Erkältung vorbeugen: 3 Maßnahmen, die das Ansteckungsrisiko senken

Wer im Alltag ein paar Hygieneregeln beachtet und sich vor Viren und Bakterien schützt, ist in der Erkältungszeit weniger krank. Diese drei Maßnahmen machen es Krankheitserregern, die für Husten, Schnupfen und Co. verantwortlich sind, besonders schwer.

Nahaufnahme einer Frau, die sich hinter einer Fensterscheibe mit einem Taschentuch die Nase putzt

Eine laufende Nase ist in der Hochsaison für Erkältungen im Herbst und Winter keine Seltenheit. Dabei kann man dem lästigen Schniefen mit einfachen Maßnahmen vorbeugen.

Im Herbst beginnt die typische Erkältungssaison, die sich über den gesamten Winter bis in den März hineinzieht. Spätestens wenn sich Ekelwetter mit Regen, Schnee und eiskaltem Wind breitmacht, haben auch Grippe- und Erkältungsviren Hochsaison. Dummerweise fühlen sich die Krankheitserreger genau dort wohl, wo wir im Alltag besonders häufig mit ihnen in Kontakt kommen. Eine der größten Keimfallen ist beispielsweise das Smartphone. Bis zu achtzig Mal täglich greifen wir durchschnittlich zu unserem High-Tech-Begleiter, um Apps zu benutzen oder zu texten – selbst beim Essen, auf der Toilette oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die ständige Benutzung macht die mobilen Geräte zu Tummelplätzen für Bakterien, Keime und Pilzsporen.

Aber auch ohne Handy in der Hand ist im Winter die Gefahr größer, sich durch den Kontakt mit anderen Menschen eine Erkältung einzufangen. Daher ist es gerade in der Hauptsaison für Husten, Schnupfen und Heiserkeit im Januar und Februar empfehlenswert, ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Denn mit der passenden Vorbeugung geben Sie Viren und Bakterien weniger Möglichkeiten, zuzuschlagen. DONNA Online hat drei Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihr Erkältungsrisiko deutlich reduzieren können und gesund durch die kalte Jahreszeit kommen.

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1. Regelmäßig Händewaschen

Was bereits Kleinkinder lernen, beachten Erwachsene viel zu selten: regelmäßiges Händewaschen. Nach dem Gang zur Toilette sollte eine gründliche Waschroutine selbstverständlich sein. Doch auch in anderen Alltagssituationen gelangen Schmutz und Keime auf die Hände, über die wir sie durch den Kontakt mit anderen Menschen, Körperstellen und Gegenständen schnell in unserem gesamten Umfeld verteilen. Idealerweise sollten Sie daher in der Erkältungszeit (und auch davor und danach!) jedes Mal die Hände gründlich waschen, wenn Sie anschließend Essen verzehren oder zubereiten, mit Kosmetikprodukten oder Medikamenten in Kontakt kommen, Keimträger wie Mülleimer berührt oder zuvor in die Hände gehustet oder geniest haben. Auch nach dem Kontakt mit Haustieren sowie mit erkrankten Personen ist das Händewaschen als vorbeugende Maßnahme wichtig. In der Straßenbahn, im Wartezimmer beim Arzt oder anderen öffentlichen Räumen ist das Risiko, sich durch andere erkrankte Personen mit Krankheitserregern zu infizieren, besonders hoch. Daher gilt auch hier: Am besten direkt nach dem Aussteigen oder bei der Ankunft im Büro oder Zuhause erst einmal die Hände reinigen, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren.

Kleiner Helfer in der Not: Ein praktisches Händedesinfektionsgel für unterwegs, das auch in der kleinsten Handtasche Platz findet und eine gute Lösung ist, wenn gerade mal kein Waschbecken in der Nähe ist.

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2. Smartphone desinfizieren

Wussten Sie, dass sich auf Handys teilweise mehr Keime ansammeln als auf einem Toilettensitz? Ganz schön unhygienisch. Umso wichtiger ist es, die Ausbreitung von Viren und Bakterien einzudämmen, indem man beim Gebrauch des Mobilgeräts auf ausreichend Hygiene setzt. Denn alles, was wir anfassen, kommt automatisch mit dem Smartphone in Berührung – und gelangt dann beispielsweise beim Telefonieren auf unser Gesicht. Um gesundheitsschädliche Keime von Ihrem Smartphone fernzuhalten, sollten Sie das Handy weder beim Essen, Trinken oder Kochen noch im Badezimmer benutzen. Wenn Sie beim Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht auf Ihr Smartphone verzichten wollen, sollten Sie das Gerät nach dem Berühren von Tür- und Haltegriffen mit einem Desinfektionstuch abwischen oder mit Desinfektionsspray und einem Kosmetiktuch vorsichtig reinigen.

