3 Top-Reiseziele für Outdoor-Fans und Aktivurlauber

Bewegung an der frischen Luft tut gut – kein Wunder, dass es auch im Urlaub viele in die Natur zieht. Ob Hüttenwanderung, Fahrradtour oder Wüstenritt: Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, um auf Reisen aktiv zu werden. DONNA Online stellt drei Länder vor, in denen auf Naturliebhaber besonders viele Outdoor-Abenteuer warten.

Mann und Frau mit Rucksäcken und Outdoor-Kleidung geht auf einer grünen Wiese an einer Küste der Färöer Inseln entlang

Ob am Meer, in den Bergen, inmitten unberührter Natur oder auf ausgetretenen Pfaden: Aktivurlaub liegt im Trend.

Rucksack packen, rein in die Outdoor-Schuhe und los geht's: Den Alltag hinter sich zu lassen und dieses Gefühl von Abenteuer und Freiheit zu verspüren, ist schon etwas Besonderes. Dafür müssen Sie aber nicht gleich eine Expedition in die Arktis planen. Auch weniger waghalsige Reiseziele lassen das Outdoor-Herz höher schlagen. Egal, ob ein wenig Nervenkitzel für Sie dazugehört oder Sie eher zu den Reisenden zählen, für die das Naturerlebnis an erster Stelle steht: Diese drei Destinationen eignen sich perfekt für einen Urlaub unter freiem Himmel.

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1. Azoren

Mitten im Atlantik, nur etwa fünf Flugstunden von Deutschland entfernt, befindet sich das Archipel der Azoren. Die zu Portugal gehörenden Inseln sind nach wie vor ein Geheimtipp und mit ihrer abwechslungsreichen Landschaft ein wahres Paradies für Wanderer und Naturliebhaber. Sonne pur gibt es hier zwar nicht, dafür aber eine üppige Vegetation mit tiefgrünen Wiesen und bunten Blumen sowie beeindruckende Kraterseen und Geysire. Nach langen Wandertouren in einer heißen Quelle baden und die beanspruchten Muskeln entspannen? Auf den Azoren ist das möglich: Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und ermöglichen es Besuchern, ein natürlich warmes Bad inmitten der Natur genießen – zum Beispiel auf São Miguel. Die größte Azoreninsel ist vor allem für ihre Pflanzen- und Tierwelt sowie Europas einzige Teeplantage bekannt. Machen Sie einen Bootsausflug, um Wale oder Delfine zu beobachten, oder probieren Sie sich im Wellenreiten. Neben all dem Grün sind auch São Miguels historischen Ortschaften mit ihrem malerischen Charme einen Ausflug wert.

Dieser interessante Mix bietet die besten Voraussetzungen für einen unvergesslichen Outdoor-Urlaub. Nur eines sollten Sie im Vorfeld entscheiden: Ob Sie Ihre Auszeit lieber auf nur einer der Inseln verbringen wollen oder auf einer Rundreise möglichst viele Eindrücke mit nach Hause nehmen möchten. Jeder der neun Inseln ist nämlich eine Welt für sich, auf der Sie Einzigartiges entdecken und erleben können.

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2. Estland

Estlands Hauptstadt Tallinn wandelt sich immer mehr zur Trend-Metropole im Baltikum. Dabei hat das fortschrittliche Land – kein Staat ist so digital wie Estland – noch viel mehr zu bieten als den pittoresken Regierungssitz mit seinen hippen Cafés, Bars und Restaurants. Die Hälfte des estnischen Staatsgebiets ist bewaldet und besticht mit unberührter Natur und einer Ruhe, die andernorts nur schwer zu finden ist. Etwa 70 Kilometer östlich von Tallinn befindet sich zum Beispiel der Lahemaa-Nationalpark. Auf verschiedenen Routen können Wanderer und Radfahrer die über 72 000 Hektar Natur erkunden und Adler, Elche und Luchse in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Für diejenigen, die gerne länger unter freiem Himmel unterwegs sind, eignet sich der 370 Kilometer lange Oandu-Ikla-Weitwanderweg. Er führt von dem Ort Oanda im Norden einmal quer durch das ganze Land zum Dorf Ikla im Süden.

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Eine Reise nach Estland lohnt sich aber nicht nur im Sommer. Auch im Winter ist der nördlichste der drei baltischen Staaten magisch. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ausflug mit dem Tretschlitten? Dabei holt man mit einem Bein Schwung, um dann elegant mit dem Sportgerät auf dem Schnee dahinzugleiten. Auch Schneeschuhwandern ist bei den Esten sehr beliebt. Hartgesottene Outdoor-Urlauber können es auch mit Winterschwimmen probieren. Eine Wanderung durch Estlands mystische Wälder ist auch im Winter ein Erlebnis. Der Schnee knirscht unter den Wanderschuhen und wenn nötig wärmt ein heißer Glühwein ganz schnell wieder auf. Bei Nacht sieht man mit etwas Glück sogar Nordlichter über den Himmel tanzen. Dezember, Januar und Februar sind dafür die vielversprechendste Reisezeit.

3. Jordanien

Obwohl in Jordanien seit über 30 Jahren Frieden herrscht, wird der Tourismus im Land stark von den politischen Entwicklungen seiner Nachbarstaaten, dem Irak, Saudi-Arabien, der Türkei und den Palästinensischen Autonomiegebieten, beeinflusst. Dabei beeindruckt die „Schweiz des Nahen Ostens” nicht nur mit Zeugnissen vergangener Kulturen – wie der berühmten Felsenstadt Petra – sondern auch mit faszinierenden Wüstenlandschaften. Von den vielfältigen Möglichkeiten für Aktivurlauber ganz zu schweigen. Die Küste des Golfs von Akaba ist ein Paradies für Wassersportler. Die Riffe mit ihrer vielfältigen Unterwasserwelt laden zum Schnorcheln und Tauchen ein. Im Süden befindet sich auch das größte Wadi (ein Tal oder Flusslauf, der häufig erst nach starken Regenfällen vorübergehend Wasser führt) Jordaniens: das Wadi Rum. Die mondgleiche Kulisse diente bereits als Filmschauplatz, unter anderem für „Der Marsianer”. Beliebt sind hier Übernachtungen unter freiem Sternenhimmel, Ausritte mit den eleganten Araberpferden der Beduinen sowie Wander- und Klettertouren in den Felsformationen aus Granit und Sandstein.

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Apropos: Für kleine Outdoor-Abenteuer muss man nicht weit reisen – sie warten auch vor der eigenen Haustür. Zelten funktioniert zum Beispiel genauso gut im eigenen Garten, die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachten können Sie im nächstgelegenen Hochseilgarten. Oder Sie probieren mal einen neuen Weg zur Arbeit aus und radeln die schöne, wenn auch längere Strecke durch den Park. Oder Sie steigen eine Station früher aus und gehen den Rest der Strecke zu Fuß eine neue Straße entlang – kleine Entdecker- und Glücksmomente inklusive.

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