Sommerurlaub in Tirol: 10 Gründe für einen Kurztrip ins Stubaital

Die Stubaier Alpen bieten eine atemberaubende Naturkulisse, echten Tiroler Charme und unzählige Ausflugsmöglichkeiten. Wandern und schlemmen Sie sich durch das Stubaital – DONNA Online zeigt, wie und wo sich das auch bei einem Kurzurlaub im Sommer lohnt.

Paar in Outdoor-Bekleidung wandert im Sommer in den Stubaier Alpen

In sieben Etappen führt der insgesamt 100 Kilometer lange Stubaier Höhenweg von Hütte zu Hütte.

Majestätisch thront der Stubaier Gletscher über dem Tal. Sogar im Sommer sind die Stubaier Alpen mit Gletschereis bedeckt und ein idealer Ort, um der sommerlichen Hitze zu entfliehen. Ob Sie sich für einen aktiven Wanderurlaub in der Stubaier Bergwelt oder ein Genuss- und Wellnesswochenende entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. DONNA Online liefert gute Gründe, wieso sich beides lohnt.

1. Wandern mit Genuss in den Stubaier Bergen

Pärchen sitzt vor Hütte und genießt eine Brotzeit mit Blick auf die Stubaier Bergwelt

Zu den „Stubaier Bauern“ gehören zwölf traditionell geführte Bauernhöfe, die ihren Gästen authentische Einblicke in die Tiroler Lebensweise gewähren.

Im Stubaital geht nicht nur die Liebe, sondern auch das Wandern durch den Magen. Daher sind hier auch gemütlichere Outdoor-Fans ohne Wandererfahrung sehr gut aufgehoben – zum Beispiel bei einem Spaziergang im Rosendorf oder einer kulinarischen Genusswanderung. Ausgehend vom Hotel Jagdhof in Neustift startet beispielsweise der Stubaier Almkräuter-Wanderweg. Was der Duft der Wiesengräser und Kräuter entlang des Weges verspricht, wird auf den Tellern der Stubaier Genussbetriebe eingelöst. Frisch gebackenes Bauernbrot, Kiachl mit Sauerkraut, dampfende Kaspressknödel und herzhafter Speck sind nur ein paar der Stubaier Schmankerl, die es beim Genusswandern zu entdecken gilt. So wird aus einem Sommerurlaub in den Alpen im Handumdrehen ein Fest für die Sinne.

2. Bergsport für jedermann

Frau plantscht mit dem Fuß im Bergsee in den Stubaier Alpen

Treppenartige Kaskaden, wehende Wasserschleier und tosende Wasserschwälle begleiten Sie auf dem WildeWasserWeg.

Das Stubaital ist ein wahres Wandereldorado: Wasserfälle, Hochmoore, Bergseen und Almwiesen sind nicht weniger beeindruckend als die hohen Berge. Naturfreunde sind auf den zahlreichen Themenwegen wie dem Alpenpflanzen-Lehrpfad oder dem Naturlehrweg zur Schlickeralm gut aufgehoben. Die Entstehung eines reißenden Baches kann auf dem WildeWasserWeg bis zu seinen Ursprüngen zurückverfolgt werden. Alternativ bietet sich auch der Quellenweg bei den Serlesbahnen in Mieders an.

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Einer der schönsten Höhenwege der Alpen und gleichzeitig eine etwas intensivere Herausforderung ist der Stubaier Höhenweg. In acht Tagen werden fast 100 Kilometer und über 8000 Höhenmeter bewältigt. Ein besonderes Erlebnis ist auch die beliebte Seven-Summits-Wanderung. Zu den sieben Gipfeln gehören das Zuckerhütl (3507 Meter) mit seiner ganzjährig weißen Schneehaube, der Wilde Freiger (3418 Meter), der lange als höchster Berg Tirols angesehene Habicht (3277 Meter), die Rinnenspitze (3003 Meter), der am einfachsten zu besteigende Dreitausender, die von Goethe als „Hochaltar Tirols“ bezeichnete Serles (2717 Meter), der Burgstall (2611 Meter) mit seinem traumhaften Panoramablick und der Elfer (2505 Meter), der Hausberg von Neustift. Zusammen geben die Seven Summits Stubai ein spektakuläres Bild ab, das nirgendwo schöner zu betrachten ist als vom Naturschauplatz Gletscherblick bei der Starkenburger Hütte aus.

3. Stubais einzige Fondue-Gondel

Blick in die Genussgondel des Hotel Jagdhof in Neustift im Stubaital

Auch die Gourmetküche ist im Stubai zu Hause – und zwar auf beeindruckenden 2900 Metern im höchsten Haubenrestaurant der Alpen sowie in den Gourmetrestaurants im Hotel Jagdhof in Neustift und im Hotel Oberhofer in Telfes.

