Osteuropa entdecken: 3 ungewöhnliche Ziele für eine Städtereise

Für einen Kurztrip suchen Sie sich meist klassische Reiseziele wie Paris, London oder Rom aus? Wagen Sie sich doch einmal in unerforschte Ecken: Wir stellen drei osteuropäische Städte vor, die sich ganzjährig für eine Städtereise lohnen.

Blick auf den Fluss Miljacka mit Steinbrücke und angrenzenden Häusern in der bosnisch-herzegowinischen Hauptstadt Sarajevo

Eine Momentaufnahme aus Venedig? Falsch! Für diesen malerischen Anblick müssen Sie in die bosnisch-herzegowinische Hauptstadt Sarajevo reisen. Lesen Sie hier, welche Highlights Sie in der Osteuropa-Metropole erwarten.

Ob Paris, London oder Rom: Wenn es um die Wahl des Ziels für einen City- oder Wochenendtrip geht, beschränken viele Reisende sich auf Großstädte in Westeuropa. Dabei haben auch unsere osteuropäischen Nachbarn viele pulsierende Metropolen zu bieten, die locker mit Barcelona, Berlin und Co. mithalten können. DONNA Online stellt drei Osteuropa-Ziele vor, in die sich eine Städtereise das ganze Jahr über lohnt. Achtung: Reisefieber-Gefahr!

Es muss nicht immer München oder Berlin sein: 3 lohnenswerte Reiseziele für Städtetrips in Deutschland

Städtetrip nach Osteuropa: 3 unterschätzte Reiseziele

Sind wir doch mal ehrlich: Wenn man nicht gerade familiäre Wurzeln in Deutschlands slawischen Nachbarländern hat oder bevorzugt fernab des Massentourismus reist, liegt ein Kurztrip in eine osteuropäischen Stadt als Alternative zu Metropolen wie Lissabon oder Madrid wohl eher fern. Höchste Zeit, einmal über den Tellerrand zu schauen und den nächsten Kurzurlaub in einer Stadt zu verbringen, die Sie bislang gar nicht auf dem Reise-Radar hatten. Wir stellen Ihnen je eine west-, ost- und südslawische Stadt vor, in die sich ein Kurztrip ganzjährig lohnt:

1. Český Krumlov, Tschechien

Schlossanlage in Cesky Krumlov in Südböhmen mit Moldau im Vordergrund bei blauem Himmel

Das Schloss Český Krumlov ist eine der größten Festungsanlagen Europas und bietet Besuchern einen grandiosen Blick über die Altstadt, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist.

Český Krumlov, in Deutschland nach der Eingliederung in das Deutsche Reich 1938 auch als Krumau an der Moldau oder Böhmisch Krumau bekannt, liegt rund 180 Kilometer von der tschechischen Hauptstadt Prag entfernt nahe dem Bayerischen Wald und der Grenze zu Österreich. Seit 1992 steht die gesamte Altstadt mit rund 300 Gebäuden auf der Liste des UNESO-Weltkulturerbes – und zieht mit prächtigen Gotik- und Renaissancebauten, verwinkelten Gässchen und der böhmischen Küche jedes Jahr zahlreiche Touristen an. Egal, ob Sie sich für einen Kurzaufenthalt entscheiden oder doch gleich ein paar Tage in der Stadt an der Moldau verbringen wollen: In Český Krumlov werden Sie bestenfalls nicht nur beeindruckende Architektur sowie historische und kulinarische Highlights kennenlernen, sondern zugleich die tschechische Gastfreundschaft fernab der trubeligen Hauptstadt Prag genießen können.

Top-Tipps für Sightseeing, Outdoor und Kultur in Český Krumlov

Den historischen Kern von Bömisch Krumau erreichen Sie über eine der Brücken über die Moldau. Auf dem Hauptplatz der Stadt, dem Náměstí Svornosti, steht mittig die Mariensäule, die im Jahr 1716 errichtet wurde. Der von farbenfrohen Hauswänden eingerahmte Platz ist der ideale Ausgangspunkt, um sich anschließend spontan durch die Altstadt treiben zu lassen und die verwinkelten Gassen rundherum zu entdecken.