DONNA-Tipp: Erheblich weniger Spielraum haben Keime, wenn Sie das Display des Geräts mit einer speziellen Schutzfolie bekleben. Diese sind für wenige Euros online oder in Fachgeschäften erhältlich – vor Ort können die Profis Ihnen dabei behilflich sein, die dünne Folie ordnungsgemäß und ohne Luftbläschen aufzukleben.

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3. Immunsystem stärken

Diese Anti-Erkältungsmaßnahme sollte man eigentlich das gesamte Jahr über beherzigen. Denn ein starkes Immunsystem schützt nicht nur vor Erkältungen, sondern beugt allen Krankheiten vor, die durch Viren übertragen werden. Daher sollten Sie im Winter besonders großen Wert auf eine gesunde, ausgewogene und vitaminreiche Ernährung mit ausreichend Vitamin D und anderen Nährstoffen legen. Auch regelmäßige Bewegung und Aufenthalte an der frischen Luft helfen dabei, die körpereigenen Abwehrkräfte in Schwung zu bringen. Saunagänge sind in der kalten Jahreszeit sinnvoll, um das Immunsystem zu stärken. In beheizten Räumen trägt ein Luftbefeuchter oder mit Wasser befülltes Schälchen auf der Heizung zu einem gesunden Raumklima bei, das die Schleimhäute auch nachts feucht hält und so Keimen weniger Chancen gibt, sich einzunisten.

Übrigens: Auch zu wenig Schlaf und übermäßiger Stress wirken sich negativ auf unsere Gesundheit aus. Gehen Sie in der dunklen Jahreszeit deshalb wenn möglich etwas früher zu Bett, schlafen Sie zumindest am Wochenende eine Stunde länger und achten Sie auf regelmäßige Erholungsphasen im hektischen Alltag.

Tipp zur Erkältungsvorbeugung: Ingwer Shots

Sie wollen Ihre Abwehrkräfte ankurbeln und sicherstellen, dass Sie in der Erkältungszeit mit ausreichend Vitamin C und Co. versorgt sind? Dieser Trend aus Hollywood könnte der passende Immun-Booster sein: Ingwer Shots auf Basis der scharfen Wurzel stärken mit Vitaminen B6, C und E das Immunsystem, reduzieren Entzündungen und können Übelkeit lindern. Nach dem klassischen Rezept wird frischer Ingwer zusammen mit dem Saft frisch gepresster Zitronen, schwarzem Pfeffer oder Cayennepfeffer und wahlweise Honig oder Ahornsirup zu einem Power-Drink für die Gesundheit gemixt. So einfach können Sie die Shots, die im Supermarkt bis zu sechs Euro kosten können, selber herstellen:

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Zutaten:

  • 1 großes Stück Ingwer, frisch
  • 2-3 Bio-Zitronen
  • Kurkuma, in Pulverform oder frisch als Wurzel
  • wahlweise schwarzer Pfeffer oder Cayennepfeffer
  • Honig, Ahornsirup oder Agavendicksaft nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Den Ingwer waschen, falls gewünscht schälen und in Scheiben schneiden.
  2. Die Zitronen halbieren und auspressen.
  3. Ingwerscheiben im Mixer oder mit einem Pürierstab zerkleinern und den Zitronensaft hinzugeben.
  4. Je nach gewünschter Schärfe ein Stück Kurkumawurzel oder einen halben Teelöffel Kurkumapulver sowie Pfeffer oder Cayennepfeffer hinzugeben.
  5. Optional können Sie die Schärfe des frischen Ingwers mit Honig, Ahornsirup oder Agavendicksaft reduzieren.
  6. Falls Ihnen die frische Ingwerwurzel zu fasrig ist, können Sie die Mischung anschließend durch einen Sieb abgießen.
  7. Ingwer Shots frisch genießen oder für die nächsten Tage gut gekühlt aufbewahren.

Tipp: Ein Schnapsglas der Ingwer-Mischung ist ausreichend für einen Gesundheits-Kick am Morgen.