Mitten im Stubaital steht ein Restaurant der ganz besonderen Art: die Stubaier Fondue-Gondel. „Schlemmen und dabei wie auf Wolken schweben“ lautet das Motto von Tirols kleinstem Restaurant. Die einzigartige Bergbahngondel im Stil einer gemütlichen Tiroler Stube steht auf der Terrasse des Spa-Hotels Jagdhof in Neustift. Egal, ob man sich für die Fleisch-, Käse- oder Schokoladenvariante entscheidet: Hier schlagen Fondue-Herzen definitiv höher. Ein Geheimtipp für alle, die auf besondere Art und Weise speisen und gleichzeitig den Ausblick auf die umliegenden Dreitausender genießen möchten. 

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4. Mit dem E-Bike durchs Stubaital

Am Fuße des Stubaier Gletschers erwartet Radsport-Fans jeglicher Art ein wahres Bike-Paradies. Ein rund 720 Kilometer langes Wegenetz mit Mountainbike-Routen und Talradwegen sorgt dafür, dass ordentlich in die Pedale getreten werden kann. Nicht umsonst ist das Stubaital bei Insidern die erste Adresse für Radtouren in Tirol. Während Rennradfahrer von den asphaltierten Strecken profitieren, erhalten Downhiller auf den beiden Single Trails des nahegelegenen Bikeparks im Wipptal den ein oder anderen Adrenalinkick. Neben den Extremsportlern kommen auch Genussradler voll auf ihre Kosten: Mit dem E-Bike lassen sich sogar steilere Passagen mühelos bewältigen. Auf den speziellen E-Bike-Routen stehen sogar Ladestationen zur Verfügung. Eine besonders schöne E-Bike-Strecke ist die am Hotel Jagdhof in Neustift beginnende Talrunde kombiniert mit einer Tour von der Oberhausalm zum Mutterberg. 

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5. Stubais Tor zum Himmel

Blick auf Bergsee am Gipfel Rinnenspitze in den Stubaier Alpen

Großer Lohn für kleine Mühe: Der Aufstieg zur Rinnenspitze auf 3003 Metern dauert ungefähr vier Stunden und ist ein guter Einstieg für alle, die die Seven Summits erobern möchten.

Dem Himmel ist man am Stubaier Gletscher immer ein kleines Stückchen näher als anderswo. Besonders dann, wenn man sich auf der Gipfelplattform „Top of Tyrol“ auf 3210 Metern Höhe befindet. Die Aussichtsplattform auf der Felskuppe des Großen Isidor ist nichts für Akrophobiker (Menschen mit Höhenangst), da sie neun Meter über den Fels hinausragt. Wer sich dennoch traut, wird mit einem atemberaubenden Panoramablick über 109 Dreitausender der Stubaier Alpen bis hin zu den Dolomiten in Südtirol belohnt.

DONNA-Tipp: Von der Bergstation „Schaufeljoch“ der Stubaier Gletscherbahnen (3170 Meter) steigt man über Metallstiegen zur Plattform hinauf. Lieber langsam laufen – auf 3000 Metern ist die Luft dann doch etwas dünner.

6. Zu Besuch im „ewigen Eis“

Direkt neben der Bergstation Eisgrat wartet knapp 30 Meter unter der Erde die Stubaier Eisgrotte mit ihrem jahrtausendealten Gletschereis. Bei dem 200 Meter langen Rundgang durch die Eishöhle vermitteln Infotafeln Wissenswertes über Gletscherphänomene wie Gletschermilch oder Gletschermoränen. Noch ist der Spaziergang durch das ewige Eis möglich. Aber wie überall auf der Welt ziehen sich auch die Gletscherfelder des Stubaier Gletschers immer weiter zurück. Von ewigem Eis kann daher keine Rede sein.

DONNA-Tipp: Die Eisgrotte ist vom 30. Juni bis zum 30. September 2018 täglich von 8:30 Uhr bis 15:30 Uhr geöffnet. 

7. „Alpin Golf“ im Stubaital 

Stubails eindrucksvolle Bergwelt lässt sich nicht nur beim Wandern, Bergsteigen, Klettern, Radfahren oder Paragleiten entdecken, sondern auch beim Golfen. Im Umkreis von 20 bis 50 Kilometern warten mehrere Golfplätze auf Spieler, darunter der Golfplatz Olympia Golf Igls, der Golfplatz in Lans, der Championship-Course Rinn, der Golfplatz Seefeld-Wildmoos und der Golfpark Mieminger Plateau.

