Klumpig, versalzen, angebrannt? Diese Küchen-Hacks retten jede Soße

Ärgerlich, wenn die leckere Soße zur Küchenkatastrophe wird. Doch es gibt Hoffnung. Mit diesen Tricks beheben Sie Soßenpannen im Nu – egal ob Béchamel, Bolognese oder Bratenjus.

Brünette Frau mittleren Alters probiert mit einem Holzkochlöffel lächelnd Soße aus einem Kochtopf

Die Bratensoße ist versalzen oder zu fettig? Kein Grund, den Kopf zu verlieren. Mit folgenden Tipps und Tricks machen Sie Ihre Soße im Handumdrehen wieder genießbar.

Sie kochen für Ihre Familie oder Gäste und der Braten steht schon so gut wie auf dem Tisch, doch die Soße will einfach nicht so wie Sie? Ob zu dünn, fettig oder verklumpt – manchmal geht bei der Zubereitung einfach etwas schief. Gerade bei wichtigen Anlässen fängt auch der entspannteste Koch an zu schwitzen. Dabei gibt es gar keinen Grund zur Panik. Mit diesen SOS-Tipps und -Tricks können Sie Soßenpannen ganz einfach und schnell beheben, ohne dass Ihr Missgeschick je ans Licht kommt.

Soße angebrannt: Bloß nicht umrühren

Kurz nicht aufgepasst und schon ist die Soße angebrannt. Jetzt lieber schnell den Kochlöffel aus der Hand legen und auf keinen Fall umrühren. Stattdessen nehmen Sie einen zweiten Topf und gießen den nicht verbrannten, oberen Teil der Soße vorsichtig ab. Dann nochmal erwärmen und eventuell mit etwas Sahne oder Butter binden. Mit Pfeffer oder anderen kräftigen Gewürzen abschmecken und keiner wird etwas merken.

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Klümpchen in der Soße: Pürierstab zücken

Bei noch nicht gebundenen Soßen verschwinden die Klümpchen, wenn man alles mit dem Pürierstab gut durchrührt. Fertige Soßen können Sie durch ein feines Sieb gießen, um störende Klumpen loszuwerden. Danach unter Rühren aufwärmen und fertig ist das Essen. 

Zu scharfe Soße: Milch neutralisiert

Ihnen ist beim Kochen der Pfeffer oder das Chilipulver ausgekommen? Bei zu scharf geratenen Soßen sind Milchprodukte wahre Wundermittel. Milch, Sahne, Schmand oder Crème fraîche eignen sich perfekt, um den Geschmack zu neutralisieren. Wenn Sie genug Zeit haben, können Sie die Soße nochmal ganz ohne Gewürze nachkochen und dann mit der zu scharfen Version vermischen. Was übrig bleibt einfach einfrieren.

Soße zu dickflüssig: Mit Flüssigkeit verdünnen

Ist die Soße zu dick geraten, lässt sie sich einfach mit Wasser, Wein, Fond oder Milch verdünnen, bis die Konsistenz stimmt. Anschließend eventuell nachwürzen.

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Soße zu fettig: Kälte hilft

Ist zu viel Butter oder Öl in die Soße geraten, muss sie noch lange nicht weggeschüttet werden. Stellen Sie die zu fettig geratene Flüssigkeit für einige Zeit in den Kühlschrank. Dadurch sammelt sich das Fett an der Oberfläche und Sie können es problemlos mit einem Löffel abschöpfen.

Versalzene Soße: SOS-Kartoffel

Wenn es möglich ist, löffeln Sie das überschüssige Salz schnell von der Oberfläche ab. Ist es schon verrührt, sind rohe, geschälte Kartoffelscheiben die Lösung. Einfach einige Minuten in der versalzenen Soße mitgaren, damit sie einen Teil des Salzes binden können. Die Kartoffeln dann herausfischen. Je nach Soße können Sie auch ein bisschen Zucker oder Honig unterrühren oder die Flüssigkeit mit einem Schuss Orangensaft, Milch, Wasser oder Wein strecken. Verdünnen Sie die Soße allerdings nie mit Brühe, da diese zusätzliches Salz enthält.

Soße geronnen: Wasser zugeben

Dass die Soße mal flockt, passiert selbst den besten Köchen. Dazu kommt es, wenn die Zutaten zu unterschiedliche Temperaturen haben. Ein gutes Beispiel dafür ist Sauce Hollandaise, bei der Butter und Eigelbcreme dieselbe Temperatur haben müssen, damit sie nicht gerinnt. Soßen können auch dann ausflocken, wenn Säure und Fett aufeinander treffen, zum Beispiel saure Sahne und Wein oder Zitronensaft. Versuchen Sie, die saure Sahne zunächst in einer separaten Tasse mit etwas heißer Soße glatt zu rühren und erst dann in den Topf zu geben. Für den Fall, dass die Soße schon geronnen ist, gibt es folgenden Notfallplan: Geben Sie unter ständigem Rühren tröpfchenweise kaltes Wasser hinzu, bis die Konsistenz wieder normal ist.

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Soße zu dünn: Einkochen

Damit die Soße auf dem Teller weder davonläuft noch an Geschmack verliert, ist es am besten, sie einkochen zu lassen. Wenn sie auf mittlerer Hitze köchelt, verliert sie die überschüssige Flüssigkeit ganz von alleine. Eine weitere Möglichkeit ist, die Konsistenz mit Speisestärke anzudicken. Stärke einfach mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und nach und nach in die kochende Soße geben. Speisestärke bindet schnell und lässt der Soße ihren Eigengeschmack. Prüfen Sie zwischendurch immer wieder die Sämigkeit der Soße, damit sie nicht zu dick wird. Wer keinen gekauften Soßenbinder verwenden möchte, kann auch Mehl verwenden.

Soße zu süß: Säure wirkt dagegen

Dass eine herzhafte Soße zu süß wird, kann passieren, wenn viele Karotten oder Zwiebeln enthalten sind. Dagegen hilft ein einfacher Trick: Geben Sie etwas Essig oder trockenen Wein hinzu. Die Säure gleicht den süßen Geschmack aus. Zu dunklen Fleischsoßen passt ein trockener Rotwein, bei hellen Rahmsoßen Weißwein.

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