Von hart gekocht bis pochiert

Mehr als Eier kochen: Die 11 besten Eier-Hacks

Nie wieder Eier-Pannen: Mit diesen Tipps und Tricks gelingt Ihnen das perfekte Frühstücksei garantiert. | © SKYNESHER ISTOCK
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Nie wieder Eier-Pannen: Mit diesen Tipps und Tricks gelingt Ihnen das perfekte Frühstücksei garantiert.

Ob als Krönung für den Avocadotoast oder klassisch hart gekocht: Eier gehören bei vielen Europäern täglich auf den Speiseplan. Wie ein perfektes pochiertes Ei gelingt und Rührei so richtig fluffig wird? Hier kommen elf clevere Küchentricks, mit denen Ihnen ab sofort jede Eierspeise gelingt.

Die Deutschen lieben Eier: Durchschnittlich 230 Stück verspeisen wir hierzulande jährlich pro Kopf. Ob als klassisches Frühstücksei, gebraten auf Toast oder als raffiniertes Omelett: Ei lässt sich in unzähligen leckeren Varianten zubereiten. Doch wie wird Rührei aromatisch und fluffig? Und wie gelingt ein pochiertes Ei, ohne dass dafür eine ausgefeilte Technik und mehrere Anläufe nötig sind? Wir lüften das Geheimnis und stellen Ihnen die elf besten Eier-Hacks vor.

Eier-Hack 1: Der Frischetest

Bevor Sie mit der Zubereitung Ihrer liebsten Eierspeise starten, das Wichtigste vorweg: Vor allem bei Zubereitungsmethoden, bei denen der Dotter leicht flüssig bleibt, ist Frische das A und O. Frische Eier haben genug eigene Schutzmechanismen, um gesundheitsgefährdende Salmonellen fernzuhalten. Je länger Sie die Eier lagern, desto höher ist das Risiko einer Salmonellenvergiftung. Daher sollten Sie für sämtliche Rezepte mit rohen oder halbrohen Eiern unbedingt nur frische Eier verwenden.

Und so testen Sie, ob die Eier noch frisch sind: Ein Glas mit Wasser füllen und das Ei vorsichtig hineingleiten lassen. Schwimmt es mit dem „Hintern“, also seiner Spitze oder Unterseite oben, ist das ein Zeichen dafür, dass sich im Inneren Gase gebildet haben. Dann sollten Sie vorsichtig sein und das Ei zusätzlich zum Wassertest einem Geruchstest unterziehen: Riecht es leicht fischig, ist es bereits schlecht geworden und sollte nicht mehr verarbeitet werden. Ein frisches Ei legt sich im gefüllten Wasserglas auf seine Längsseite.

Eier-Hack 2: Rührei fluffig machen

Ein gelungenes Rührei ist schön locker und aromatisch. Im schlimmsten Fall wird es zu einer trockenen, eingesackten Masse, die wenig appetitlich aussieht. Mit ein paar Tricks gelingt der Küchenklassiker aber garantiert: Setzen Sie beim Anbraten statt auf Öl auf Butter – gerne großzügig dosiert. Die Eiermischung würzen Sie zunächst mit etwas Salz und Pfeffer und geben dann einen kleinen Schuss Milch bei. Die Milch macht die Masse besonders luftig und verleiht dem Rührei ein angenehmes Aroma. Auch auf das richtige Werkzeug kommt es an: Verwenden Sie eine hochwertige Pfanne mit Anti-Haft-Beschichtung und einen guten Pfannenwender, am besten aus Silikon. Die Eiermasse in die Pfanne geben, für 15 bis 20 Sekunden stocken lassen und dann mit langsamen Bewegungen sachte hin- und herschieben. Am Pfannenrand bäckt das Ei besonders schnell an, die Masse daher vom Rand zügig in die Pfannenmitte schieben. Auch das Timing ist wichtig: Das Rührei ist servierbereit, wenn es noch leicht feucht glänzt. Auf dem Teller stockt es noch etwas nach, daher lieber rechtzeitig aus der Pfanne nehmen, damit es nicht zu trocken wird.

