Winterurlaub: 14 Gründe, nach Südtirol zu fahren

Schwer zu sagen, wo es hier am schönsten ist: auf der Seiser Alm, oberhalb von Bozen oder um den Ortler herum. Am besten, man kommt immer wieder und gewinnt ein neues Lieblingsziel hinzu. Hier kommen die besten Südtirol-Tipps der DONNA-Autoren.

Ausblick auf den Gasthof Uetia de Boerz, zwei Menschen laufen mit Skistöcken über den schneebedeckten Hang

Alaska in klein: Der Almgasthof „Ütia de Börz” liegt auf dem 2000 Meter hohen Würzjoch im Herzen der Dolomiten. Das Gebiet wird wegen der unberührten Natur gern auch „kleines Alaska” genannt.

1. Man kann prima den Hund mitnehmen

Klettern, Skifahren, Rodeln: Südtirol ist ein großer Abenteuerspielplatz, besonders im Winter. Wer keinen Sport treiben, sondern nur gemütlich mit dem Hund durch die verschneiten Berge stapfen will, findet viele markierte Winterwege, etwa im Naturpark Pragser See, wo eine Wanderung durch eine märchenhafte Landschaft zur „Fanes Hütte“ führt, die im Winter geöffnet ist. Das dauert zwei Stunden, man geht von 1450 bis auf 2000 Meter Höhe. Oder man fährt mit dem Auto auf das Würzjoch und spaziert dort auf einem der präparierten Winterwanderwege in Richtung Peitlerkofel.

Tipp: zum Aufwärmen einen Kaiserschmarrn im Gasthof „Ütia de Börz“.

Den Klassiker selbermachen: Rezept für Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster

2. Man erlebt den Himmel auf Erden

Auch drinnen kann man es sich in Südtirol richtig gut gehen lassen, Wellnessbereiche sind hier oft wunderschöne Wohlfühltempel: etwa im Hotel „San Luis“ in Hafling oberhalb von Meran. In der scheunengroßen Badehalle prasselt das Feuer im Kamin, während man im Schwimmbecken seine Bahnen zieht. Auch das Hotel „Seehof Nature Retreat“ in Natz-Schabs bei Brixen lockt mit einem Spa der Extraklasse. Das Haus wurde 2017 nach Umbau von ehemaligen Mitarbeitern des Star-Architekten Matteo Thun gestaltet und liegt zwischen Apfelplantagen und privatem See, in den man nach dem Sauna-Gang direkt hineinspringen kann. Der Blick auf die Berge tut sein Übriges.

Indoorpool des San Luis Hotels mit Ausblick auf schneebedeckte Hütten und Tannen

Spa muss sein: Hier werden selbst Wellness-Muffel bekehrt: Im Indoorpool des Hotels „San Luis” ist es so still wie stilvoll.

3. Man spürt eine besondere Magie

Jaja, „posto magico“ (dt. = magischer Ort) denkt man, nachdem Einheimische den Weg auf den Peterbühler Hügel erklärt haben: wird halt ein weiteres tolles Fleckchen in dieser doch sowieso schon tollen Gegend sein. Und dann steht man da, neben St. Peter am Bichl: romanischer Turm, kleines Gotteshaus, das vor dem gewaltigen Massiv des Schlern noch winziger wirkt. In der Ferne das selbstvergessene Gebimmel einer Ziegenglocke, ansonsten: eine alles umfassende, zeitlose Stille – als ob die Natur andächtig den Geschichten lausche, die die in Abermillionen Jahren entstandenen Berge zu erzählen haben. Und die sind tatsächlich magisch.

4. Man findet die schönsten Hütten der Welt

Nach einer Wanderung oder der Anreise per Pferdekutsche isst man in der urigen „Talschlusshütte“ im Fischleintal in Sexten die vielleicht besten Buchteln in ganz Südtirol. Im „Moritzino“ in der Region Alta Badia geht es dagegen etwas turbulenter (und feudaler!) zu, die Luxushütte serviert frisches Seafood, Trüffel-Pasta und feine Weine auf 2100 Metern Höhe, und abends Hüttengaudi auf Italienisch.

