9 Dinge, die Sie nach einer Erkältung austauschen sollten

Eine Erkältung ist lästig – vor allem, wenn man sie eigentlich überstanden hat, Schnupfen und Co. sich dann aber nochmal zurückmelden. Wenn Sie diese Alltagsgegenstände nach einer Grippe austauschen oder gründlich reinigen, verringern Sie das Ansteckungsrisiko nicht nur für sich selbst, sondern auch für Ihre Mitmenschen.

Blick von oben auf eine erkältete Frau mit karierter Pyjamahose, die in eine Decke gewickelt auf dem Sofa Tee trinkt

Wer gerade eine Erkältung auskuriert hat, möchte nicht gleich wieder krank werden. Um einen Rückfall zu vermeiden, sollten Sie sich nach der Genesung von ein paar Alltagsgegenständen trennen. Welche das sind, lesen Sie auf DONNA Online.

In den Wintermonaten haben Erkältungen und Grippe Hochsaison. Wenn man Husten, Schnupfen oder Fieber endlich auskuriert hat, ist es umso ärgerlicher, wenn man ein paar Tage später rückfällig wird. Und daran sind nicht immer die niesenden Mitmenschen in Bus oder U-Bahn schuld: Nach bakteriellen oder viralen Infekten sollte man einige Gegenstände, die in jedem Haushalt täglich benutzt werden, wegschmeißen oder zumindest gründlich desinfizieren, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden. Welche Bazillenschleudern Sie nach der Genesung schnellstens loswerden sollten, lesen Sie im DONNA-Online-Gesundheitsratgeber.

Mit diesen Tipps reduzieren Sie die Ansteckungsgefahr bei Erkältungen

1. Bettwäsche

Im Schlaf verlieren wir Hautpartikel, Haare und Mikroben, die sich dann auf unserer Bettwäsche ansammeln. Wenn wir krank sind, gesellen sich Keime hinzu, und durch besonders starkes Schwitzen, zum Beispiel bei Fieber, auch noch jede Menge Schweiß. Sobald man die Erkältung oder Grippe auskuriert hat, sollte deshalb die Bettwäsche ausgetauscht werden. Wer nachts stark schwitzt und das Gefühl hat, dass die Laken morgens leicht feucht sind, sollte sie sogar nach jeder Nacht austauschen und in der Waschmaschine reinigen. Bei 60 Grad werden die meisten Keime abgetötet. Übrigens: Auch wenn man nicht krank ist, sollte die Bettwäsche alle zwei bis drei Wochen gewechselt werden.

2. Spüllappen

Das Geschirr und Besteck, das Sie benutzen während Sie erkältet sind, muss irgendwann gesäubert werden. Wenn Sie zum Spülen einen Spülschwamm oder -lappen verwenden, sollten Sie ihn in der Krankheitsphase am besten täglich austauschen – vor allem, wenn Sie nicht alleine leben und Familienmitglieder anstecken könnten. Denn durch den Speichelkontakt mit Tasse, Löffel oder Gabel gelangen Bakterien und Grippeviren auf das Geschirr – und setzen sich anschließend beim Abspülen im Schwamm oder Spültuch fest.

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3. Zahnbürste

Selbst wer nicht kränkelt sollte seine Zahnbürste regelmäßig, nämlich spätestens alle drei Monate, austauschen. In manchen Fällen ist es schon vor Ablauf dieses Zeitraums sinnvoll, den Mundhygiene-Helfer zu wechseln – nämlich wenn sich Ablagerungen darauf bilden, die Borsten komisch abstehen oder man sich eine Erkältung eingefangen hat. Denn Zahnbürsten sind ein wahres Paradies für Bakterien, die aus dem Mund auf den Bürstenkopf wandern und sich dort einnisten. Benutzt man eine „infizierte“ Zahnbürste weiter, wenn man Husten und Schnupfen gerade überstanden hat, ist die Wiederansteckungsgefahr hoch.

