Low-Carb-Desserts: 5 Rezepte für süßen Genuss ohne Reue

Sie ernähren sich figurbewusst und kohlenhydratarm, sind aber gleichzeitig eine hoffnungslose Naschkatze? Dann sind diese Low-Carb-Nachspeisen genau das Richtige für Sie. 5 süße Versuchungen ganz ohne schlechtes Gewissen.

Zwei Gläser Schokopudding aus Avocadocreme mit Minzblättern und einem Löffel daneben

Dank alternativer Zutaten wie Avocado und Birkenzucker verwandeln sich Kalorienbomben in leckere Low-Carb-Desserts – wie dieser Avocado-Schokopudding. 

Es ist wissenschaftlich bewiesen: Süßes macht glücklich. Kein Wunder also, dass wir schokoladigen Nachspeisen, Obstkuchen und Eis nur mit Mühe widerstehen können. Um die Naschkatze in uns zu zügeln, verbieten sich viele diese Leckereien lieber und riskieren damit Heißhungerattacken und schlechte Laune  anstatt bewusst und in Maßen zuzugreifen. Aber nicht bei irgendwelchen Zuckerbomben, sondern am besten bei gesunden Low-Carb-Desserts. Diese fünf Nachtisch-Rezepte zeigen, dass Low-Carb-Gerichte nicht weniger Genuss bedeuten, sondern mit ihren kohlenhydratreichen Versionen mehr als nur mithalten können. 

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Low-Carb-Ernährung: Was steckt dahinter? 

Bei einer Low-Carb-Ernährung werden über längeren Zeitraum hinweg wenig Kohlenhydrate aufgenommen. Durch Verzicht auf typische kohlenhydratlastige Lebensmittel wie Kartoffeln, Brot und Nudeln soll der Blutzucker konstant, die Insulinausschüttung niedrig und der Fettabbau hoch gehalten werden. Welche Kohlenhydrate und wie viel davon täglich auf dem Teller landen, unterscheidet sich je nach Diätkonzept.

Eine der extremsten Formen ist die umstrittene Atkins-Diät. Neuere Low-Carb-Diäten beziehen den glykämischen Index oder die glykämische Last mit ein. Ernährungsmodelle wie die Logi- oder die South-Beach-Diät gelten als leicht umsetzbar und gehören zu den aus medizinischer Sicht sinnvolleren Varianten. Besonders geeignet sind die Low-Carb-Diäten für alle, die regelmäßig ungünstige Kohlenhydrate wie Kuchen, Gebäck, Schokolade, Bonbons und Fast Food verzehren. Eine Low-Carb-Diät kann ihnen helfen, die Ernährung umzustellen und langfristig abzunehmen. 

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Beim Nachtisch: Low Carb durch Zuckeraustauschstoffe

Wie bereits angedeutet, bedeutet eine Low-Carb-Ernährung nicht, dass man nie wieder in die Süßigkeitenschublade greifen darf. Desserts ohne oder mit wenig Kohlenhydraten sind absolut erlaubt und erwünscht. Ist ein Nachtisch als „Low Carb“ deklariert, heißt das in den meisten Fällen, dass der herkömmliche Kristallzucker durch ein anderes Süßungsmittel ersetzt wurde. 

Ein möglicher Ersatz ist Birkenzucker, auch Xylit, Xylitol oder Xucker genannt. Als natürlicher Zuckeralkohol ist er – neben Sorbitol – in vielen Gemüsesorten (u.a. Blumenkohl), Früchten (u.a. Pflaumen, Erdbeeren, Himbeeren) und auch im Holz der Birke enthalten. Birkenzucker hat einen ähnlichen Geschmack und nahezu die gleiche Süßkraft (98 Prozent) wie Saccharose, aber 40 Prozent weniger Kalorien. Deswegen wird er in vielen Low-Carb-Rezepten anstelle von Kristallzucker eingesetzt. Birkenzucker wird im gleichen Verhältnis wie Zucker verwendet und ist auch als Puderzucker erhältlich.

