5 Tipps, wie Sie Ihre Augen im Winter richtig schützen

Kälte und trockene Heizungsluft setzen sensiblen Augen im Winter ordentlich zu. Aber auch die UV-Strahlung sollten Sie nicht unterschätzen, wenn Sie sich in der kalten Jahreszeit viel im Freien aufhalten. Hier lesen, wie Sie Ihre Augen drinnen und draußen ausreichend schützen.

Eine Frau mittleren Alters in Skibekleidung mit Skihelm und -brille steht neben einem mit Schnee bedeckten Ski vor einer Holzhütte

Klirrende Kälte und Heizungsluft machen sensible Augen in der kalten Jahreszeit trocken und gereizt. Wintersportler sollten auch das vom Schnee reflektierte Sonnenlicht nicht unterschätzen: Ohne entsprechende Schutzbrille kann es die Sehorgane dauerhaft schädigen.

Nicht nur im Sommer ist Sonnenschein eine Qual für unsere Augen – das durch den Schnee verstärkte, grelle Sonnenlich sowie trockene Heizungsluft und Kälte setzen unseren empfindlichen Sehorganen in der kalten Jahreszeit ganz schön zu. Die Folgen können Trockenheit, Jucken oder sogar Entzündungen sein. Daher ist es wichtig, nicht nur bei längeren Aufenthalten an der frischen Luft und beim Skifahren, Snowboarden und anderen Wintersportarten auf ausreichend Schutz der Augen zu setzen. DONNA Online stellt fünf Tipps für die Augengesundheit im Winter vor.

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1. Auf ausreichend Luftfeuchtigkeit achten

Im Winter müssen unsere Augen durch den ständigen Wechsel zwischen der Kälte draußen und beheizten Wohnräumen enorme Temperaturschwankungen aushalten. Dabei führt nicht nur die kühle Luft im Freien zu Augenproblemen, sondern auch die warme Heizungsluft: Sie trocknet die Augen aus, da durch die niedrige Luftfeuchtigkeit der Tränenfilm schneller verdunstet. Das kann sich für Betroffene nicht nur unangenehm anfühlen, sondern darüber hinaus Jucken und Brennen auslösen. Trockene Augen erhöhen zudem das Risiko für Hornhaut- und Bindehautentzündungen.

Damit die Augen ausreichend vor Temperaturschwankungen geschützt sind und das natürliche Gleitmittel der Lider erhalten bleibt, ist ein Luftbefeuchter empfehlenswert. Wer sich dafür nicht extra ein spezielles Gerät anschaffen will, stellt einfach mit Wasser gefüllte Schüsseln auf die Heizkörper in der Wohnung. Auch regelmäßiges Stoßlüften in den Zimmern trägt zu einem verbesserten Raumklima bei. Und egal wie verlockend warm die beheizten Wohnräume zu Hause sein mögen: Ab und zu sollten Sie Ihren Augen bei einem kurzen Spaziergang frische und etwas feuchtere Luft im Freien gönnen.

DONNA-Tipp: Auch die Heizung im Auto trocknet den Tränenfilm der Augen aus. Heizen Sie daher nicht länger als nötig und richten Sie den Luftstrom niemals direkt auf das Gesicht.

2. Den Augen eine Bildschirmpause gönnen

Langes Sitzen vor einem grell beleuchteten Computerbildschirm oder dem Smartphone stellt eine große Belastung für die Augen dar. Noch schlimmer: stundenlange Bildschirmarbeit bei trockener Heizungsluft und niedriger Luftfeuchtigkeit. Die Lösung, wenn Ihre Augen gereizt, müde und trocken sind: Planen Sie in regelmäßigen Abständen Zeit für kurze Bildschirmpausen ein – sei es, um eine frische Tasse Kaffee zu holen oder sich die Beine für einige Minuten im Büroflur zu vertreten (Stichwort: Thrombose!).

Egal ob im Sommer oder Winter hilft auch diese Übung, durch Bildschirmarbeit beanspruchte Augen zu entlasten: Blicken Sie für einige Sekunden bewusst vom anfokussierten Objekt unmittelbar vor dem Auge auf ein Objekt in der Ferne und wieder zurück. Und: Ab und zu bewusst blinzeln entspannt die Augen und hält sie feucht.

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3. Kontaktlinsen richtig wählen und regelmäßig wechseln

Schon normalsichtige Menschen haben bei Winterwind, Kälte und Sonnenlicht mit Augenproblemen zu kämpfen. Noch anstrengender stellt sich die kalte Jahreszeit für Kontaktlinsenträger dar: Durch die künstliche Sehhilfe auf der Pupille werden die Augen noch schneller trocken. Je höher der Wasseranteil der Kontaktlinse, desto mehr Feuchtigkeit entzieht sie dem Auge. Eine Brille zu tragen ist meist keine gute Alternative, da sie im Winter schnell beschlägt oder durch Nebel, Regen und Schnee feucht wird und die Sicht einschränkt. Für Kontaktlinsenträger mit sensiblen Augen lohnt es sich daher, im Winter ein anderes Linsenmodell zu tragen und beispielsweise von Hydrogel-Linsen auf harte Linsen umzusteigen. Wer intensiven Berg- und Wintersport betreibt, ist mit harten und somit sauerstoffdurchlässigeren Linsen gut beraten.

Da trockene Augen anfälliger für Keime und Entzündungen sind, ist es empfehlenswert, die Linsen regelmäßig auszuwechseln und sie vor und nach jedem Tragen gründlich zu reinigen. Auch Kontaktlinsenbehälter sollten Sie regelmäßig mit heißem Wasser ausspülen und desinfizieren.

4. Viel Wasser trinken

Klingt zunächst komisch, ist aber eine effektive Maßnahme für die Augengesundheit: Gerade im Winter, wenn man oft weniger Durst hat, ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Denn damit versorgen Sie nicht nur die Haut, Organe und den Blutkreislauf mit ausreichend Flüssigkeit, sondern stellen auch sicher, dass den Augen genug Wasser für die Produktion der Tränenflüssigkeit zur Verfügung steht.

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5. An UV-Schutz denken

Im Winter scheint die Sonne im Durchschnitt zwar weniger Stunden als im Sommer. Allerdings wandert sie in einer flacheren Bahn über den Himmel, sodass sie tiefer am Horizont steht. Viele Menschen unterschätzen diesen veränderten Einfallswinkel des Sonnenlichts, der dafür sorgt, dass die UV-Strahlen seitlich auf die Augen treffen und ihnen ungeschützt große Schäden zufügen können. Zudem ist die UV-Strahlung in einer schneebedeckter Umgebung durch die Reflexion des Sonnenlichts im Schnee erheblich stärker. Daher darf nicht nur beim Wintersport, sondern auch bei kurzen Aufenthalten im Freien die Sonnenbrille nicht fehlen. Spezielle Skibrillen schützen beim Skifahren, Snowboarden und Co. die Augen darüber hinaus vor Kälte, Schnee und Schmutz.

DONNA-Tipp: In Höhenlagen nimmt die Intensität der Sonne zu. Beim Berg- und Wintersport sollten Sie deshalb nicht nur bei den Augen, sondern im gesamten Gesicht für ausreichend UV-Schutz sorgen. Benutzen Sie ein Sonnenschutzprodukt mit Lichtschutzfaktor 50 oder höher und vergessen Sie nicht, insbesondere an empfindlichen Hautstellen wie Nase, Wangenknochen und Lippen regelmäßig nachzucremen.