5. Man kriegt nie genug von Schnee

Fast 4000 Meter hohe Berge, weite Hänge, unberührter Tiefschnee: Rund um den Ortler liegt das anspruchsvollste Gebiet für Skitouren und Schneeschuhwanderungen. Gute Ausgangspunkte für hochalpine Touren auf den Cevedale, die Veneziaspitze oder die Eisseespitze sind die „Zufallhütte“ im Nationalpark Stilfserjoch und der Skiort Sulden. Langlauffans steuern das Antholzer Tal im Osten Südtirols an, eines der größten und schönsten Gebiete für nordische Sportarten in den Alpen, ideal auch für Anfänger. Gemütliche Unterkunft: eine Ferienwohnung in den „Eggerhöfen“.

Da, wo ich herkomme: Das Gasteiner Tal in Österreich

6. Man isst fantastisch

Die Südtiroler Küche verbindet das Beste aus zwei Welten: mediterrane Einflüsse und bodenständige Tiroler Bauernküche. Schlecht isst man eigentlich nie. Egal, ob im simplen „Buschenschank“, wo Landwirte ihre Erzeugnisse servieren, wie dem „Rauthof“ bei Meran (Katzensteinstr. 41, Tel. 0039/ 473/244741) oder im Edel-Restaurant: Im „Terra“, dem höchstgelegenen Zwei-Sterne-Restaurant Italiens, zelebriert Heinrich Schneider kreative Naturküche auf erstklassigem Niveau. Die Geschwister haben den Berggasthof der Eltern zum Gourmetziel gemacht – mit Gerichten wie „Birkeneis mit getrockneter Milchhaut“, „in der Erde gegarte Kartoffel mit Nelken“ oder „Hefe-Spaghetti mit Schafgarben-Waldmeisterschaum“.

Buchteln mit Puderzucker liegen auf einem Teller auf einer rot-weiß karierten Tischdecke in der Sonne

Ein echter Augenschmaus: Sagenhaft leckere Buchteln gibt es u. a. in der „Talschlusshütte” (siehe Grund Nummer vier).

7. Man trifft ausgezeichnete Bergführer

Auch wenn Hannes Pfeifhofer mit seinen blonden Rastazöpfen so gar nicht wie der bärtige, wettergegerbte Alm-Öhi aussieht, an den man bei dem Wort „Bergführer“ denkt, darf man sich mit ihm auf Tour in den Sextner Dolomiten rundum sicher fühlen. Für alle, die nicht Ski fahren wollen oder können: Probieren Sie unbedingt eine Schneeschuhwanderung aus – man geht (zum Teil) wie auf Wolken! alpinschule-dreizinnen.com

8. Man kann für sich sein

Wer Schneespaß ohne Rummel sucht, ist im Lüsner Tal bei Brixen richtig. Dort gibt es kein Skigebiet, aber eine Loipe und Winterwanderwege. Im entzückenden „Herolerhof“ schläft man auf 1650 Metern direkt an der Loipe.

Die Terrasse des Herolerhofes mit Feuerstellen und Sofas im Sonnenuntergang

Pausenplatz: Beine hochlegen, ins Feuer starren, das Leben genießen: geht sehr gut auf der Terrasse des „Herolerhofs”.

9. Man ist im Ski-Paradies

Massiv gibt es so viele Abfahrten wie nirgendwo, „Dolomiti Superski“ ist mit 1200 Kilometer Pisten das größte Skigebiet der Welt. Wer ein kleines, anfängertaugliches Gebiet sucht, wird im Karersee/Eggental glücklich. Ebenso klein und abgelegen ist das Skigebiet Pfelders im Passeiertal, mit sportlichen Pisten zwischen Dreitausendern und Langlaufmöglichkeiten rund um das hübsche Bergdorf. Ebenfalls ideal für Familien und Genussskifahrer ist das kleine Gebiet Ratschings am Jaufenpass mit acht Liftanlagen, 25 Kilometer Pisten und fünf Kilometer langer Rodelbahn.

