Sicher durch den Winter

So machen Sie Ihr Auto in 5 Schritten winterfit

Um Unfälle im Winter zu vermeiden, sollten Sie Ihr Auto rechtzeitig checken und winterfit machen. | © iStock | Trendobjects
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Um Unfälle im Winter zu vermeiden, sollten Sie Ihr Auto rechtzeitig checken und winterfit machen.

Jedes Jahr stehen Autofahrer vor demselben Problem: Wenn es plötzlich anfängt zu schneien, ist der Pkw noch mit Sommerreifen ausgestattet und auch ansonsten alles andere als wintersicher. Mit unserer Checkliste machen Sie Ihr Auto schon vor dem ersten Schnee sicher für die kalte Jahreszeit.

Bei Wintereinbruch ist das Verkehrschaos auf deutschen Straßen vorprogrammiert – nicht zuletzt, weil viele Fahrer bei Schnee und Glatteis noch mit Sommerreifen unterwegs sind. Damit Sie und Ihr Auto gut durch den Winter kommen, finden Sie in der DONNA-Checkliste fünf wichtige Tipps für eine gute und sichere Fahrt in der kalten Jahrenzeit:

Checkliste: 5 Schritte für ein winterfestes Auto

1. Winterreifen aufziehen

Wenn Sie im Spätherbst noch immer mit Sommerreifen unterwegs sind, wird es höchste Zeit für einen Termin in der Werkstatt oder den Reifenwechsel zu Hause. Schließlich kann es in manchen Teilen Deutschlands in höheren Lagen bereits im Oktober zu ersten Schneefällen kommen. Spätestens im November sollten Sie also mit Winterreifen fahren – bei einem Unfall aufgrund falscher Bereifung ist es möglich, dass die Versicherung die Zahlung des Schadens verweigert. Außerdem wird ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro fällig, wenn Sie bei winterlicher Witterung mit Sommerreifen erwischt werden. Zusätzlich gibt es einen Punkt in der Verkehrssünderdatei in Flensburg.

Also lieber rechtzeitig die Reifen wechseln – und regelmäßig prüfen, ob Ihre Autoreifen noch ausreichend Profiltiefe besitzen. Bei allen gängigen Reifentypen können Sie an der mit einem Pfeil markierten Stelle am Reifenrand prüfen, ob der Reifen bereits zu stark abgefahren ist.

2. Frostschutzmittel einfüllen

Der Kühler Ihres Pkw sollte rechtzeitig mit Frostschutzmittel aufgefüllt werden. So sorgen Sie dafür, dass Wasserpumpe, Kühler und Kühlkanäle des Autos auch bei niedrigen Temperaturen reibungslos funktionieren. Achtung: Lassen Sie sich im Zweifelsfall in einer Werkstatt oder von einem versierten Autofahrer dabei helfen. Das Kühlsystem sollte niemals bei noch warmem Motor geöffnet werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass Sie sich an heißer Flüssigkeit verbrennen!

Auch die Scheibenwischanlage kann bei Frost gefrieren – deshalb sollten Sie unbedingt auch der Scheibenwaschflüssigkeit rechtzeitig ein Frostschutzmittel hinzufügen.

3. Lichtanlage prüfen und sauberhalten

Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, die Lichtanlage des Fahrzeuges zu überprüfen. Idealerweise lassen Sie sämtliche Lichter in einer professionellen Autowerkstatt checken. Nach Fahrten im Schnee mit viel Spritzwasser sollten Sie Ihre Scheinwerfer zudem regelmäßig reinigen: Durch eine Autofahrt auf einer extrem verschmutzten Straße können Scheinwerfer mehr als 50 Prozent ihrer Leuchtkraft einbüßen.

4. Autobatterie aufladen oder austauschen

Wann haben Sie sich zuletzt Gedanken über den Zustand Ihrer Autobatterie gemacht? Spätestens mit Einbruch des ersten Frosts sollten Sie sicherstellen, dass die Batterie funktionstüchtig ist. Veraltete oder schlappe Autobatterien werden zum Verhängnis, wenn die Temperaturen unter null Grad fallen oder Sie Ihr Auto bei Kälte häufig für kurze Strecken nutzen. Bei einer Autobatterie, die älter als fünf Jahre ist, sollten Profis die Leistungsfähigkeit prüfen und gegebenenfalls gegen eine neue Batterie tauschen.

Tipp: Um batteriebedingte Autopannen zu vermeiden, sollten Sie stets ein Starterkabel im Kofferraum Ihres Pkw mitzuführen. Bei schwacher Batterieladung kann Ihnen ein zweites Fahrzeug mithilfe des Kabels Starthilfe geben.

5. Türen winterfest machen

Die Dichtungen und Schlösser der Autotüren werden beim Kfz-Winter-Check oftmals vergessen. Dabei ist der Ärger groß, wenn Sie morgens aufgrund eingefrorener Türschlösser nicht losfahren können. Fetten Sie das Dichtungsgummi der Türen sowie alte Dichtungen vor Wintereinbruch deshalb regelmäßig mit einem speziellen Pflegeprodukt ein, um das Material geschmeidig zu halten. Ist das Gummi schon zu porös, kann es sein, dass Sie die Türen oder den Kofferraum des Fahrzeuges nicht mehr öffnen können.

Wenn Sie Ihre Türschlösser mit einem Grafit-Spray behandeln, verhindern Sie ein Vereisen bei Frost. Außerdem ist es sinnvoll, immer einen Türschlossenteiser griffbereit zu haben – und diesen nicht im Auto selbst, sondern beispielsweise in der Handtasche aufzubewahren.

Diese Winterausrüstung fürs Auto sollten Sie dabei haben

Selbst, wenn Sie Ihr Auto bereits winterfit gemacht haben, sollten Sie diese Utensilien in Ihrem Fahrzeug bzw. in Ihrer Garage, Wohnung oder Handtasche mitführen:

  • Eiskratzer, Handbesen und Abdeckfolie für die Frontscheibe Ihres Autos

  • Türschlossenteiser

  • Optional ein spezielles Scheibenspray, das vereiste Frontscheiben binnen weniger Sekunden freimacht. Vor allem bei älteren Fahrzeugen oder Hektik am Morgen sind Blitz-Enteiser sinnvoll.

  • Handschuhe und Küchenrolle, um unterwegs Motoröl und Frostschutzmittel nachzufüllen

  • Starthilfekabel für die Autobatterie

  • Schneeketten sind in Wintersportgebieten wie Österreich, der Schweiz und in Teilen Italiens und Frankreichs vorgeschrieben. Erkundigen Sie sich vor dem Schiurlaub oder anderen Reisen im Winter unbedingt rechtzeitig nach den Vorschriften und Witterungsbedingungen!