Ganz wie in Franz Kafkas Literaturklassiker „Das Schloß“ thront auf einem Felsvorsprung hoch oben über der Moldau das Schloss Český Krumlov, Tschechiens zweitgrößte Festungsanlage. Auch wenn Sie kein Fan hochherrschaftlicher Gebäude sind, sollten Sie unbedingt den Weg hinauf zur Schlossanlage wagen. Dort erwartet die Besucher nicht nur ein spektakulärer Blick auf die Stadt, durch die sich die Moldau wie eine Schlange windet, sondern auch ein liebevoll gepflegter Schlossgarten, ein barockes Schlosstheater und kunstvoll verzierte Fassaden.

Wer anhand authentischer Zeitzeugnisse die bewegte Geschichte von Český Krumlov und seinen Bewohnern kennenlernen möchte, ist im Museum Fotoatelier Seidel richtig: Hier sind die fotografischen Werke des deutschstämmigen Fotografen Josef Seidel und seines Sohnes Franz Seidel zu sehen, der das Atelier nach dem Tod seines Vaters übernahm und die deutsche Besetzung seiner Heimatstadt mit einjähriger Gefangenschaft durch die Faschisten auf tragische Weise miterlebte.

Outdoor- und Sportfans können Český Krumlov auf ungewöhnliche Weise erkunden: Die Moldau ist beliebt bei Kanu- und Kajakfahrern und ist an heißen Sommertagen eine gute Alternative, den Touristenmassen in den Altstadt-Gassen zu entkommen.

Ein Wochenende in Ljubljana: Insider-Tipps für einen Städtetrip in die Drachenstadt

Top-Tipps für Essen und Trinken in Český Krumlov

Obwohl Český Krumlov mit rund 15.000 Einwohnern recht überschaubar ist, hat die südböhmische Stadt ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot. Wer in den Genuss der traditionellen böhmischen Küche mit Knödeln, Svíčková (Lendenbraten) und paniertem Käse kommen möchte, wird gleich an mehreren Adressen fündig. Besonders beliebt unter Touristen und Einheimischen ist Na Louži: Hier steht die Zeit zwischen holzvertäfelten Wänden, Holzbänken und urigem Ambiente scheinbar still und für einen angemessenen Preis erhalten die Gäste kaum bezwingbare Portionen. Ein jüngeres Klientel zieht das Café Kolektiv an, das sich für ein gemütliches Frühstück, einen Kaffee am Nachmittag oder den ersten Cocktail des Abends anbietet. Die Mittelalter-Taverne U Dwau Maryí lockt Besucher mit altböhmischen Gerichten. Hier werden auch Vegetarier fündig, die nach einem mehrtägigen Aufenthalt genug frittierten Käse verzehrt haben und sich nach kulinarischer Abwechslung sehnen. Satt gegessen an der tschechischen Landesküche? Dann kehren Sie bei Nonna Gina ein und lassen Sie sich von Familie Massaro mit italienischen Speisen verwöhnen.

  • Beste Reisezeit: Da Český Krumlov vor allem im Sommer ein beliebtes Ziel für chinesische Touristen ist, die die kleine Stadt regelrecht aus ihren Nähten platzen lassen, empfiehlt sich eine Reise im Frühjahr, Herbst oder Winter – vor allem an kalten Tagen und mit einer weißen Schneeschicht auf den Dächern ist der Blick auf die malerische Altstadt verzaubernd.
  • Anreise: Die bayerische Grenze ist nur eine Autostunde von Český Krumlov entfernt. Vor allem für Reisende aus Süddeutschland empfiehlt sich deshalb die Anfahrt per Pkw. Wer von Nord-, West- oder Osttdeutschland aus startet, gelangt über Prag mit der tschechischen Bahn in knapp drei Stunden nach Krumau an der Moldau.

2. Sarajevo, Bosnien und Herzegowina

Steinbrücke in der Altstadt von Sarajevo bei niedrig stehender Abendsonne mit Turm der Gazi-Husrev-Beg-Moschee und alten Häusern im Hintergrund

Die Altstadt von Sarajevo bleibt Besuchern mit berühmten Denkmälern wie der Gazi-Husrev-Beg-Moschee (Turm in der Mitte) und charmanten Steinbrücken nachhaltig im Gedächtnis.

