ausschlaggebend: Am liebsten mögen die Pflanzen einen windgeschützten, halbschattigen Platz. Direkte Sonneneinstrahlung, etwa auf der Küchenfensterbank oder auf dem Balkon, sollten Sie dagegen vermeiden: Auch Kräuter können einen Sonnenbrand bekommen, der sich mit gelblich verfärbten, vertrockneten Blättern äußert.

Damit die Triebe sich erneuern können und die Kräuter lange halten, ist auch die richtige Ernte-Methode wichtig: Schneiden Sie Schnittlauch und Petersilie direkt am Stielansatz ab. Basilikum-Triebe sollten dagegen mit einem scharfen Messer knapp über einem Blattpaar abgeschnitten werden, damit hier weitere Verzweigungen sprießen können. Damit Ihre Küchenkräuter gesund wachsen können, sollten Sie außerdem regelmäßig alte und abgestorbene Blätter entfernen.

Küchenkräuter teilen und umtopfen

Kräuter aus dem Supermarkt werden meist dicht gedrängt in den Plastiktopf gepflanzt und nehmen sich so gegenseitig die Nährstoffe weg. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie den Wurzelballen vorsichtig aus dem Topf lösen, anschließend drei- bis viermal teilen und auf separate Töpfe verteilen. Zum Umtopfen eignen sich Blumentöpfe mit Loch im Boden und einem Übertopf, damit das Gießwasser abfließen kann. In lockere Blumenerde gepflanzt haben die aufgeteilten Kräuter mehr Platz zu wachsen und sind deutlich länger haltbar. Als natürliche Dünger unterstützen unter anderem Tee- oder Kaffeesatz sowie Mineralwasser ein gesundes Wachstum. Mehrjährige Kräuter wie Bärlauch, Brunnenkresse, Minze, Salbei, Schnittlauch oder Thymian können sogar überwintert werden, wenn Sie sie im Herbst komplett zurückschneiden.