10. Man fühlt sich wie zu Hause

Viele Hotels in Südtirol sind so schön und kinderfreundlich zugleich, dass oft der ganze Clan mitkommt: Oma, Opa, Tanten, Onkel und so fort. Zum Beispiel das wunderschöne „Parkhotel Holzner“ in Oberbozen, das Hotel „Leitlof“ im Hochpustertal und der „Lüsnerhof“ der reizenden Familie Hinteregger oberhalb von Brixen.

11. Man trinkt Top-Weine

Auf der sonnigen Südseite der Alpen gedeihen schon seit Römerzeiten hervorragende Weine. Pioniere wie Alois Lageder und Josephus Mayr haben Rebsorten wie Lagrein neu belebt. Auch die Winzerin Elena Walch hat entscheidend zur Qualitätssteigerung der Südtiroler Weine beigetragen, dabei war sie ursprünglich Architektin. Aber sie kam der Liebe wegen nach Südtirol, heiratete in eine der ältesten Winzerfamilien ein. Seit 2015 haben die Töchter Julia und Karoline die operative Leitung des Traminer Weinguts übernommen.

12. Man trifft den Nikolaus

Die Bergweihnacht am Pragser Wildsee ist ein Adventsmarkt wie aus dem Märchen: mit idyllischen Holzhütten direkt am See, handgemachten Christbaumkugeln aus Glas, Holz und Stroh, Bläser-Konzerten, Nikolausumzug und sogar einem Streichelzoo.

Ein Husky und seine Besitzerin laufen durch tiefen, frischen Schnee, während die Sonne scheint.

Wau-Momente: Auch Hunde lieben den Schnee. Damit sie keine kalten Pfoten kriegen, diese am besten mit Fettcreme einreiben.

13. Man steht auf der Sonnenseite

Für alle Fans von Sonnenuntergängen: Der Open-Air-Whirlpool vor der „Bella-Vista-Hütte“ auf dem Schnalstaler Gletscher ist ein genialer Ort: die Abendsonne färbt die Dreitausender verwunschen rosarot. Eine klasse Sunset-Show gibt’s auch in der „Adler Mountain Lodge“ auf der Seiseralm. Von der Panorama-Sauna aus genießt man das Alpenglühen am Langkofel, während man selber fast glüht.

Ausblick von der Adler Mountain Lodge über eine Rasenfläche, zu nebeligen Tälern in die Berge

Fast zu schön, um wahr zu sein: Sieht aus wie Auenland, ist aber real: der Blick von der „Adler Mountain Lodge” versöhnt einen augenblicklich mit der Welt.

14. Man friert fast nie

Vielleicht liegt es am Zirbelholz, das Stuben und Zimmer mit Sommerwaldwärme auflädt. Vielleicht an der klaren Luft, die die Temperatur gefühlt ein paar Grad nach oben schiebt. Oder am Zusammenspiel von Sonne, Schnee und Traumkulisse. Jedenfalls vergessen in Südtirol selbst Frostbeulen das Frieren: beim Rodeln an der Rotwand, bei einer Pferdeschlitten-Tour auf der Seiser Alm oder im Outdoor-Pool des Hotels „Bad Moos“. Von hier aus kann man sogar nachts noch mal los – zur sagenhaft romantischen Fackelwanderung.

Zwei braune Pferde ziehen eine Kutsche durch den Schnee

Mit zwei PS über den Schnee jagen: Aufmerksame Leser haben den Berg im Hintergrund erkannt. Alle anderen scrollen nochmals ein Stück nach oben.

Autoren: Titus Arnu, Ischta Lehmann, Tania Messner, Carolin Schuhler, Sabine Spieler

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