Bis heute verbinden viele Menschen Sarajevo zu allererst mit dem Bosnienkrieg zwischen 1992 und 1995. Die Relikte aus diesen Jahren sind in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina nicht zu übersehen und nach wie vor auch in den Köpfen ihrer Bewohner präsent. Dennoch ist die Stadt im Dinarischen Gebirge eine Reise wert und überrascht als pulsierende, moderne Metropole mit großer Gastfreundschaft. Jahrhundertelang lebten dort Anhänger von Islam, Judentum, Katholizimus und des orthodoxen Glaubens Seite an Seite und hinterließen im gesamten Stadtbild ihre Spuren. Moscheen, christlichen Kirchen und Synagogen stehen hier in unmittelbarer Nachbarschaft, weshalb Sarajevo gerne auch als das „Jerusalem Europas“ bezeichnet wird.

Top-Tipps für Sightseeing, Outdoor und Kultur in Sarajevo

Für die meisten Besucher beginnt ein Sarajevo-Aufenthalt in der Altstadt, die mit ihren kleinen Gässchen und alten Häusern ein wenig an die polnische Stadt Krakau erinnert. Doch spätestens der Anblick der berühmten Gazi-Husrev-Beg-Moschee erinnert Reisende daran, dass sie sich in der Haupstadt von Bosnien und Herzegowina befinden. Der trubelige Baščaršija, ein seit dem 15. Jahrhundert beinahe unveränderter Basar, begeistert Touristen mit orientalischem Flair. In den umliegenden Cafés und Restaurants kommen Sie in den Genuss von Ćevapčići und traditionellem Kaffee.

Bedeutend für die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist die Brücke Latinska ćuprija, die Lateinerbrücke: Am nördlichen Ende der osmanischen Steinbrücke fand am 28. Juni 1914 das Attentat auf den österreichischen Erzherzog Franz Ferdinand statt, das den Ersten Weltkrieg auslöste. Ein Denkmal und ein kleines Museum erinnern heute an den tragischen Tod des Monarchen und seiner Frau sowie die fatalen Ereignisse, die folgten.

Ein kurzer Fußmarsch in ein Gebiet östlich der Innenstadt wird mit spektakulären Ausblicken auf Sarajevo belohnt: 700 Meter hoch stehen die Ruinen der Bijela Tabija auf einem Hügel. Die Überbleibsel stammen von den einstigen Ostmauern der Stadt, die zu den Nationalmonumenten von Bosnien und Herzegowina gehören.

Ein wesentlich modernerer Aussichtspunkt ist der 172 Meter hohe Avaz Twist Tower im Geschäftsviertel Marijin Dvor, der neben Büros und einer Aussichtsterrasse im 36. Stock ein Restaurant im 31. Stock und ein Café im 35. Stock beherbergt.

Das wohl einprägsamste Mahnmal für den Bosnienkrieg ist die Märtyrer-Gedenkstätte auf dem Friedhof Kovaci mit ihrer fast unüberschaubaren Anzahl weißer Grabsteine. Hier liegt die Mehrheit der Opfer, die bei der Besetzung Sarajevos zu Tode kamen.

Top-Tipps für Essen und Trinken in Sarajevo

Einheimische und Sarajevo-Besucher sind sich gleichermaßen einig, wenn es um die Frage nach den besten Ćevapčići der Stadt geht: In der Čevabdžinica Zeljo (Adresse: Kundurdžiluk 19, Sarajevo 71000) gibt es schon für rund fünf Euro eine Portion des beliebten südosteuropäischen Fleischgerichts. Für traditionellen Dolma, fleischgefülltes Gemüse, geht es ins Pod Lipom, in dem auch schon der ehemalige US-Präsident Bill Clinton speiste. Die Bar Zlata Ribnica bietet eine unvergleichliche Atmosphäre zwischen antiker Möbelkunst und Krempel sowie regionale Weinsorten, kleine Snacks und den landestypischen Kaffee.

