Umstrittene Zahnfüllung: 3 Fragen zum neuen Amalgam-Verbot

2018 tritt EU-weit ein neues Gesetz in Kraft, das die Verwendung von Amalgam-Füllungen einschränkt. Zahnexperte Dr. Christoph Sliwowski beantwortet für DONNA die wichtigsten Fakten zur Gesetzesänderung und den umstrittenen Zahnfüllungen.

Nahaufnahme einer Frau, die mit weit geöffnetem Mund lacht und deren Haare ihr dabei ins Gesicht wehen

Zahnfüllungen mit Amalgam sind seit Jahrzehnten umstritten – und dennoch weiterhin im Einsatz. Ein neues EU-Gesetz soll dies ab Juli 2018 ändern. DONNA beantwortet die wichtigsten Fragen zur Gesetzesänderung.

EU schränkt Nutzung von Amalgam stark ein – 3 Fragen, 3 Antworten:

2018 tritt EU-weit ein neues Gesetz in Kraft, das die Anwendung der umstrittenen Zahnfüllungen mit Amalgam einschränkt. Dr. Christoph Sliwowski, Leiter der Zahnimplantat-Klinik Düsseldorf im St. Vinzenz-Krankenhaus, beantwortete uns die drei wichtigsten Fragen zum neuen Gesetz und den Risiken einer Amalgamfüllung.

9 Fragen, die Sie Ihrem Zahnarzt schon immer stellen wollten

1. Was genau ist Amalgam? Aus was setzt es sich zusammen? Und warum kann es gefährlich sein?

Eine Amalgamfüllung besteht aus einer Mischung aus verschiedenen Metallen wie Silber, Zinn, Kupfer, aber auch Quecksilber, das als gesundheitsschädlich gilt. Es besteht der Verdacht, dass die Füllungen, zum Beispiel durch den Abrieb beim Kauen, geringe Mengen des enthaltenen Quecksilbers freisetzen. Eine Vergiftung kann Beschwerden wie andauerndes Müdigkeitsgefühl, Kopf- und Kieferschmerzen, aber auch Muskelkrämpfe auslösen.

2. Warum wird es nach wie vor als Zahnfüllmittel verwendet? Welche Alternativen gibt es?

Ob Amalgam als Füllungsmaterial eine Gefahr für die Gesundheit darstellt, ist umstritten. Viele Studien halten die Verwendung nach wie vor für unbedenklich. Als Vorteile von Amalgam gelten die einfache Verarbeitung, der günstige Preis und die Haltbarkeit, die mit über zehn Jahren höher liegt als bei anderen Materialien. Viele Menschen entscheiden sich jedoch auch gegen Amalgam, weil es nicht der natürlichen Zahnfarbe ähnelt. Alternativen bieten Kunststoff- oder Keramikfüllungen, die jedoch meistens nicht vollständig von den Krankenkassen bezahlt werden.

3. Welche Auswirkungen hat die neue Gesetzesänderung der EU-Kommission zur Amalgam-Nutzung? Wann tritt sie in Kraft?

Das neue Gesetz tritt zum 1. Juli 2018 in Kraft. Es verbietet die Verwendung von Amalgam bei Kindern unter 15 Jahren, schwangeren sowie stillenden Frauen, um diese empfindlichen Gruppen vor einer erhöhten Quecksilberbelastung zu schützen. Generell bleiben Amalgamfüllungen jedoch erlaubt.

Weitere Informationen unter zahnimplantat-klinik-duesseldorf.de.