7 pflegeleichte Zimmerpflanzen, für die Sie keinen grünen Daumen brauchen

Sie mögen dekorative Pflanzen, können oder wollen aber nicht viel Zeit mit Gießen, Düngen und Co. verbringen? Wir stellen sieben robuste Zimmerpflanzen vor, die etwas Nachlässigkeit bei der Pflege verzeihen und ohne viel Aufwand frisches Grün in Ihr Zuhause bringen.

Drachenbaum, Ficcus und weitere kleine Zimmerpflanzen an einem hellen bodentiefen Fenster

Perfekt für Pflanzenliebhaber ohne grünen Daumen: Wir stellen dekorative Zimmerpflanzen vor, die wenig Pflege benötigen.

Zimmerpflanzen bringen ein Stück Natur in die eigenen vier Wände und setzen frische Farbakzente bei der Interior-Gestaltung. Einrichtungsfans, die keine oder nur wenig Erfahrung mit der Pflege von Grünpflanzen haben, verzweifeln schnell an ihren grünen Mitbewohnern: Welke Blätter trotz ausreichend Licht, schimmelige Pflanzenerde und braune Flecken auf einst grünen Blättern kommen Ihnen bekannt vor? Dann sind Sie hier genau richtig: DONNA stellt pflegeleichte Zimmerpflanzen vor, an denen Sie – auch ohne grünen Daumen – lange Freude haben.

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Diese 7 Zimmerpflanzen sind dekorativ und pflegeleicht

Gute Nachrichten für all diejenigen, die Grünpflanzen bisher immer eingehen ließen, aber nicht auf genügsame Sukkulenten oder Kakteen zurückgreifen wollen: Mit ein wenig Wissen zum idealen Standort, Bodenverhältnissen sowie dem Licht- und Wasserbedarf können Sie sich mit etwas Geschick viele Jahre lang an Geldbaum, Monstera oder anderen einfach zu pflegenden Topfpflanzen erfreuen. Wir erklären, welche Vorlieben die robusten Zimmerpflanzen haben und wie viel Pflegeaufwand Sie einkalkulieren sollten.

1. Yucca (Yucca elephantipes)

Die Yucca oder große Palmlilie, fälschlicherweise im Volksmund bekannt als Yucca-Palme, gehört zur Familie der Agavengewächse und ist in Mittel- und Nordamerika heimisch. Bei guter Pflege kann die Pflanze mit schwertförmigen Blättern eine Stammhöhe von bis zu fünf Metern erreichen.

Pflege-Infos: Yuccas sind für viele Lichtverhältnisse geeignet und mögen sowohl Halbschatten als auch sonnige Standorte. Im Sommer kann die Palmlilie im Freien gehalten werden, da ihr auch direktes Sonnenlicht nicht schadet. Die Yucca bevorzugt besonders kalkhaltiges Wasser, sollte jedoch nicht zu viel gegossen werden. Im Sommer tauchen Sie Ihre Yucca idealerweise für rund fünf bis zehn Minuten unter Wasser und lassen das überschüssige Wasser anschließend ablaufen. Im Winter benötigt die Pflanze noch weniger Wasser, sodass gelegentliches Gießen mit wenig Wasser ausreicht – Hauptsache, der Boden trocknet nicht vollständig aus. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Daher gilt: Lieber zu wenig gießen, als zu viel! Gartenerde mit einer abdeckenden Schicht aus Kies oder Sand bieten ideale Bodenverhältnisse für eine Yucca.

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2. Bogenhanf (Sansevieria trifasciata)

In den 60er-Jahren war der Bogenhanf eine beliebte Zimmerpflanze, die allmählich wieder in die Wohnzimmer zurückkehrt. Bogenhanf, auch bekannt als Bajonettpflanze, gilt als besonders pflegeleicht. Die zur Gattung der Spargelgewächse zählende Pflanze besitzt etwa 70 Untergattungen, die alle die charakteristischen, aufrecht wachsenden Blätter in unterschiedlichen Färbungen und mit verschiedenen Mustern aufweisen. Der natürliche Lebensraum von Bogenhanf ist Afrika, vor allem Äthiopien, Südasien sowie die Arabische Halbinsel. Wenn Sie eine Zimmerpflanze suchen, die vorrangig für bessere Luft sorgt, liegen Sie mit Bogenhanf richtig: Die Grünpflanze filtert Giftstoffe und sorgt so für eine verbesserte Luftqualität.

