Mehr Ordnung, weniger Überflüssiges: 4 Buchtipps für ein minimalistisches Leben

Wer jahrelang in derselben Wohnung oder einem eigenen Haus wohnt weiß: Da sammelt sich so einiges an. Doch wie viel braucht man wirklich zum Leben – und wie lässt sich überflüssiger Krimskrams sinnvoll reduzieren? Hier kommen vier inspirierende Bücher, die zu einem minimalistischeren Lebensstil anregen.

Frau 40plus sitzt auf einer Fensterbank, auf der Grünpflanzen stehen, hält ein Buch in der Hand und blickt lächelnd aus dem Fenster

Diese Bücher könnten Ihr Leben nachhaltig verändern: DONNA Online stellt vier Ratgeber vor, die zu weniger materiellem Überfluss im Alltag inspirieren.

Kennen Sie das Gefühl, sich in den eigenen vier Wänden umzusehen und danach das Bedürfnis zu haben, massiv zu entrümpeln? Oder beim Anblick von Massen an Kleidung, Kosmetikprodukten oder anderen eigentlich unnötigen Dingen nur noch zu denken: Hilfe, das muss alles weg! Wenn Ihnen diese Situationen bekannt vorkommen, Sie aber noch nicht gewagt haben, den Anfang zu machen, kommen unsere Buchempfehlungen ins Spiel: Wir stellen vier Ratgeber vor, die zu einem minimalistischeren Lebensstil inspirieren – und hilfreiche Tipps für die Umsetzung bieten.

Erfolgreich ausmisten: Diese Maßnahmen verhelfen schnell zu mehr Ordnung

1. Lina Jachmann, „Einfach leben“

Dieser Minimalismus-Ratgeber zeigt nicht nur praktische Tipps rund ums Ausmisten und Entrümpeln, sondern legt den Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit. Lina Jachmann selbst lebt vegan und entschied sich im Zuge ihrer Ernährungsumstellung für einen umweltbewussten Lebensstil und weniger Überfluss sowie Ressourcenverschwendung. In ihrem Ratgeber zeigt die Autorin außerdem, wie Sie in Hinblick auf Wohnung, Lebensmittel und Kosmetik minimalistischer leben können. Ein toller Leitfaden, der auch für Nicht-Veganer hilfreiche Tipps, Home Stories und Do it Yourself-Anleitungen für alle Lebenslagen bereit hält.

„Einfach leben. Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil“ von Lina Jachmann, Knesebeck, 24,95 Euro.

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Buchcover von „Einfach leben. Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil“ von Lina Jachmann, erschienen bei Knesebeck

2. Cary Telander Fortin & Kyle Louise Quilici, „Simplify your Home“

Weit mehr als ein reiner Ausmist-Guide ist auch diese Neuerscheinung unter den Minimalismus-Büchern: Kyle Louise Quilici und Cary Telander Fortin bieten bereits in ihrer gemeinsamen Agentur „New Minimalismus“ Entrümpelungs-Willigen professionelle Hilfe. Dieses Expertenwissen teilen Sie nun auch mit der Allgemeinheit in schriftlicher Form: Der Ratgeber „Simplify your Home“ gibt neben den klassischen Hilfestellungen für weniger Materielles zugleich kreative Tipps für das, was übrig bleibt und wie das reduzierte Hab und Gut optisch ansprechend arrangiert werden kann – vom heimischen Arbeitszimmer über Kleiderschrank und Küche. Praktisch, wenn Sie den angestrebten Lifestyle direkt im Bücherregal umsetzen wollen: ein Minimalismus- und Interior-Ratgeber in einem!

„Simplify your Home“ von Cary Telander Fortin & Kyle Louise Quilici, Knesebeck, 22 Euro, erscheint am 16. August 2018.

Buchcover von „Simplify your Home“ von Cary Telander Fortin und Kyle Louise Quilici, erschienen bei Knesebeck Verlag

3. Constanze Köpp, „Aufgeräumt leben“

Wohnberaterin Constanze Köpp erläutert in ihrem Ratgeber einen spannenden Ansatz: Nach ihrer Theorie geht ein vollgestopfter Wohnraum fest mit einem inneren Leerraum der Person einher – demnach bringt eine Detoxkur für die heimischen vier Wände neues Leben in unser Inneres. Egal, ob Sie dieser Annahme Glauben schenken wollen oder nicht: Das Buch ist eine hilfreiche Basis für jede Ausmist- und Aufräumaktion und zeigt, wie Sie mit weniger Dingen in Ihrem Zuhause einen persönlichen Wohlfühlort schaffen.