Eier-Hack 3: Pochiertes Ei zubereiten

Verlorene Eier sind außen schön durch und haben innen ein wachsweichen Dotter, der sich beim Stich in die Mitte köstlich über Toastbrot, Avocado und Co. ergießt. Doch so schön das in der Theorie klingt, so kniffelig wird das Ganze in der Praxis. Selbst routinierte Köche verzweifeln ab und zu an pochierten Eiern. Der Trick: Frischhaltefolie. Nicht unbedingt die umweltfreundlichste Zubereitungsvariante, aber effektiv. Dazu ein Stück Frischhaltefolie über ein Trinkglas oder eine Tasse stülpen und mit Kochspray (beispielsweise Rapsöl zum Sprühen) einsprühen. Dieser Schritt ist wichtig, damit das Ei nach dem Pochieren nicht an der Folie kleben bleibt. Anschließend das Ei vorsichtig in die Folie aufschlagen, die Folie nach oben hin eindrehen und verknoten oder mit einem Haushaltsgummi verschließen. Wasser in einem Topf aufkochen bis es sprudelt, dann die Hitze reduzieren. Sobald keine Bläschen mehr aufsteigen kann das Ei mitsamt der Folienhülle in den Topf. Durch die Extraschicht Frischhaltefolie verlängert sich die Garzeit auf rund sechs Minuten. Das Folienpäckchen anschließend aus dem Topf nehmen, oben aufschneiden und das perfekt pochierte Ei heiß servieren.

Eier-Hack 4: Eigelb von Eiweiß trennen

Eiweiß und Dotter sauber voneinander zu trennen, fällt vielen Hobbyköchen oder -bäckern schwer. Mit diesem simplen Küchen-Hack, für den Sie lediglich eine leere PET-Flasche und zwei flache Schüsseln brauchen, geht es beim nächsten Mal einfacher: Das rohe Ei aufschlagen und in eines der beiden Gefäße geben. Der Eidotter sollte dabei möglichst intakt bleiben. Anschließend die PET-Flasche zusammendrücken, die Flaschenöffnung nah am Eigelb ansetzen und den Korpus loslassen, damit Luft in die Flasche strömen kann. Schon schwebt das Eigelb durch den erzeugten Unterdruck im Flascheninneren oberhalb des Flaschenhalses und flutscht mit einem weiteren, sachten Druck auf den Flaschenkorpus in die zweite Schüssel.

Eier-Hack 5: Ei in Avocado backen

Auf Instagram sorgen Food-Blogger mit Avocadoschiffchen, in deren Mitte ein Ei thront, regelmäßig für Futterneid. Dabei können Sie das fotogene Trendgericht mit diesem Küchen-Hack ganz einfach zu Hause nachkochen. Dazu benötigen Sie eine reife Avocado, die Sie halbieren und entkernen. Wenn die Kuhle zu klein für ein ganzes Ei ist, gegebenenfalls noch mit einem Teelöffel etwas Fruchtfleisch herausnehmen. Die beiden Avocadohälften in eine feuerfeste Form geben und anschließend jeweils ein Ei vorsichtig in die Kuhlen aufschlagen. Bei 180 Grad Umluft bzw. 200 Grad Ober-/Unterhitze in den Ofen geben und die Avocado während dem Backen nicht aus den Augen lassen. Je nach Größe von Ei und Avocado variiert die Garzeit zwischen zehn und 15 Minuten. Das Ei ist fertig, sobald die Avocado am Rand braun wird. Dann schnell aus dem Ofen holen, nach Belieben mit einer Prise grobem Meersalz, Pfeffer und Chiliflocken bestreuen, fertig! Das Low-Carb-Gericht ist übrigens besonders reich an Proteinen und gesunden Omega-3-Fettsäuren.

Eier-Hack 6: Spiegelei perfekt braten

Über das perfekte Spiegelei lässt sich streiten: Die einen mögen es zart gebräunt mit noch flüssigem Eigelb, die anderen so richtig kross frittiert. Wenn Sie zur zweiten Kategorie gehören, aber ein Ei-Massaker in der Pfanne vermeiden wollen, kommt hier ein Geheimtipp: Das Wichtigste für ein perfekt gebratenes Spiegelei ist ein wenig Geduld. Erhitzen Sie reichlich Butter in einer Pfanne und schlagen Sie das Ei hinein. Anschließend heißt es zwei Minuten lang Finger weg und das Spiegelei friedlich vor sich hin braten und blubbern lassen. Erst danach aus der Pfanne nehmen und servieren. Das Ergebnis: ein Spiegelei mit perfekt gebräunter Kruste an der Unterseite und knusprig-braunen Rändern.