Pflege-Infos: Ähnlich wie Kakteen ist Bogenhanf in der Haltung äußerst unkompliziert, da er sich sowohl mit halbschattigen bis schattigen, als auch sonnigen Ecken anfreunden kann. Dabei wächst die Pflanze umso langsamer, je dunkler ihr Standort ist. Da die Sansevieria hohe Luftfeuchtigkeit mag, ist sie eine ideale Pflanze für das Badezimmer. Halten Sie Ihren Bogenhanf in einer Sand-Erde-Mischung oder Kakteenerde, um für ausreichend Luftdurchlässigkeit zu sorgen. Die Pflanze sollte sehr selten gegossen werden, Staunässe verträgt sie nicht gut. Vorsicht bei Haustieren: Bogenhanf ist äußerst giftig.

3. Geldbaum (Crassula ovata)

Der Geldbaum wird häufig auch als Speckpalme oder Pfennigbaum bezeichnet und gehört zur Gattung der Dickblattgewächse. Die ursprüngliche Heimat ist Afrika, wo die Crassula ovata häufig in direkter Nähe zu Sukkulenten wie Aloe Vera wächst. Wenn Sie keinen grünen Daumen haben ist diese Zimmerpflanze eine gute Wahl: Sie verzeiht Pflegefehler und braucht sehr wenig Aufmerksamkeit.

Pflege-Infos: Geldbäume mögen wasserdurchlässige Substrate wie Kakteenerde und sonnige Standorte, jedoch keine direkte Sonne. Im Sommer kann die Zimmerpflanze auch im Freien gehalten werden. Hier sollten Sie allerdings darauf achten, dass der Geldbaum nicht dauerhaft direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Gießfaule Pflanzenhalter werden davon begeistert sein, da die Crassula ovata mit sehr wenig Wasser auskommt und nur selten gegossen werden muss. Staunässe bringt jedoch auch der robusten Speckpalme den sicheren Pflanzentod. Da der Geldbaum nicht giftig ist, können Haustierbesitzer und Menschen mit Kleinkindern ihn guten Gewissens in der Wohnung halten. Dünger sollte nur in den ersten Wochen bei Jungpflanzen eingesetzt werden – später wächst der Geldbaum problemlos ohne Hilfe. 

4. Fensterblatt (Monstera deliciosa)

Das Fensterblatt, auch unter dem Namen Monstera deliciosa bekannt, ist in den vergangenen Jahren zur wahren Pflanzen-Ikone mutiert. Die herzförmigen Blätter der Pflanze, die mit zunehmender Größe dekorative Löcher erhalten, sorgen selbst in minimalistisch eingerichteten Wohnräumen für Tropen-Flair. Das Fensterblatt verzeiht mangelhafte Lichtverhältnisse oder zu wenig Feuchtigkeit. Heimisch ist die Pflanze in den Urwäldern Mittel- und Südamerikas – dort hangelt sie sich an Bäumen entlang und wächst in Richtung des Sonnenlichts.

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Pflege-Infos: Da der natürliche Lebensraum der Monstera der Urwald ist, kommt die Pflanze mit ganz unterschiedlichen Lichtverhältnissen aus, bevorzugt jedoch einen hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht und die Haltung in Blumen- oder Kübelpflanzenerde. Bei Zimmertemperatur fühlt sie sich besonders wohl. Ab einer bestimmten Größe ist ein Kletterstab mit rauher Oberfläche zu empfehlen, an dem die Pflanze entlangwachsen kann. Im Frühjahr und Sommer sollten Sie Ihre Monstera viel gießen, jedoch ohne dabei stehendes Wasser zu verursachen. Im Winter braucht die Monstera weniger Wasser. Vor allem bei hoher Zimmertemperatur ist es wichtig, die Blätter und Luftwurzeln regelmäßig zu besprühen – nur bei ausreichender Luftfeuchtigkeit kann die Grünpflanze gut gedeihen und neue Triebe bilden.

5. Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata)

Aufgrund des charakteristisch dicken Stammes ist die Pflanze aus der Gattung Beaucarnea in der Familie der Spargelgewächse als Elefantenfuß bekannt – weitere Bezeichnungen sind Wasserpalme und Flaschenbaum. Der Elefantenfuß zählt zu den pflegeleichten Pflanzen, da er Wasser für längere Zeit in seinem Stamm speichern kann. In seiner Heimat in Südamerika oder dem Süden der USA kann der Elefantenfuß eine Wuchshöhe von bis zu neun Metern erreichen, die hierzulande als Zimmerpflanze gehaltene Variante wird in der Regel zwischen 30 Zentimeter und zwei Meter hoch.

Pflege-Infos: Bei Pflanzen, die zu den Spargelgewächsen zählen, handelt es sich um eine exotische Art von Sukkulenten – ein Elefantenfuß kommt also mit sehr wenig Wasser und seltenem Gießen aus. Auch in Bezug auf Zimmertemperatur und Lichtverhältnisse ist er unkompliziert, gedeiht jedoch besonders prächtig an einem sonnigen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Als Substrat sind sowohl Blumen- und Kakteenerde, als auch Gemische mit kalkhaltigem Lehm, Quarzsand oder Lauberde geeignet.

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6. Drachenbaum (Dracaena)

Der Drachenbaum stammt ebenfalls aus der Familie der Spargelgewächse und ist ähnlich einfach zu halten wie ein Elefantenfuß. Insgesamt gibt es rund 50 Unterarten, die vorrangig in Asien und Afrika beheimatet sind. Je nach Art können die palmenartigen Drachenbäume bei guter Haltung als Zimmerpflanze bis zu zwei Meter hoch werden – daher sollten Sie also vor Kauf einer Dracaena sicherstellen, dass am geplanten Standort ausreichend Zimmerhöhe vorhanden ist.

Pflege-Infos: Als Zimmerpflanze hat der Drachenbaum geringe Lichtansprüche und kann in Wohnräumen daher an vielen Standorten gehalten werden. Sorten mit sehr kleinen, schmal verlaufenden Blättern benötigen etwas mehr Licht. Direkte Sonne sollten Sie vermeiden. Der Drachenbaum fühlt sich in gewöhnlicher Blumenerde wohl. Im Frühjahr und Sommer können Sie Ihren Drachenbaum etwas häufiger gießen, dabei jedoch unbedingt Staunässe vermeiden und alle zwei bis drei Wochen einen Flüssigdünger hinzugeben. Im Herbst und Winter können Sie das Gießen reduzieren. Wichtig: Wie die Monstera deliciosa sind Drachenbäume besonders vital, wenn sie bei hoher Luftfeuchtigkeit gehalten werden. Sprühen Sie die Blätter der Pflanze regelmäßig mit Wasser ein, um vor allem bei trockener Heizungsluft das Raumklima zu verbessern.

7. Kolbenfaden (Aglaonema)

Aufgrund seiner vielseitigen und teilweise farbenprächtigen Varianten mit Weiß-, Gelb- oder Rotfärbungen auf Grün gehört der Kolbenfaden zu den dekorativsten Zimmerpflanzen. Im Schutz großer Bäume und Sträucher ist der Kolbenfaden, dessen botanische Bezeichnung Aglanonema lautet, in den subtropischen Regenwäldern von Thailand, Malaysia und Indonesien beheimatet. Die Pflanze gilt als besonders robust, ist jedoch sehr giftig und daher für Haustierbesitzer ungeeignet.

Pflege-Infos: Als Zimmerpflanze bevorzugt der Kolbenfaden einen hellen Standort. Direkte Sonne sollten Sie vermeiden, um Blattverbrennungen vorzubeugen. Genauso kann die Aglaonema an einem schattigen Platz gehalten werden – hier müssen Sie aufgrund des Lichtmangels aber mit einem weniger stark ausgeprägten Blattmuster rechnen. Obwohl der Kolbenfaden aus dem Regenwald stammt, genügt seltenes Gießen. Idealerweise sollten Sie dafür sorgen, dass der Boden der Pflanze nie komplett austrocknet – handelsübliche Blumenerde ist als Substrat gut geeignet.

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