„Aufgeräumt leben. Warum weniger Haben mehr Sein ist“ von Constanze Köpp, Knaur Taschenbuch, 9,99 Euro.

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Buchcover des Minimalismus-Ratgebers „Aufgeräumt leben. Warum weniger Haben mehr Sein ist“ von Constanze Köpp, erschienen bei Knaur Taschenbuch

4. Francine Jay, „Less is More“

Wieso sammeln wir eigentlich so viel Krempel an, bis er uns irgendwann beinahe erdrückt? Dieser Frage geht die Francine Jay in ihrem Minimalismus-Ratgeber genauer auf den Grund und analysiert das menschliche Sammelverhalten. In ihrem Buch erklärt die Autorin nicht nur, wie das großen Ausmisten tatsächlich gelingt, sondern auch, wie die neu geschaffene Ordnung zu einem angenehmen Dauerzustand wird. Ihre eigenen Erfahrungen zu einem reduzierteren Leben teilt Francine Jay übrigens regelmäßig auf ihrem Blog missminimalist.com.

„Less is More: Von der Freude des Weglassens“ von Francine Jay, Mosaik, 16,99 Euro.

Buchcover des Minimalismus-Ratgebers „Less is More“ von Francine Jay, erschienen im Mosaik Verlag

Keine Lust, ein neues Buch zu kaufen? Mit diesen 4 Tipps klappt das Entrümpeln genauso

1. Die Müllbeutel-Methode

Hängen Sie in jedem Raum eine Plastiktüte (oder einen umweltfreundlichen Stoffbeutel) an die Türklinke. Beim Aufenthalt im jeweiligen Zimmer sortieren Sie nach und nach überflüssige Gegenstände aus und legen sie in die Tüte oder den Beutel. Die „Ausmisthelfer“ sollten allerdings nicht zu lange hängen – ansonsten interpretiert Ihr Gehirn sie irgendwann als festes Wohnungsinventar und der Anreiz zum Ausrangieren geht verloren.

2. Im Schrank: Die Kleiderbügel-Methode

Kleidung aussortieren fällt Ihnen besonders schwer, weil Sie sich immer wieder einreden, Teil X ja doch bald wieder zu tragen? Seien Sie gnadenlos mit sich selbst – diese Ausmist-Methode hilft dabei: Hängen Sie jedes Kleidungsstück mit dem Bügel falsch herum in den Schrank. Was getragen wurde, darf wieder in korrekter Bügelrichtung in den Schrank zurück. Was über mehrere Monate hinweg und spätestens nach Ende der jeweiligen Saison weiterhin verkehrt herum hängt: aussortieren!

3. Die Eins-rein-eins-raus-Methode

Diese Minimalismus-Regel ist simpel und lässt sich im Badezimmerschrank genauso wie in der Schuhkommode anwenden: Wenn ein neues Teil (Hautcreme, Glätteisen, Basic-Shirt, Sandaletten) einzieht, muss ein altes Teil gehen. So zwingen Sie sich selbst dazu, die Anzahl Ihrer Habseligkeiten trotz Abwechslung bei Kleidung und Make-up nicht zu erhöhen. Überflüssiges werden Sie jedoch nur mit einer extra Entrümpelungs-Aktion los: Ausrangiertes einfach spenden, verschenken oder auf Flohmarkt oder über eine Online-Plattform oder App verkaufen.

4. Die Marie-Kondo-Methode

Die wohl populärste, aber auch äußerst effektive Methode, um neuen Platz zu schaffen, stammt von Lifestyle-Expertin Marie Kondo: Sie rät dazu, sich bei JEDEM einzelnen Gegenstand zu fragen: „Macht mich dieses Teil glücklich? Fühle ich mich gut damit?“ Lautet die Antwort nein, wird das Teil rigoros aussortiert. Eine wirkungsvolle Methode, mit der Sie sich nach und nach jeden einzelnen Raum Ihres Zuhauses vornehmen können.