Internationaler Tag des Kaffees: 5 spannende Fakten zum Bohnengetränk

Ein Leben ohne Kaffee? Für viele kaum vorstellbar! Fans von Espresso und Co. widmen ihrer Lieblingsbohne sogar einen eigenen Feiertag: den Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober. Passend dazu kommen hier fünf wissenswerte Infos rund um das beliebte Heißgetränk.

Barista kreiert mit heißer Milch Latte Art in einer Cappuccino-Tasse

Ein Hoch auf das braune Gold: Am 1. Oktober 2018 feiern Kaffeeliebhaber weltweit den Internationalen Tag des Kaffees.

Kaffee ist viel mehr als nur Heißgetränk: Er weckt müde Lebensgeister am Morgen, bringt Menschen zusammen und ist mit unzähligen verschiedenen Röstungen und Zubereitungsarten ein wahres Geschmackswunder. Rund 77.000 Tassen Kaffee trinkt jeder Deutsche im Laufe seines Lebens. Welche Fakten noch dafür sprechen, dass Kaffee großartig ist – und einen eigenen Feiertag definitiv verdient hat? Zum Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober 2018 stellen wir fünf spannende Hintergrundinfos aus dem Buch „Barista Know-how“ von Kaffeeprofi Kurt Leopold Traxl vor:

1. Kaffee kann Schlaganfällen vorbeugen

Dass Kaffee – außer in ungesunden Mengen – der Gesundheit nicht schadet, sondern ihr sogar zugute kommt, ist inzwischen bekannt. Aber wussten Sie, dass Kaffee Schlaganfällen vorbeugen kann? Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass bereits der Konsum von einer Tasse Kaffee das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, minimiert. Ab neun bis zehn Tassen pro Tag tritt allerdings ein Umkehreffekt auf – und die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden, steigt.

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2. Kaffee gehört nicht in den Kühlschrank

Weit verbreitet ist der Mythos, die beste Aufbewahrung von Kaffeebohnen und gemahlenem Kaffee sei im Kühlschrank. Doch diese Lagerungsweise kann sich fatal auf die Qualität auswirken: Aufgrund der Lagerung neben geruchsintensiven Lebensmitteln wie Wurst, Käse und Co. können deren Gerüche in den Kaffee eindringen und sich auf das Endergebnis nach dem Brühvorgang auswirken – dann schmeckt Ihr Morgenkaffee beispielsweise nach Salami anstatt nach Kaffee. Außerdem ist das Kondenswasser, das im Kühlschrank häufig entsteht, schädlich für die Kaffeebohnen. Auch Einfrieren wirkt sich negativ auf das Aroma und die Haltbarkeit von Kaffee aus. Lagern Sie die Bohnen daher am besten an einem lichtgeschützten Ort bei Zimmertemperatur – und nicht direkt neben der Kaffeemaschine, wo sie großer Hitze ausgesetzt sind und die Qualität ebenfalls leidet.

3. So gelingen die drei Schichten im Latte macchiato

Einen Latte macchiato zuzubereiten, der perfekt in die drei charakteristischen Schichten aus Kaffee, Milch und Milchschaum unterteilt ist, will Ihnen zu Hause einfach nicht gelingen? Hier kommt der Trick: Damit sich der Espresso nicht vorzeitig mit der Milch vermischt, muss er vorsichtig in das Glas oder die Tasse eingefüllt werden. Wichtig: Der Kaffee muss heißer als die bereits eingefüllte Milch sein. Nur dann bleibt der Milchschaum auch wirklich dort, wo er hingehört: oberhalb des Espressos. Alternativ kann es helfen, den Kaffee behutsam über einen Löffel in die Tasse laufen zu lassen.

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4. Cold Brew ist keine neue Erfindung

In den vergangenen Jahren hat sich Cold Brew, also kalt gebrauter Kaffee, zum Trendgetränk für die warmen Monate entwickelt. Dabei ist diese Zubereitungsart nichts Neues und in Japan tatsächlich schon seit einigen Jahrhunderten beliebt. Vermutlich geht die Cold-Brew-Methode auf niederländische Handelsreisende im 17. Jahrhundert zurück, die sie auf Reisen entwickelten, um unterwegs Kaffee trinken zu können – auch ohne passende Brühuntensilien und heißes Wasser. Darüber hinaus lässt sich mit der kalten Zubereitung nicht nur ein konzentrierteres Getränk, sondern auch größere Mengen für die Lagerung auf Vorrat herstellen.

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5. Katzenverdauung verhilft zu Luxusbohnen

Klingt komisch, ist aber eine berühmt-berüchtigte Methode zur Gewinnung von „Kopi Luwak“ (indonesisch: „Katzenkaffee“), einer der teuersten Kaffeesorten der Welt. Kaffeekirschen gehören zur bevorzugten Nahrung des Fleckenmusangs, einer indonesischen Schleichkatze. Nach dem Verzehr der Früchte läuft im Verdauungstrakt der Fleckenmusangs durch bestimmte Enzyme ein natürlicher Fermentationsprozess ab. Die unverdaulichen, vom Kirschfleisch umhüllten Bohnen scheiden die Katzen anschließend wieder aus. Danach werden die Kaffeebohnen gereinigt, getrocknet und teuer verkauft: Ein Kilogramm Katzenkaffee kann zwischen 800 und bis zu 10 000 Euro kosten. Frisch gebrüht schmeckt Kopi Luwak leicht süß und erdig. Leider hat der edle Katzenkaffee einen faden Beigeschmack: Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Fleckenmusangs teilweise in kleinen Käfigen und unter schlimmen hygienischen Bedingungen gehalten.

Lust auf noch mehr Kaffeewissen? Weitere Fakten und Tipps finden Sie in „Barista Know-how“ von Kurt Leopold Traxl

Cover des Buchs „Barista Know-how“ von Kurt Leopold Traxl, erschienen im riva Verlag

Die hier aufgeführten Kaffee-Fakten sind dem Buch „Barista Know-how“ von Kurt Leopold Traxl entnommen, erschienen im riva Verlag, 19,99 Euro.

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