Entspannt durch den Advent

Tipps für weniger Stress vor Weihnachten

In der Vorweihnachtszeit sind Momente, die Wohlgefühl schenken, ein Ausgleich zum hektischen Alltag.  | © iStock | Vesna Andjic
© iStock | Vesna Andjic
In der Vorweihnachtszeit sind Momente, die Wohlgefühl schenken, ein Ausgleich zum hektischen Alltag.

Plätzchen backen, Geschenke besorgen, Firmenfeiern oder Glühwein-Verabredungen: Vorweihnachtliche Einladungen und Erledigungen machen die besinnliche Adventszeit häufig zur stressigen Angelegenheit. Das muss nicht sein. Wir zeigen, wie Sie die Wochen vor den Feiertagen entspannt angehen können. 

Wenn Weihnachten in großen Schritten naht, wird die To-Do-Liste mit Aufgaben, die bis zu den Feiertagen noch organisiert werden wollen, immer länger. Welches Menü serviere ich meinen Gästen beim Advents-Dinner, was trage ich auf der Firmenweihnachtsfeier und welche Geschenke lege ich den Liebsten unter den Weihnachtsbaum? 

Alles rechtzeitig vor Heiligabend unter Dach und Fach zu bringen, kostet viel Zeit und Nerven. Ausspannen und verschnaufen kommt dabei oft zu kurz. Doch gerade in der kalten Jahreszeit verlangt unser Körper nach Ruhepausen, um neue Energie zu tanken. Wie angenehm es wäre, die Vorweihnachtszeit mit all ihren Lichtern und Adventsmärkten in vollen Zügen zu genießen. In den Wochen vor Weihnachten machen wir dennoch oft das Gegenteil: Wir schalten einen Gang hoch und setzen uns selbst unter Druck – nur, um nach Weihnachten festzustellen, wie wenig wir vom Fest an sich gehabt haben. Damit Ihnen das dieses Jahr nicht passiert, haben wir fünf Anregungen für weniger Hektik und unnötigen Stress im Advent.

1. „Pflichten” hinterfragen und Prioritäten setzen 

Haben Sie „Pflichten“ zu erfüllen, die Ihnen mehr abverlangen, als sie zurückgeben? Vieles wird gemacht, weil es schon immer so war oder „sich so gehört”. Erlauben Sie sich, aus Traditionen auszubrechen, die mehr Stress als Freude bereiten. Entscheiden Sie für sich, was Ihnen wirklich wichtig ist und trauen Sie sich, eigene und weniger stressige Gewohnheiten umzusetzen. Oft bringt schon eine kleine Abweichung von der alljährlichen Weihnachtsroutine die ersehnte Ruhe. So können Sie die gewonnene Zeit zum Beispiel für einen gemütlichen Abend auf der Couch mit einem gutem Buch und einer wärmenden Tasse Tee nutzen, anstatt sich für etwas zu stressen, worauf Sie eigentlich keine Lust haben.

2. Clever planen, kaufen und schenken 

Wenn Sie Ihre Weihnachtsgeschenke nicht erst kurz vor knapp, sondern schon im Laufe des Jahres zu besorgen, sparen Sie sich den Einkaufsstress in der hektischen Vorweihnachtszeit. Wer im Mai noch nicht an Weihnachten denken möchte, kann sich zumindest schon mal Geschenkideen notieren (immer gleich aufschreiben!). Besorgen Sie Ihre Präsente dann bereits im November, um Last-Minute-Shopping-Aktionen in überfüllten Einkaufsstraßen und Läden zu vermeiden. Und: Haben Sie wirklich keine passende Idee für ein Geschenk, zerbrechen Sie sich nicht noch in letzter Minute den Kopf darüber, was Sie besorgen könnten. Gemeinsame Zeit und ein paar ehrliche, liebe Worte sind mehr wert als ein auf den letzten Drücker gekauftes Mitbringsel, das am Ende in der Schublade verstaubt. 

Eine nette Alternative ist es, das Los entscheiden zu lassen, wer wen beschenkt. Das „Wichteln“ sorgt vor allem bei großen Familien und Freundeskreisen für Entlastung. Oder Sie einigen sich schon im Voraus mit ihren Freunden darauf, dieses Jahr lieber gemeinsame Zeit zu verschenken – bei einem gemütlichen Frühstück, Fernsehabend oder Abendessen zum Beispiel.

Weihnachtsgeschenke: Ideen für die Liebsten

Weihnachtsgeschenke | © iStock | katiafonti

3. Unterstützung einfordern und Services nutzen 

Apropos kochen: Abendessen und Beisammensitzen mit Freunden und Familie ist einfach schön! Für den Gastgeber ist damit dennoch auch viel Arbeit verbunden. Damit beim Dekorieren und Vorbereiten nicht alles an Ihnen hängen bleibt, sollte schon im Vorfeld geklärt werden, wer welche Tätigkeiten übernimmt. So kann auch der Mann mal einkaufen gehen, die Tochter beim Tischdecken helfen oder die Oma sich um das Dessert kümmern. Praktisch ist es auch, sich die Zutaten für ein fertiges Menü direkt nach Hause bringen zu lassen. Neben den Lieferservices, die viele große Supermarktketten inzwischen anbieten, stellen Kochbox-Anbieter wie zum Beispiel "Hello Fresh" ganze Weihnachtsmenüs zusammen, die anschließend zum Wunschtermin direkt vor die Haustür geliefert werden. So muss man sich weder Gedanken um die Rezepte für das festliche Drei-Gänge-Menü, noch um den Einkauf machen. Wenn es das Budget erlaubt, können Sie die Familie auch auswärts zum Essen einladen (rechtzeitig reservieren nicht vergessen!) oder Sie lassen von einem Catering festliche Häppchen liefern. 

4. Gelassenheit üben 

Bei Dinner-Partys und an den Weihnachtsfeiertagen wollen wir glänzen und allen eine gute Zeit bescheren. Dafür ist uns nur das Beste gut genug und natürlich muss alles glatt laufen. Mit dieser Erwartungshaltung sind Anspannung und Konflikte vorprogrammiert. Üben Sie sich deshalb in Gelassenheit. Das Advents- oder Weihnachtsessen wird auch ohne die neuen Kristallgläser, silberne Serviettenringe oder dem zur Tischdecke passendem Blazer ein schönes Fest. Eventuell beruhigt es Sie auch, Freunde und Gäste im Vorfeld nach Ihren Erwartungen zu fragen. In den meisten Fällen setzen wir unsere Ansprüche viel zu hoch an – und stressen uns damit nur selbst. 

5. Auch mal Nein sagen und freie Tage nutzen 

Wer die Weihnachtszeit wirklich gelassen verbringen möchte, sollte sich nicht zu viel vornehmen. Nicht jede Weihnachtsfeier ist Pflicht und nicht jede Einladung zum Plätzchenessen oder Glühweintrinken muss angenommen werden. Je weniger Termine, desto mehr Zeit und Ruhe für Sie. Und auch, wenn man nur ungern etwas vom Jahresurlaub opfert: Gönnen Sie sich einen freien Tag, sofern es die Arbeitssituation zulässt. So umgehen Sie die Feierabend- und Samstagshektik und können Einkäufe und Vorbereitungen effizienter und am Stück erledigen.