4. Smartphone und Kopfhörer

Wer krank zu Hause im Bett liegt hat viel Zeit, um sich mit dem Smartphone zu beschäftigen. Das Problem: Durch Husten oder Naseputzen sammeln sich auf den Händen zahlreiche Keime an, die von dort aus auf das Handy wandern. Eine Studie ergab, dass auf vielen Smartphones mehr Keime zu finden sind als auf öffentlichen Toiletten. Bedenkt man, dass das Gerät beim Telefonieren direkten Kontakt mit unserem Gesicht hat und dabei auch den empfindlichen Schleimhäuten nahekommt, ist es eine ziemliche unappetitliche Vorstellung. Auch In-Ear-Kopfhörer sind echte Keimfallen, die Bakterien und Pilze in den Gehörgang transportieren können.

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5. Medikamente

Natürlich müssen Sie nach einer Krankheit nicht sämtliche Medikamente in Ihrer Hausapotheke wegwerfen. Produkte, die direkt mit den Schleimhäuten in Kontakt kommen, sollten Sie allerdings zeitnah entsorgen: Insbesondere Nasensprays und Augentropfen sind ein idealer Tummelplatz für Viren und Bakterien und sollten nach Anbruch sowieso zügig verbraucht werden. Wenn Sie die Medikamente wegschmeißen, sobald Sie Grippe oder Erkältung überstanden haben, kommen Sie auch nicht in Versuchung, sie beim nächsten Infekt noch einmal zu nutzen. 

6. Seife

Sie haben sich regelmäßig die Hände gewaschen, während Sie verschnupft waren oder Halsschmerzen hatten? Sehr vorbildlich! Vergessen Sie aber nicht, dass sich die Keime am verwendeten Seifenstück oder Flüssigseifenspender ansammeln. Insbesondere feste Seife im feuchten Badezimmer bietet Mikroorganismen jeder Art einen idealen Nährboden. Wenn Sie das Seifenstück nicht wegwerfen wollen, sollten Sie zumindest dafür sorgen, dass es nach jedem Waschen gut trocknet, damit die Erkältungsbakterien sich nicht verbreiten können.

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7. Handtücher

Nicht nur die Seife, sondern auch jedes Handtuch ist im feuchtwarmen Klima des Badezimmers ein idealer Sammelpunkt für Keime. Handtücher sollten grundsätzlich mindestens einmal in der Woche gewechselt werden, bei Erkrankungen sogar nach jeder Benutzung, um Mitbewohner nicht anzustecken. Alternativ können Sie während der Zeit, in der Sie erkältet sind, ein eigenes Handtuch für die Hände nutzen.

8. Trinkflaschen

Sie benutzen statt Einweg-PETs lieber eine wiederverwendbare Glasflasche für Wasser? Dann sollten Sie nach einer Erkältung daran denken, den Trinkbehälter gründlich zu reinigen. Ansonsten haben die Viren und Bakterien, die von Ihrem Mund in das Gefäß gelangt sind, leichtes Spiel und verursachen im schlimmsten Fall einen Rückfall. Die Flasche am besten mit heißem Wasser ausspülen und gut trocknen lassen, damit alle Keime beseitigt werden.

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9. Kosmetik

Lippenpflegestifte oder Mascara, die man während einer bakteriellen oder viralen Erkrankung benutzt hat, sollten nach der Genesung am besten ausgewechselt werden. Vor allem Beauty-Produkte, die Sie während einer Augenentzündung verwendet haben, gehören in den Müll – ansonsten besteht die Gefahr, sich eine Bindehautentzündung zu holen. Auch Make-up-Pinsel und -Schwämme sollten Sie gründlich auswaschen. Damit Lippenstift oder Lip Gloss nicht halb aufgebraucht in die Tonne wandern müssen, geben Sie während der Krankheit zunächst ein wenig Produkt auf die frisch gewaschenen Hände und erst dann auf die Lippen. So gelangen weniger Keime an das Kosmetikprodukt.