Weltnichtrauchertag: 5 gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören

Dass Rauchen die Entstehung von Krebs, Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen auslösen kann, ist wissenschaftlich erwiesen. Daneben ist der Griff zur Zigarette ein teures Hobby, das nicht nur dem Raucher selbst, sondern auch Nicht-Rauchern in seinem Umfeld schadet. Höchste Zeit, das ungesunde Laster aufzugeben: fünf gute Gründe für ein rauchfreies Leben.

Weibliche Hände zerbrechen eine Zigarette

Lungenkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall: Dass Rauchen tödliche Erkrankungen begünstigt, ist wissenschaftlich erwiesen.

Jedes Jahr am 31. Mai begehen die Weltgesundheitsorganisation WHO und ihre Partnerorganisationen den Weltnichtrauchertag, an dem an die mit Tabakkonsum verbundenen Risiken erinnert und für Konzepte zu seiner Bekämpfung geworben wird. Das Rauchen aufzugeben lohnt sich aber auch an jedem anderen Tag des Jahres:

Das verändert sich in Ihrem Körper, wenn Sie aufhören zu rauchen

Es dauert etwa acht Stunden, bis sich das Kohlenmonoxid der letzten Zigarette in der Blutbahn verflüchtigt und lebensnotwendigem Sauerstoff Platz gemacht hat. Bereits nach 24 Stunden geht das Risiko für einen Herzinfarkt leicht zurück, nach 48 Stunden setzt die Regeneration der Nervenenden ein. Dadurch wird auch der Geruchs- und Geschmackssinn merklich verbessert.

Nach fünf Tagen hat der Körper das meiste Nikotin abgebaut, nach ungefähr zwei Wochen bis drei Monaten stabilisiert sich der Kreislauf. Auch in der Lunge macht sich eine deutliche Verbesserung der Blut- und Luftzirkulation bemerkbar, die Verschleimung der Atemwege nimmt ab und Sie haben einen spürbar längeren Atem – sowohl beim Sport, als auch im Alltag, beispielsweise beim Treppensteigen. Nach ca. einem rauchfreien Jahr hat sich das Risiko für Herzkranzgefäß-Erkrankungen bereits halbiert – und im Laufe der Zeit verringert sich auch die Wahrscheinlichkeit für verschiedene Krebserkrankungen deutlich: Zehn Jahre nach dem Rauch-Stopp etwa ist das Lungenkrebsrisiko eines Ex-Rauchers nur noch halb so hoch, als wenn dauerhaft weitergeraucht worden wäre. Nach 15 Jahren haben ehemalige Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern kein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko mehr.

Sie sind noch nicht überzeugt? Zum Weltnichtrauchertag haben wir zehn gute Gründe dafür zusammengestellt, warum es sich auch nach jahrelangem Tabakkonsum noch lohnt, das Rauchen aufzugeben:

1. Rauchen ist teuer

Rauchen ist nicht nur ein ungesundes, sondern auch kostspieliges Laster. Eine Packung Zigaretten kostet aktuell rund sechs Euro – wer täglich eine Schachtel raucht, gibt pro Jahr über 2.000 Euro aus. Dafür könnten Sie sich locker einen tollen Urlaub oder ein schickes Möbelstück gönnen. Zudem wird Rauchen mit den Jahren immer teurer: Während eine Schachtel Zigaretten in der Premium-Preislage Anfang 2002 noch 3 Euro pro 19 Stück kostete, müssen Sie 2017 für das gleiche Produkt rund sechs Euro hinblättern – auch, wenn inzwischen meist eine Zigarette mehr in der Schachtel enthalten ist.

2. Rauchen lässt Sie älter aussehen

Tabakkonsum schädigt nicht nur die Organe und erhöht das Risiko für Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern hinterlässt auch äußerlich unschöne Spuren. Die Haut von Rauchern wird schlechter durchblutet, was eine frühe Faltenbildung und einen blassen, fahl wirkenden Teint begünstigt. Nach dem Rauch-Stopp verbessert sich auch das Hautbild sichtlich: Die Haut wird wieder besser durchblutet, wirkt glatter und frischer. Zudem verschwinden unschöne Nikotin-Verfärbungen an den Zähnen und Fingern.

3. Rauchen vermindert die Fruchtbarkeit

Bei Raucherinnen, die erfolglos versuchen, schwanger zu werden, kann der unerfüllte Kinderwunsch auch durch den Tabakkonsum bedingt sein: Rauchen verringert erwiesenermaßen die Fruchtbarkeit und schädigt das ungeborene Baby. Raucht eine werdende Mutter in der Schwangerschaft weiter, treten häufiger Fehlgeburten und Missbildungen auf. Auch bei Männer kann das Rauchen die Spermienproduktion und -qualität sowie die Potenz negativ beeinflussen.

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4. Raucher sind anfälliger für Krankheiten

Regelmäßiger Zigaretten-Konsum erhöht nicht nur das Risiko für Krebs, Infarkte oder Schlafanfälle, Raucher sind generell anfälliger für Krankheiten. Da das körpereigene Immunsystem sich vehement gegen die Kombination aus Viren und Zigarettenrauch wehrt, verschlimmert Tabakkonsum die Symptome von Virusinfektionen wie Grippe. Zudem greift der giftige Zigarettenrauch die Schleimhäute an, so dass sie ihre Abwehrfunktion einbüßen und Krankheitserreger leichteres Spiel haben. Gerade in der Erkältungszeit bekommen Raucher deshalb leichter Schnupfen oder Husten und leiden auch stärker an den Symptomen als Nicht-Raucher.

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5. Nicht-Raucher haben eine bessere Lebensqualität

Eine aktive Freizeitgestaltung mit Radfahren, Wandern oder anderen Sportarten? Für viele Raucher kaum denkbar. Nicht-Raucher und Ex-Raucher dagegen fühlen sich körperlich fitter, leistungsfähiger und belastbarer. Und auch Familie, Partner oder Kollegen von ehemaligen Rauchern freuen sich über den neuen, rauchfreien Lebensstil: Die Kleidung, Haare und der Atem stinken nicht mehr länger nach Zigaretten-, Zigarren oder Pfeifenrauch. Nicht zuletzt können Ex-Raucher ihre Zeit, Aufmerksamkeit und Energie endlich wieder wichtigeren Dingen widmen, anstatt ständig an die nächste Zigarette zu denken.

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