  • Beste Reisezeit: Da der Sommer in Sarajevo sehr regenreich sein kann, ist der späte Frühling oder frühe Herbst eine gute Reisezeit. Doch auch im Sommer ist Sarajevo sehenswert und bietet teilweise Temperaturen im 30-Grad-Bereich. Ein beliebtes Reiseziel für Wintersportler ist Sarajevo von Dezember bis etwa April dank seiner Gebirgslage und den umliegenden Skigebieten.
  • Anreise: Von deutschen Großstädten wie Berlin oder München, aber auch von Wien oder Zürich aus können Sie per Direktflug nach Sarajewo starten. Auch Fernbus-Reiseanbieter wie Centrotrans Eurolines verbinden westeuropäische Städte mit der bosnisch-herzegowinischen Hauptstadt.

3. Kiew, Ukraine

Blick vom Turm der Sophienkathedrale in Kiew auf das ukrainische Außenministerium (hinten links) und St. Michaelskloster (mittig)

Der Glockenturm der berühmten Sophienkathedrale in Kiew bietet einen tollen Blick auf das St. Michaelskloster (mittig in Türkis) und das ukraininische Außenministerium (hinten links in Hellgrau), das in einem Bau aus der Zeit des sozialistischen Klassizismus beheimatet ist.

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist eine tolle Reisemöglichkeit, wenn Sie eine Mischung aus Relikten der Sowjet-Vergangenheit und europäischen Einflussen kennenlernen wollen – und ist eine gute Alternative zu Russlands Hauptstadt Moskau, nur ganz ohne lästige Visumspflicht. Glaubt man altslawischen Quellen wie der Nestorchronik, so wurde Kiew bereits Anfang des 6. Jahrhunderts gegründet. Dort wurde die heutige Metropole Hauptstadt der mittelalterlichen Kiewer Rus, die als Vorgänger der heutigen Länder Russland, Ukraine und Weißrussland gilt und für die osteuropäische Geschichte eine bedeutende Rolle spielt. Ganz wie ihre Bewohner erlebte auch Kiew eine bewegte Geschichte – von der mongolischen Invasion im 13. Jahrhundert über die Eingliederung in das Russische Reich und die Jahrzehnte unter der sowjetischen Herrschaft. Heute ist die ukrainische Hauptstadt durch die Ereignisse der Orangen Revolution 2004 und der Maidan-Proteste im Winter 2014 erneut schwer getroffen. Und dennoch bemerkt der Besucher bei einem Aufenthalt in der Stadt, dass Kiew eine moderne Metropole im Wandel ist – und sich zunehmend vom einstigen Schwesternstaat Russland abkehrt.

Top-Tipps für Sightseeing, Outdoor und Kultur in Kiew

Ganz gleich, ob Sie nur einige Stunden oder mehrere Tage in Kiew verbringen: Auf dem Programm sollte die berühmte Sophienkathedrale stehen. Seit 1990 ist die Kirche teil des UNESCO-Weltkulturerbes und gilt nicht grundlos als eines der herausragendsten Bauwerke der europäisch-christlichen Kultur. Besonders empfehlenswert ist der Aufstieg in den vierstöckigen Glockenturm auf dem Kirchengelände, der eine tolle Aussicht über die Altstadt mit dem St. Michaelskloster und dem heutigen Außenministerium gibt, das in einem Bau aus dem sozialistischen Klassizismus beherbergt ist. Über den Dächern der umliegenden Gebäude wird beim Blick auf die rauschende Baumkronen an jeder Ecke der Stadt schnell deutlich, das Kiew eine grüne Metropole ist.

Einen ebenfalls atemberaubender Blick, der Kiews Weitläufigkeit offenbart, bietet sich Ihnen, wenn Sie die Berghänge über dem Fluss Dnepr besuchen: Hier thront die 62 Meter hohe Mutter-Heimat-Statue, ein Koloss aus 500 Tonnen Stahl, der durch seine enorme Größe von vielen Stellen in der Stadt aus sichtbar ist. Die Figur wurde 1981 eingeweiht und erinnert an den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. In Höhe von 91 Metern und oberhalb des Schildes der Frauenstatue befindet sich eine Aussichtsplattform. Von dort aus ist zugleich das benachbarte Höhenkloster Lawra zu sehen, eines der ältesten russisch-orthodoxen Klöster der Kiewer Rus.

