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Tolle Wohnideen aus Hotels: 11 Interior-Inspirationen

Schickes Hotelzimmer in Paris mit schwarzen Wänden. | © Benoit Linero
© Benoit Linero
Eleganz á la Paris: Das Boutique-Hotel „Providence“ befindet sich in einem Gebäude aus dem Jahr 1854 im Herzen des 10. Arrondissements.

Zurück aus dem Urlaub – mit einer Menge neuer Ideen für die Wohnung im Gepäck: Hier sind elf Interior-Inspirationen aus tollen Hotels von Berlin bis Lissabon.

Doppelt verwerten

Wo, wenn nicht in Paris, kann man in Opulenz schwelgen? Das Hotel „Providence” am Rande des Marais nimmt es mit dem „mehr an Mehr” sehr genau: Hier bestehen beispielsweise die Lampenschirme in den Zimmern aus dem gleichen Bezugstoff wie die Tapete, die Vorhänge tragen den Farbton der Wände: Nachtblau – très chic!

Ein Farbenspiel wagen

Was eine kleine farblich abgesetzte Ecke doch ausmacht! Die Kombi Gelb-Rosé-Sand klingt erst mal schräg – ist grafisch inszeniert aber genial, wie man im charmanten Hotel „Henriette” in der Rue des Gobelins in Paris sehen kann. Der Raum wirkt harmonischer, wenn die Farbtöne von Accessoires aufgegriffen werden, z. B. mit Kissen und Plaids. Schön dazu: schlichte Möbel mit einem Twist, etwa die Hängeleuchte am Seil oder das Lederpolster als Betthaupt.

Aus alten Mustern ausbrechen

Sicher, der Raum muss das hergeben, aber im Boutique-Hotel „San Giorgio” auf Mykonos (Boho-Chic mit viel Weiß, Holz und Korbelementen) kann man gut sehen, dass ein Teppich nicht zwangsläufig unter Tisch und Stühlen liegen muss, sondern auch gerne daneben – so kommt das Muster viel besser zur Geltung. Eine so einfache wie schöne Interior-Idee: Im Bad dient eine aus Treibholz gebaute Leiter als Handtuchhalter.

Glanzpunkte setzen

Vorbei die Zeiten, als alles, was glänzte, auch protzig wirkte! Im Mailänder „Senato Hotel” kommen Messing- und Goldakzente inmitten von viel Weiß gezielt und elegant zum Einsatz. Sie schmücken Waschbecken, Anrichten, Lampenfassungen oder die komplette Bar. Selbst gewöhnliche Zimmerpflanzen wirken darauf plötzlich wie eine Kunstinstallation! Zu Hause kann man sich auch mit Couchtischen, -Tabletts, Pflanztöpfen und Vasen behelfen und das Drumherum in hellen Tönen gestalten.

Neu einkleiden

Holzwände hatten lange Zeit etwas von Jagdhütte oder Hobbykeller. Das ist zum Glück vorbei: Im Hotel „Valverde” in Lissabon wirken die Zimmer so urgemütlich wie hip, selbst im kleinsten kommt kein Schuhbox-Gefühl auf. Hinter den Paneelen kann sich mitunter sogar der Kleiderschrank verstecken. Wichtig allerdings: Nur eine Wand wird mit Holz verkleidet, am besten in einer matten Farbe.

Bunt bricht das Eis

Kleiner Test zur Wirkung von Farbtupfern: Wenn Sie den Streifen-Hocker unter einem Finger verstecken, sieht die Sitzecke zwar nach wie vor sehr edel aus, aber auch etwas fade – die Spannung ist raus! Solche Aha-Momente können Sie im „Stue” in Berlin, das sich in der ehemaligen dänischen Botschaft befindet, immer wieder erleben.

Freie Bahn für Farbe

Das Design-Studio „Masquespacio” revolutioniert mit seinem Querbeet-Einsatz von Farbe gerade die Interior-Szene. In Valencia hat es ein Hostel herausgeputzt: Die Wandfarbe nimmt alles ein, was sich ihr in den Weg stellt – Heizkörper, Kübel, Tische.

Hollywood inszenieren

Jedes Zuhause sollte einen Hollywood-Moment haben! Interior-Stylistin Vanessa Scoffier hat im Pariser Hotel „Henriette” nicht nur hübsche Zimmer sondern auch Lounge-Bereiche gestaltet: mit Art-déco- Stücken, Cocktail-Sesseln und Muster-Tapeten. Was dieser Mischung guttut: Eine Farbe gibt den Ton an! Wir lernen darüber hinaus: Ein großer Spiegel macht sich auch im Wohnzimmer richtig klasse.

Groß denken

Der Klassiker: Ein Bild hängt überm Bett. Der Clou: Das Bild hängt hinterm Bett – wie hier ein Großformat im Hotel „Sir Savigny” in Berlin-Charlottenburg. Und klar, das ist Kunst, aber warum nicht mal versuchen, eine Collage aus alten Buchseiten zu gestalten und rahmen zu lassen: in XL oder Small?

Aufgaben anders verteilen

Im Düsseldorfer Boutique-Hotel „The Fritz” wird dezent Avantgarde zelebriert: was für eine tolle Idee, Fake-Stuck als Hingucker (und zwar nicht an der Decke) oder innen Fensterläden statt Gardinen anzubringen.

Ganz natürlich bleiben

Auf der griechischen Insel Rhodos glitzern Sonne und Meer fast ganzjährig um die Wette. Da braucht es kaum andere Eyecatcher. Auch deshalb sind die Zimmer des neu eröffneten Hotels „Casa Cook” ausschließlich in Grau-Weiß-Beige-Tönen gestaltet. Langweilig wirkt das nie: weil unterschiedlichste Naturmaterialien wie Korb, Leinen, Leder, Stein und Holz den Sinnen subtil schmeicheln.

Autorin: Janina Temmen

© Robert Holden
© Robert Holden