Eier-Hack 7: Mehrere pochierte Eier auf einmal zubereiten

Sie machen einen Brunch für Freunde oder die Schwiegereltern und wollen mit perfekt pochierten Eiern glänzen? Mit diesem Hack ist es kein Problem, die Frühstücksspezialität in größeren Mengen vorzubereiten: Einfach ein Muffinbackblech zur Hand nehmen und die gewünschte Anzahl Eier in die Mulden schlagen. Nach Belieben frische Kräuter darüberstreuen, dann in den Backofen stellen. Rund zehn Minuten reichen aus, damit das Eiweiß gut fest und das Eigelb noch leicht wachsig ist. Behalten Sie den Garprozess im Backofen im Auge und nehmen Sie die pochierten Eier zum richtigen Zeitpunkt heraus, damit sie nicht zu trocken werden.

Eier-Hack 8: Schale von hart gekochtem Ei entfernen

Ob Oster- oder Frühstücksei, hartnäckig festsitzende Schalen können hartgekochte Eier schnell zur Geduldsprobe machen. Mit diesem Trick ist die Eierschale im Nu ab: Einen Behälter mit Deckel, beispielsweise ein leeres Marmeladenglas, mit Wasser füllen. Das hartgekochte Ei hineingeben, Deckel fest verschließen und einmal durchschütteln. Siehe da: Die Schale hat sich problemlos gelöst und treibt im Wasser. Anschließend müssen Sie das „nackte“ Ei nur noch abseihen oder behutsam herausziehen und kurz abspülen, falls noch einzelne Schalenstückchen daran kleben.

Eier-Hack 9: Das perfekte Omelett zubereiten

Neben pochiertem Ei ist das Omelett die Eier-Königsdisziplin. Idealerweise sollte es aromatisch, luftig-locker, innen noch leicht feucht und außen dezent angebräunt sein. Mit diesen Zubereitungstricks gelingt auch Hobbyköchen ein perfektes Omelett: Verwenden Sie wie auch bei Rührei für das Braten eine hochwertig beschichtete Pfanne und einen Pfannenwender aus Silikon. Die gewünschte Anzahl Eier in eine Schale schlagen, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen, einen Schuss Milch hinzugeben und alles leicht verquirlen. Die antihaftbeschichtete Pfanne vor dem Braten gut heiß werden lassen, dann die Eiermasse hineingeben.

Das rohe Ei anfangs kurz vom Pfannenrand zur Pfannenmitte hin schieben, dann stocken lassen. Am Rand können Sie das Omelett vorsichtig anheben und prüfen, ob es bereits durchgebraten ist. Ist dies der Fall, falten Sie es von einer Seite ein zu einem Halbmond. Vorsichtig aus der Pfanne heben und servieren. Länger als zwei Minuten sollte ein normal dickes Omelett nicht benötigen: Dann ist es auf einer Seite schön angebräunt und im Inneren noch feucht glänzend. Lieber etwas früher aus der Pfanne nehmen, damit die Eierspeise auf dem Teller noch etwas nachstocken kann und nicht zu trocken wird. Übrigens: Wer seine Omelette gerne mit Zwiebeln, Paprika oder Speckwürfeln verfeinert, sollte die Zutaten vorab kurz andünsten und erst dann die Eiermasse hinzugeben.

Eier-Hack 10: Omelett in größere Mengen produzieren

Sie wollen nicht nur eines, sondern gleich mehrere Omelette servieren? Statt der Pfanne nehmen Sie dafür am besten ein Backblech zur Hand: Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und das Backblech mit Kochspray oder Butter einfetten. Die Omelettmasse wie bei Eier-Hack Nummer neun beschrieben vorbereiten und auf das Blech geben. Im gut vorgeheizten Ofen benötigt die Eiermasse rund zehn Minuten – je nach Art des Ofens und Dicke der Eiermasse kann die Garzeit aber variieren. Daher Ofen im Auge behalten und das Blech rechtzeitig herausnehmen. Für optisch ansprechende Omelette können Sie mithilfe eines runden Gefäßes gleichmäßige Portionen aus der Eiermasse ausstechen.

Eier-Hack 11: Hart gekochte Eier perfekt zubereiten

Für Eierliebhaber gehören hart gekochte Eier zum Sonntagsfrühstück wie die Butter auf dem Brot. Dafür, dass der Dotter nicht grün-grau wird, sondern tiefgelb bleibt, sorgt dieser Eiertrick: Das Ei für maximal zehn Minuten in kochendem Wasser garen, dann sofort in einer Schüssel mit eiskaltem Wasser abschrecken. Wenn Sie das Ei anschließend genießen, erwartet Sie im Inneren mit großer Wahrscheinlichkeit ein leuchtend gelber Dotter.