Spuren aus der jüngsten Vergangenheit des Landes finden Kiew-Besucher am Majdan Nezalezhnosti, dem Unabhängigkeitsplatz. Hier spielten sich im Zuge der Präsidentschaftswahl 2004 die Proteste der Orangen Revolution und ab Dezember 2013 die tragischen Ereignisse der Euromaidan-Bewegung ab. Bilder der Opfer, die am 18. Februar 2014 von Scharfschützen erschossen wurden, zieren die Säulen des Unabhängigkeitsdenkmals in der Mitte des Platzes. Er teilt die Hauptstraße der Stadt, den Chreshtshatyk. Mit rund 80 bis 100 Metern Breite ist der Boulevard eine beliebte Flaniermeile, in der einige Baurelikte der sowjetischen Vergangenheit stehen, die mit ihrer überwältigenden Größe und typisch sowjet-klassizistischer Architektur beeindrucken.

Ausschnitt des Majdan Nezalezhnosti in Kiew mit Unabhängigkeitsstatue und Hotel Ukraina

Der Majdan Nezalezhnosti, der Unabhängigkeitsplatz in Kiew, war Schauplatz der Orangen Revolution 2004 und wurde zum Symbol der Euromaidan-Bewegung 2014.

An lauen Sommerabenden zieht es viele Kiewer an die Ufer des Dnepr: Im Erholungsgebiet des Hydroparks sorgt Sandstrand für Karibikmomente in der osteuropäischen Metropole. Wassersportbegeisterte können dort Boote und Katamarane mieten. Außerdem erwartet Besucher ein Casino, ein Open-Air-Fitnessstudio, Restaurants und sogar ein Nachtclub. Für entspannte Spaziergänge gibt es in der ukrainische Hauptstadt zahlreiche Möglichkeiten. Einen besonders tollen Panoramablick bietet der Marinski Park. Eine genauso schöne Grünfläche ist der Park des ewigen Ruhmes am linken Dnepr-Ufer, in dem das Grabmal des unbekannten Soldaten steht sowie das Holodomor-Denkmal für die Hungersnot, die unter Stalins Diktatur zwischen 1932 und 1933 Millionen Menschen das Leben kostete.

Top-Tipps für Essen und Trinken in Kiew

Die Gastronomie in Kiew kann mit internationalen Metropolen gut mithalten: Beim Ausgehen wird Ihnen in der ukrainischen Hauptstadt garantiert nicht langweilig, denn neben der traditionellen Landesküche sorgen Sushi-Bars, italienische Restaurants und Irish Pubs für Großstadt-Flair. Gut und günstig kommen Kiew-Besucher in den Genuss typisch ukrainischer Gerichte wie zum Beispiel Borschtsch in den Ablegern der Restaurantkette Pusata Khata, die auch bei Einheimischen beliebt ist. ONE LOVE Coffee ist ein 2015 eröffneter Third Wave Coffeeshop, der nicht nur ein futuristisch-minimalistisches Interieur und leckeren Kaffee, sondern zugleich eine fantastische Aussicht auf die Kiewer Altstadt bietet. Während Vegetarier bei der klassischen Landesküche eindeutig zu kurz kommen, finden sie im vegetarischen Restaurant Imbir eine große Auswahl an frischen Gerichten und fleischlosen Varianten ukrainischer Spezialitäten wie die Suppe Soljanka. Bei einem Aufenthalt in Osteuropa sollten Sie unbedingt mindestens einmal einen Abstecher in die kaukasischen Küche wagen. Lange kein Geheimtipp mehr ist das georgische Restaurant Shoti, das rund zehn Minuten von der Kiewer Festung entfernt liegt und mit gemütlichem Ambiente und kalorienhaltigen Köstlichkeiten überzeugt.

  • Beste Reisezeit: Die ideale Reisezeit für einen Aufenthalt in Kiew ist von Mai bis September. Die Herbst- und Wintermonate bringen häufig Temperaturen im Minusbereich – für hartgesottene Reisende hat die Hauptstadt der Ukraine aber auch in den kühlen Monaten ihren Reiz.
  • Anreise: Die Lufthansa und Ukraine International fliegen direkt von München und Frankfurt nach Kiew.