DONNA-Hotelbericht

Gran Hotel Son Net auf Mallorca

In einem ehemaligen mallorquinischen Landgut oberhalb des Dorfes Puigpunyent befindet sich das Gran Hotel Son Net. | © PR
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In einem ehemaligen mallorquinischen Landgut oberhalb des Dorfes Puigpunyent befindet sich das Gran Hotel Son Net.

Fernab des typischen Touristen-Trubels lädt das Gran Hotel Son Net auf Mallorca zum Entspannen ein. DONNA-Days-Organisatorin Rita-Graciela Werner testete für uns das ehemalige mallorquinische Landgut.

Ich habe schon in unzähligen Hotels wohnen dürfen, aber in dieses würde ich glatt einziehen, wenn nicht die Monatsmiete deutlich mein Einkommen übersteigen würde. Eigentlich wirkt das Gran Hotel Son Net auf den ersten Blick wie das Zuhause eines Privatiers oder eines Bachelors, dessen Liebe man sich erhofft. Keineswegs wegen seines Geldes, aber wegen des Anwesens schon. Das genügt. Allein die lange Auffahrt hochzufahren ist schon ein wahrer Hochgenuss. Das Son Net präsentiert ein vollkommen anderes Gesicht Mallorcas. Es befindet sich fernab vom Trubel, Goldkettchen und „Man spricht Deutsch“ auf einer Anhöhe oberhalb des sehr authentisch mallorquinischen Dorfes Puigpunyent in den Ausläufern des UNESCO Weltkulturerbes, des Tramuntana Gebirges.

Kaum hat man seine Koffer in seinem Zimmer abgestellt, atmet man wahre Grandezza. Es ist hell, gemütlich, originell eingerichtet, stilvoll…und mein wundervolles Zimmer bietet ein King Size Bett. Ich werde das Zimmer wahrscheinlich nie wieder verlassen. Wenn nicht das Wetter so korrumpierend wäre! Überall habe ich einen Blick. Ich sehe Mandel-, Rosen-, Oliven- und Zitronengärten und atme einen unvergesslichen Duft von Pinienbäumen. Der Pool unterhalb von mir ist 30 Meter lang…Ich könnte fast von meinem Zimmerfenster aus direkt hineinhüpfen und lande dann sicherlich gleich im Krankenhaus. Das lassen wir also lieber und gehen auf Entdeckungstour.

Nein, Fehler…Gehen tut man hier nicht, man „schreitet“ durch die herrschaftlichen Flure (Nehmen Sie flache Schuhe mit – es „schreitet“ sich einfacher!), gemütlichen Salons, diese fantastische Bar! Die Schotten und Engländer lieben sie, weil sie nicht nur alles zu bieten hat, sondern mit gemütlichen Samtsofas zum Verweilen bis zum Morgengrauen einlädt. Ich staune über die eindrucksvolle Deckenhöhe, die großen Fenster, das schöne Mauerwerk.

Das mallorquinische Landgut in seiner jetzigen Form und Struktur stammt aus dem Jahr 1672. Seitdem hat es viele Restaurationen und Renovierungen erfahren. Maßgebend war die Erhaltung der alten Architektur und Struktur mit ihren dicken Steinmauern, den arabischen Mustern, den rustikalen Deckenbohlen, dem Innenhof mit seinem Wasserbrunnen und nicht zu vergessen die alte Olivenpresse im heutigen Restaurant „Oleum“. Ich verlasse das Haus mit seinen 31 Zimmer und Suiten und könnte juchzen vor Glück.

Im Sommer-Restaurant „Gazebo“ sitzen einige Gäste und lachen, im Pool schwimmt jemand konzentriert seine Bahnen und ich stehe staunend vor einem Baumhaus, das der Eigentümer (leider kein Bachelor) David Stein letztes Jahr gebaut hat. Wow! Er ist ein Mann, der ähnlich wie Sir Richard Branson anscheinend ein Auge für das Besondere hat und die Qualität des Lebens auf diskrete Weise sehr zu schätzen weiß. Einer seiner großen Hobbys ist die Sammlung zeitgenössischer Kunst. Viele bekannte Maler, wie Frank Stella, Marc Chagall, David Hockney, Christo oder Robert Longo, schmücken die Wände der großzügig herrschaftlichen Salons und Flügel des Hauses. Er lässt seine eigenen Oliven pressen und sorgt für einen ausgezeichneten hauseigenen Weiß- und Rotwein. Solche Menschen mag ich. Sie kümmern sich um das Schöne!

