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Interior-Ratgeber: Gute-Laune-Farben für Ihr Zuhause

Frau streicht eine Wand. | © Mike Kemp, Getty Images
© Mike Kemp, Getty Images
Sie suchen neue Inspiration für Ihre heimischen vier Wände? Eine neue Wandfarbe lässt Räume im Nu anders wirken – und beschert uns gute Laune.

Es gibt keinen schnelleren Weg, Frische und einen eigenen Touch in die Wohnung zu bringen, als zum Farbtopf zu greifen. Wir hätten hier ein paar Ideen – und geben Tipps zu Farbwahl, selbst Streichen und Wand-Gestaltung.

Ein frischer Anstrich an den Wänden ist ein einfacher Weg für ein neues Wohngefühl – ganz ohne neue Möbel zu kaufen. Wir erklären Ihnen, wie die beliebtesten Wandfarben nach der Lehre der Farbenpsychologie wirken und wieso Sie unbedingt selbst streichen sollten statt einen Profi zu beschäftigen.

4 Gründe, warum wir jetzt Farbe in unserem zu Hause wollen

1. Alles sieht besser aus vor farbigen Wänden

Ob Möbel, Lampen oder Bilder, vor farbigem Hintergrund werden sie plötzlich zum Star auf der Bühne und benehmen sich besser.

2. Farben machen Stimmung

Viele unterschätzen, wie sehr ein sonnengelber Vorhang die Laune hebt. Graues Stadtfeeling lässt sich übrigens mit satten, sinnlichen Grüntönen vertreiben.

3. Buntes fördert die Kreativität

In weiße, monochrome Wohnungen passen nur ganz bestimmte Sachen. Wer aber farbig wohnt, kann sich vieles erlauben. Sie werden sehen: Farbe zieht Farbe an – und lustvolle Experimente!

4. Farben machen uns interessant

Wer bunt streicht, hat sich etwas getraut, zeigt Mut, Lebensfreude und Persönlichkeit. Natürlich kann man auch mit weißer Raufaser Freude zeigen. Ist aber schwieriger.

Farbenpsychologie: So wirken beliebte Wandfarben auf die Psyche

Welche Farbe in welches Zimmer passt, ist am Ende Geschmackssache, klar. Aber ein bisschen Know-how hilft bei der Entscheidung, welche Farbe Ihre Wohnräume schmücken soll:

Rot für Leidenschaft

Obwohl Rot für Sinnlichkeit steht, eignet es sich nicht als Wandfarbe für das Schlafzimmer. Denn gleich­ zeitig ist es eine Signalfarbe und fördert die Aktivität, genau das, was wir in Arbeitsräumen, Entrees oder sogar Wohnräumen gebrauchen können.

Blau für Harmonie

Der Himmel, das Meer, die Unendlichkeit – kein Wunder, dass Blau Ruhe und Beständigkeit ausstrahlt. Die Farbe der Könige ist perfekt fürs Schlafzimmer, für kleine Salons oder das Bad.

Gelb für Wärme

Die sonnigste aller Farben wirkt enorm aufheiternd. Perfekt für alle Räume, in denen wir es uns besonders freundlich wünschen, wie Wohn­ und Essräume. Allzu knallige Gelbtöne sollte man an den Wänden vermeiden, die können unwohnlich wirken.

Grün für Natur

Die Farbe der Pflanzen wirkt ausgleichend und regenerierend, außerdem regt sie die Kreativität an. Damit ist Grün eine ideale Farbe für Schlafzimmerwände, kommt aber fast überall gut an. Wie wäre es mit einem grünen Flur, Kinderzimmer, Küche oder Bad?

Beige für Entspannung

Weiche Töne zwischen Sand und Erde beruhigen und geben uns ein behagliches, sicheres Gefühl. Die Zeiten, in denen diese Farbe als spießig galt, sind definitiv vorbei. In Küchen und Wohnräumen liefert Beige einen angenehmen und eleganten Hintergrund.

Statt neuer Farbe für die ganzen Wände: mit Motiven schmücken

In den Baumärkten gibt es inzwischen diverse Schablonen, die man auf die Wand auflegt und mit speziellen Stupfpinseln füllt. Ihr Wunschmotiv ist nicht dabei? Malen Sie es sich einfach selbst auf (im Bild oben: das Blatt einer Monstera). Ausschneiden, auf die Wand legen, Umriss mit Bleistift aufzeichnen. Das Ausmalen verlangt eine ruhige Hand und viel Geduld. Dafür sparen Sie sich allerdings die Meditationseinheit.

Yes, you can! Mit diesen Tricks klappt das selbst Streichen

Genau, wir können den Maler anrufen. Aber selbst gestrichene Wände machen stolzer. So klappt es:

  • Bereiten Sie am Vorabend alles ganz in Ruhe vor: Wand mit Besen entstauben, Lichtschalter abschrauben, Kanten und Boden sauber abkleben, Unebenheiten spachteln/schleifen. Das Streichen am Folgetag bei gutem Tageslicht ist dann quasi die Kür.

  • Doch, es macht Sinn, erst eine kleine Probedose zu kaufen und ein Stückchen Wand zu streichen. Kleine Mühe statt großer Frust.

  • Leisten Sie sich vernünftiges Malerband zum Abkleben (z. B. „tesa Perfect“). Damit werden Kanten sauber, nichts läuft drunter, es bleiben nach dem Abziehen keine Spuren.

  • Kaufen Sie genug Farbe für mindestens zwei Anstriche. Die erste Schicht als Grundierung sorgt dafür, dass stärker saugende Partien nicht fleckig werden.

  • Damit man nach dem Trocknen keine Ansatzstreifen sieht: Erst Ecken und Kanten von nur einer Wand und dann zügig die Fläche streichen – erst danach geht es weiter zur nächsten Wand.

Wieso immer gleich neue Farbe? Auch Wandmuster bringen frischen Wind in Wohnräume.
 | © Danil Nevsky, Stocksy
© Danil Nevsky, Stocksy
Wieso immer gleich neue Farbe? Auch Wandmuster bringen frischen Wind in Wohnräume.