1. Low-Carb-Käsekuchen mit Blaubeeren

Wieso normaler Käsekuchen die Kohlenhydrat-Anzeige nach oben treibt? Ganz einfach: er enthält Zucker und im Kuchenboden Mehl. Auf Käsekuchen verzichten müssen Sie aber nicht. Mit diesem Rezept sagen Sie den ungesunden Kalorienbomben adé und holen sich die Low-Carb-Version auf den Teller.   

Zutaten

  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 500 g Magerquark
  • 250 g Frischkäse
  • 200 g Schmand
  • Etwas Zitronensaft (1/4 Zitrone)
  • 50 g Kokosmehl
  • 100 g Birkenzucker
  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver (zuckerfrei)
  • Etwas Vanilleextrakt
  • 250 g frische Blaubeeren 
  • Etwas Margarine oder Sönnenblumenöl zum Einfetten der Backform

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Zubereitung

  1. Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Eine Springform (28 cm Durchmesser) mit Margarine oder Sonnenblumenöl einfetten. Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Zitrone auspressen.
  2. Das Eigelb mit Birkenzucker, Vanillearoma, Puddingpulver, Zitronensaft, Schmand, Quark, Frischkäse und Kokosmehl verrühren. Anschließend den steifen Eischnee vorsichtig unterheben.
  3. Den Teig in eine Springform geben und mit Blaubeeren belegen. Die Beeren etwas in den Teig eindrücken, damit sie beim Backen nicht verbrennen. Dann den Kuchen im vorgeheizten Ofen für etwa 50 bis 60 Minuten backen. Während der letzten zehn Minuten eventuell mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.
  4. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und dann für mehrere Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. Idealerweise bleibt er über Nacht im Kühlschrank. Am nächsten Tag schmeckt er noch besser. Den Käsekuchen vor dem Servieren nach Belieben mit (Puder-)Birkenzucker bestreuen. 

DONNA-Tipp: Wer keine frischen Blaubeeren hat, kann auch Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren, Kirschen oder jegliches Lieblingsobst verwenden.

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2. Low-Carb-Schokopudding 

Manchmal muss es etwas Süßes sein und am Besten mit ganz viel Schokolade. Genau hier schafft der leckere Low-Carb-Schokopudding aus Avocado und Chiasamen Abhilfe. Mit nur wenigen Zutaten ist der Schokoladenpudding im Handumdrehen zubereitet.

Zutaten für eine Portion

  • 1 reife Avocado
  • 150 g Milch (nach Belieben Kuhmilch oder pflanzliche Alternativen, z.B. Mandelmilch) 
  • 1,5 EL Birkenzucker
  • 20 g Chia-Samen
  • 25 g echtes Kakaopulver (zuckerfrei)
  • 1/2 TL Kokosflocken oder gehackte Nüsse (zur Deko) 

Zubereitung 

  1. Die Avocado halbieren, entkernen und aushöhlen. Das Fruchtfleisch in eine Schüssel geben. Milch, Birkenzucker, Kakao und Chia-Samen hinzufügen und alles mit einem Stabmixer pürieren.
  2. Den fertigen Pudding für rund 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  3. Vor dem Servieren nach Belieben mit Kokosflocken oder gehackten Nüssen bestreuen.

DONNA-Tipp: Wer lieber mit Fruchtzucker süßt, kann anstatt Zucker auch eine reife Banane hinzugeben. Zimt oder Chili sorgen für zusätzlichen Geschmack. 

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3. Low-Carb-Himbeereis

Ohne Eismaschine und ganz spontan Eis selbst machen geht nicht? Geht doch! Dieses Low-Carb-Eis aus Himbeeren ist nicht nur cremig und lecker, sondern auch in 15 Minuten zubereitet. 

Zutaten für eine Portion 

  • 80 ml Schlagsahne
  • 80 g Himbeeren, gefroren
  • 15 g Birkenzucker
  • 10 g reines Mandelmus

Zubereitung 

Himbeeren, Schlagsahne, Mandelmus und Birkenzucker in eine Küchenmaschine geben und pürieren (oder mit dem Pürierstab bearbeiten). Solange vermischen, bis eine sahnige Creme entstanden ist. Dann für zehn Minuten ins Gefrierfach stellen, anschließend ist das Low-Carb-Eis fertig. 