Idyllische Abendstimmung: Der traumhafte Pool des Gran Hotel Son Net auf Mallorca. | © PR
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Idyllische Abendstimmung: Der traumhafte Pool des Gran Hotel Son Net auf Mallorca.

Im letzten Jahr ließ David Stein das Baumhaus für seine Gäste bauen. Ein Baumhaus für besondere Momente; für ein Candle-Light Dinner, ein unvergessliches Liebesversprechen oder ein „besonderes“ Meeting für maximal acht Personen. Das Leben ist zu kurz für Gewöhnliches. Lebe lieber ungewöhnlich und am besten hier. Wann immer der Eigentümer des Gran Hotels Son Net neue Ideen zu besprechen hat, befindet er sich mit seiner Mannschaft in diesem Baumhaus des alten Pinienbaums. „David“, wie ihn alle hier liebevoll, aber auch mit Respekt nennen, scheint öfter hier zu sein, obwohl er noch weitere Boutique Hotels in Frankreich besitzt.

Ich entdecke eine fünfhundert Jahre alte, riesige Zypresse, die mich berührt. Die Gäste sind hier lässig, allen Alters und kommen von überall her. Man hat demnach sicher schon viel gesehen und somit auch mich, wie ich diesen Zypressenbaum gaaaaaaaanz lange umarme! Daneben befindet sich die Pool-Bar „El Mirador“ und dieser ach so schöne Pool! Von hier aus hat man einen weiten Panoramablick über das Dorf und die Berge Puigpunyents.

Im Stil der Côte d’Azur hat David Stein dafür gesorgt, dass grüne, edle Sonnen-Cabanas Privatsphäre bieten und den zusätzlichen Whirlpool so platziert, dass man für sich sein kann. Ich erlebe längst vergangene Zeiten von Stil und Eleganz und kann trotzdem jederzeit in ein Taxi springen und in 30 Minuten am Strand oder in Mallorcas kulturell sehr abwechslungsreicher Hauptstadt Palma sein. Aber ich möchte es nicht. Dieses Refugium hat Seltenheitswert und ich fahre lieber auf ein schönes Weingut, als eine beliebige, globalisierte Kultur zu erleben.

Mallorca hat unglaublich gute Weine zu bieten. Man siehe und bestaune die gute Weinkarte des Small Luxury Hotels Son Net und nehme sich auch die Zeit, die schönen Weingüter zu besuchen. Ich habe ein anderes und für mich neues Mallorca entdeckt und kann es jenen nur empfehlen, die solche „Diamanten“ für eine ganz besondere Auszeit suchen.

Für Wellness sorgt hier die Schönheit der Betrachtung, das nette Personal und dieses weitläufige Anwesen. Es hat auch ein kleines Spa für ausgesuchte Beauty-Behandlungen und Massagen, die man auch draußen geniessen kann. Für diese Qualität empfinde ich den Preis ab 205 Euro pro Nacht für einen „Classic Room“ inklusive Frühstück als nicht zu teuer.

Man verzeihe mir, dass ich noch keine Kritik an irgendetwas ausgelassen habe. Sicher, ich merke an manchen Stellen, dass es vor mir schon Gäste gegeben hat, aber ansonsten…Nein, es hat mich gepackt. Ich bleibe hier und empfehle es Ihnen mit gutem Gewissen weiter. Ich bitte Sie: Das Leben ist kurz. Lebe lieber ungewöhnlich. Und wenn nicht jetzt, dann bitte wann? Schreiben Sie mir eine Postkarte, wenn Sie da waren. Ich möchte wissen, ob Sie es auch so erleben wie ich und bitte umarmen Sie kurz diese unsagbar schöne Zypresse! So schön kann doch kein Mann sein. Es sei denn ihm gehört dieses wunderschöne Haus!

 

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