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8. Heimat des Weltrekord-Kaiserschmarrens

Kaiserschmarren mit Apfelmus

Wer beim 4. Kaiserschmarrenfest dabei sein möchte, sollte für den 6. Oktober 2018 einen Abstecher ins Stubaital einplanen.

Was ist wohl das Schönste am Bergwandern? Einerseits natürlich die Mischung aus absoluter Erschöpfung und wohltuender Befriedigung, wenn man erfolgreich durchgehalten und sein Ziel erreicht hat. Andererseits ist da noch die Vorfreude auf eine ganz bestimmte Belohnung am Ende des Weges, die einem schon unterwegs das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Und egal, wie erschöpft sie sind, die Füße dazu antreibt, uns bis ans Ziel zu bringen. Denn dort wartet er sehnsüchtig: der luftig-lockere, perfekt gebackene Kaiserschmarren mit Puderzucker und Apfelmus. Die Stubaier sind für ihren sogar weltberühmt – spätestens seitdem sie im Oktober 2015 beim 1. Stubaier Kaiserschmarrenfest am Kampler See in Neustift den größten Kaiserschmarren der Welt gebacken haben. Beachtliche 155 Kilogramm brachte das fluffige Riesenschmankerl auf die Waage und übertraf damit den Titelverteidiger aus Wien um 39 Kilogramm. Und damit nicht genug: Auch 2018 die Kaiserschmarrenbäcker wieder ihre riesige Pfanne an und versuchen, ihren bestehenden Guinness-Weltrekord erneut zu brechen.

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9. Yoga und Wellness im Stubaital

In der Luft liegt der beruhigende Duft der Wälder mit zarten Zirbenaromen, die Frische des Gletschers nährt gleichzeitig die Haut. Was mit einem Workshop am Stubaier Gletscher auf über 3000 Metern begann, wurde in den vergangenen Jahren immer beliebter: Yogakurse an einzigartigen Naturschauplätzen. Doch auch für Nicht-Yogis ist die Stubaier Bergwelt ein einmaliger Wohlfühlort zum Abtauchen, Auftanken und Regenerieren. Die Ruhe und Kraft der imposanten Bergwelt unterstützt auf dem Weg zur inneren Balance.

DONNA-Tipp: Relaxen, saunieren, baden, einfach die Ruhe der Stubaier Alpen genießen. Vom Naturgarten des Hotel Jagdhof aus sieht man sogar bis zum Gletscher.

10. Ausflug in die Landeshauptstadt Innsbruck

Als kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt Tirols und Habsburgische Schatzkammer der Alpen lockt die Landeshauptstadt Innsbruck mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, etwa den barocken Adelspalästen an der Maria-Theresien-Straße, der Kaiserliche Hofburg und dem als Wahrzeichen der Stadt geltenden Goldenen Dachl. Die olympische Bergisel-Sprungschanze und die außergewöhnliche Hungerburgbahn, designt von Stararchitektin Zaha Hadid, locken Gäste aus aller Welt an. Rund um Innsbruck sorgen die Wiltener Rokoko-Basilika, die Festung Kufstein, die Kunst- und Wunderkammer auf Schloss Ambras, die Swarovski-Kristallwelten in Wattens sowie das Silberbergwerk in Schwaz für kulturelle Abwechslung.

DONNA-Tipp: Mit der Stubaitalbahn geht es vom Stubaital aus direkt in die Maria-Theresien-Straße – mit der Stubai Super Card sogar umsonst.

Ausblick auf das Jagdhotel in Neustift im Stubaital

Durch die Nähe zum Stubaier Gletscher ist Neustift der bekannteste und am meisten besuchte Ort des Stubaitals.

Lage: Das Stubaital liegt in unmittelbarer Nähe der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck und ist über die Brennerautobahn somit schnell und einfach erreichbar. Vom Taleingang bei Schönberg bis zum bekannten Ort Neustift fährt man ungefähr 20 Minuten entlang des Bachlaufs der Ruetz und entschleunigt mit jedem Meter, den man seinem Ziel näherkommt.

Unterkunft: Das Traditionshaus Spa-Hotel Jagdhof in Neustift bietet rustikales Tiroler Ambiente, einen weitläufigen Naturgarten mit Blick auf den Stubaier Gletscher, Wellnesserlebnisse für Körper und Seele – und natürlich köstliche Tiroler Küche.

Auskunft: Weitere Infos zu Aktivitäten und Events im Stubaital gibt es über den örtlichen Tourismusverband.