DONNA-Tipp: Wem die Mischung zu fettig ist, kann auch Milch statt Sahne verwenden oder die Schlagsahne mit etwas Wasser verdünnen. 

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4. Low-Carb-Kokosriegel

Kokosfans werden dieses Rezept lieben: Einfach, schnell und lecker. Die selbstgemachten Kokosriegel sind zwar nicht so süß, überzeugen aber mit einem vollen Kokosgeschmack und stehen dem Original aus dem Supermarkt in nichts nach – außer, dass sie weniger Kohlenhydrate haben. 

Zutaten für 10-15 Riegel (je nach Größe)

  • 200 ml Kokosmilch
  • 200 g Kokosraspel
  • 60 g Kokosöl
  • 2 EL Birkenzucker
  • 200 g Schokolade (mindestens 75 Prozent Kakaoanteil)
  • etwas Vanille (nach Belieben)

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Zubereitung

  1. Kokosmilch, Kokosraspel (bis auf einen Esslöffel), Kokosöl und Birkenzucker (und je nach Geschmack Vanille) in eine Schüssel geben und vermischen bis ein Teig entsteht. Aus der Masse kleine Riegel formen, diese für eine Stunde ins Gefrierfach geben.
  2. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Riegel einzeln in die Kuvertüre tauchen, abtropfen lassen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  3. Zum Schluss mit den restlichen Kokosraspeln bestreuen und trocknen lassen. Die Low-Carb-Riegel bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

DONNA-Tipp: Beim Formen der Riegel gut festdrücken und sie zu groß machen. Ansonsten kann es passieren, dass sie beim Eintauchen in die Schokoladen zerbrechen. Für noch weniger Kohlenhydrate sollten Sie Schokolade mit noch höherem Kakaogehalt (z.B. 85 Prozent) wählen.

5. Low-Carb-Zucchinibrownies

Brownies müssen ordentlich schokoladig und saftig sein. Diese Low-Carb-Brownies erfüllen beides und sind gleichzeitig noch gesund. Außerdem merkt man ihnen garantiert nicht an, dass Gemüse darin steckt. So werden selbst Gemüsefeinde zu Zucchinifreunden. 

Zutaten 

  • 1 Zucchini
  • 4 EL Butter oder Margarine 
  • 1 EL Kokos- oder Rapsöl
  • 1 Ei
  • 150 g Birkenzucker
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 150 g Mandel- oder Erdnussmehl
  • 40 g echtes Kakaopulver (ungesüßt)
  • 1 TL Backpulver
  • 2 Prisen Salz
  • 50 g Schokolade (mindestens 75 Prozent Kakaoanteil)

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Zubereitung 

  1. Den Backofen auf 175 Grad Celsius vorheizen. Eine flache, rechteckige Backform (min. 20 x 20 cm o.Ä.) mit Backpapier auslegen.
  2. Die Zucchini mit einer feinen Reibe zu einem geschmeidigen Püree reiben. In ein Sieb geben und die Flüssigkeit abtropfen lassen. Kokosöl und Butter schmelzen, danach mit Zucchinipüree, Ei, Birkenzucker und Vanilleextrakt verrühren.
  3. Erdnussmehl, Backpulver, Salz und Kakao vermengen und unter die Zucchinimasse heben, sodass ein Teig entsteht. Die Schokolade in kleine Stücke brechen. Die Hälfte zum Teig geben und verrühren.
  4. Den Teig in die Form füllen und die andere Hälfte der Schokolade darüber verteilen. Im heißen Ofen circa 30 Minuten lang backen. Danach mindestens 30 Minuten in der Form auskühlen lassen. Stürzen, in mundgerechte Stücke schneiden und weitere 30 Minuten kalt stellen. 

DONNA-Tipp: Wenn man leicht auf die Oberfläche der Brownies drückt und der Teig danach wieder hoch kommt, sind sie fertig. Im Kühlschrank halten sie sich drei bis vier Tage.