Gründerin im Porträt: Beatrice Wenker, „mawiLove“

Als Profitänzerin in Paris und Model erlebte Beatrice Wenker selbst, wie tägliches Make-up der Haut zusetzen kann. Schon damals entstand die erste Idee für ihr heutiges Herzensprojekt mawiLove. Die Gründerin des Hamburger Beauty-Labels im DONNA-Interview.

Porträtbild von Beatrice Wenker, Gründerin des Hamburger Beauty-Labels mawiLove

Mit ihrer Hautpflegemarke mawiLove hat sich Beatrice Wenker auf hocheffektive Seren mit natürlichen Inhaltsstoffen spezialisiert.

DONNA Online: Was haben Sie vor Ihrer Selbstständigkeit gemacht?
Beatrice Wenker: Ich bin ausgebildete Balletttänzerin, unter anderem tanzte ich für das Lido in Paris. Parallel habe ich immer schon gemodelt, wenn es die Zeit zuließ. Beide Berufssparten sind extrem auf makellose Schönheit und Perfektionismus ausgerichtet. Make-up und die richtige Hautpflege sind hierbei unabdingbar. Bei der Gründung von mawiLove wollte ich den Perfektionismus und immerwährenden Druck bezüglich makelloser Schönheit jedoch hinter mir lassen und auf das individuelle Gespür setzen, das jeder von uns in sich trägt.

Sehr wichtig ist es für mich, die Bedürfnisse meiner Haut kennenzulernen – was tut mir gut, was tut mir nicht gut – und mich so zu akzeptieren, wie ich eben bin. „Be your own kind of beautiful“. Der Rasen beim Nachbarn ist nicht immer grüner als der eigene, man glaubt es nur.

Wie kam Ihnen die Idee zu mawiLove?
Ich hatte immer schon eine große Affinität zu kosmetischen Produkten. Vielleicht wurde es mir in die Wiege gelegt, denn meine Großmutter hatte früher einmal ihr eigenes Kosmetikinstitut. Meine vorherigen Berufe als Tänzerin und Model haben die Auseinandersetzung mit Kosmetikprodukten und deren Inhaltsstoffen erfordert und auch mein Gespür für Konsistenzen und Düfte geschärft.

Irgendwann war der Wunsch, meine Erfahrungen in meinem eigenen Serum umzusetzen so groß, dass ich anfing, zu „rühren“. Eine tolle Erfahrung übrigens! Auch heute rühre ich mein Shampoo, Haarwasser und meine Haarmilch noch selbst. Die entstandenen Seren und Cremes kamen so gut an, dass Familie und Freunde mich dazu ermutigten, meine eigene Kosmetik zu entwickeln und meine Erfahrungen aus der professionellen Anwendung mit einzubringen. Daraus wurde mawiLove. Es war ein harter und mühsamer Weg, den ich aber immer wieder einschlagen würde.

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Welche Tipps würden Sie Frauen geben, die von einem eigenen Start-up träumen, den Schritt in die Selbstständigkeit bisher aber nicht gewagt haben?
Seine Idee nicht „zerdenken“. Wenn in einem selbst schon lange eine Idee sprudelt, dann einfach machen und vor allem auch auf die Impulse seines Bauches achten. Ich bin da sehr pragmatisch. Wenn ich im Vorfeld alles abgewogen hätte, was hätte passieren können, würde es mawiLove heute nicht geben.

Was waren die größten Hürden bei der Umsetzung Ihrer Idee?
In der Anfangszeit war es sehr hart, weil ich mit jedem Schritt, der mawiLove entstehen ließ, auf mich alleine gestellt war. Ich hatte leider keinen großen Background an Menschen, die ich für die vielen Schritte, die es braucht, um ein Beauty Brand entstehen zu lassen, ins Boot holen konnte. So gesehen war es die beste Schule, die ich durchlaufen konnte. Und ich lerne noch immer tagtäglich jede Menge dazu. Auch Themen, die mir so gar nicht schmecken. Ich kenne von A bis Z die Themen, die mawiLove entstehen lassen, sei es Design, Vertrieb, Marketing, Sales… mir ist nichts mehr fremd.

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Was war für Sie der bisher größte Erfolg, den Sie mit Ihrem Portal hatten?
Der liegt in naher Zukunft und mehr darf ich dazu noch nicht sagen.

Wie geht es weiter mit mawiLove?
In erster Linie mit viel Liebe und Leidenschaft weiterhin bei meiner Arbeit zu sein. Einen Schritt nach dem anderen gehen und auf ein gesundes Wachsen meiner Marke zu schauen. Es freut mich aber immer wieder, wie Menschen auf mawiLove aufmerksam werden und das auf wirklich allen Kontinenten. Es ist schon großartig, was das Internet und Social Media uns jungen Unternehmerinnen heute an Möglichkeiten eröffnen.