Zero Waste-Trend: So verschwenden Sie weniger Essen

Weniger Lebensmittel verschwenden und bewusster mit Essen umgehen: Diesen Zielen widmet sich die Zero Waste-Bewegung. Wir zeigen fünf einfache Wege, wie Sie im Alltag weniger Nahrungsmittel verschwenden – und stellen einen Starkoch vor, der ein gutes Vorbild in Sachen „Null-Müll-Lifestyle“ ist.

Nahaufnahme eines Tellers mit überbackenen Nacho Chips, von denen sich mehrere Hände etwas nehmen

Essen häufiger zu teilen ist nur einer von vielen Wegen, um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Wir zeigen Ihnen weitere Tipps der Zero Waste-Bewegung.

Endlich mal ein sinnvoller Food-Trend: Die Zero Waste-Bewegung hat es sich zum Ziel gesetzt, weniger Lebensmittel zu verschwenden und so wenig Müll wie möglich zu prodzieren. Wir stellen Ihnen fünf einfache Wege vor, wie Sie weniger Nahrungsmittel wegwerfen müssen und zeigen einen prominenten Koch, der mit Essensresten Köstlichkeiten zaubert.

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5 Ideen, wie Sie Food-Waste reduzieren können

Pro Jahr wirft jeder Deutsche 81 Kilo Lebensmittel in den Müll. Wie schön, dass wir das ändern können! 

1. Zum Markt gehen

Man braucht eigentlich nur zwei Karotten, aber die Schale mit dem Kilo ist so günstig? In Zukunft ignorieren, sonst ist Wegwerfen vorprogrammiert. Auf dem Markt kann man passende Mengen kaufen, auf Plastikverpackung verzichten und nebenher lange Transporte vermeiden.

2. Den Sonntag feiern

Das könnte unsere neue Gewohnheit werden: Am Sonntagnachmittag alles aus dem Kühlschrank räumen, was nicht mehr lange hält, und zu kleinen Gerichten verarbeiten. In Schraubgläser oder Brotboxen verpacken, kühl stellen – und sich freuen über Lunch zum Mitnehmen für die nächsten Tage!

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3. Klug lagern

Tomaten und Zitronen gehören nicht in den Kühlschrank, Bananen sollten hängen und fern von Äpfeln ruhen – je passender Lebensmittel aufbewahrt werden, umso länger halten sie. Und lassen Sie sich nicht vom Haltbarkeitsdatum irritieren – die meisten Dinge sind sehr viel länger gut. Vertrauen Sie Ihrer Nase. 

4. Der Tafel helfen

Die Organisation „Die Tafel” rettet Lebensmittel aus Überproduktion und Supermärkten und verteilt sie an Bedürftige – und davon gibt es im reichen Deutschland mehr, als man meint. Diese wichtige und effektive Einrichtung freut sich sowohl über Spenden als auch über Mithilfe. Mehr dazu auf tafel.de.

5. Geschenke machen

Die Suppe war gut, aber zu viel? Man geht auf Reisen und der Kühlschrank ist noch voll? Über die Seite foodsharing.de kann man anbieten, was übrig ist. Und an den, der vorbeikommen möchte, verschenken. Auch Supermärkte denken um: Die Kette Hieber bietet Abgelaufenes in Food-sharing-Boxen gratis an. 

Starkoch Massimo Bottura: Der mit den Resten zaubert

Der italienische Sternekoch Massimo Bottura ärgerte sich über Essensverschwendung – und packte das Problem an.

Als Mailand 2015 die Expo unter das Motto „Feeding the Planet“ stellte, hatte Massimo Bottura einen Traum: Wie wäre es, wenn die weltbesten Küchenchefs nur aus den Essensresten der Expo feine Gerichte kochten und sie den Obdachlosen anböten? Gedacht, gemacht: Architekten und Studenten des Mailänder Politecnico übernahmen Renovierung und Ausstattung eines alten Gebäudes, italienische Firmen und Künstler stifteten Möbel und Beleuchtung.

Bottura kontaktierte derweil die großen Köche – und alle sagten zu, wollten Essen retten, das sonst auf dem Müll gelandet wäre. „Kochen kann unseren Blickwinkel auf die Welt ändern“, sagt Bottura, der aus Brotresten ein Pesto und aus Bananenschalen Chutney gemacht hat. Alle Rezepte, die in diesem Projekt entstanden sind, hat er jetzt in einem inspirierenden Buch versammelt: „Bread is Gold“ (Phaidon Verlag, 28,99 Euro).