Fit mit Ayurveda

Ayurveda im Alltag: So klappt der Neustart in ein gesünderes Leben

Dana Schwandt ist Bloggerin, Podcasterin und Online-Coach. Mit ihrem Unternehmen Ichgold, das sie gemeinsam mit ihrem Mann führt, will sie Menschen dabei helfen, gesünder und entspannter zu leben. | © GRIT SIWONIA
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Dana Schwandt ist Bloggerin, Podcasterin und Online-Coach. Mit ihrem Unternehmen Ichgold, das sie gemeinsam mit ihrem Mann führt, will sie Menschen dabei helfen, gesünder und entspannter zu leben.

Wie Ayurveda den Körper ohne Anstrengung und Verzicht ins Gleichgewicht bringt, zeigt Dana Schwandt in ihrem Buch „Dein Neuanfang mit Ayurveda“. DONNA Online hat die Lifedesign-Expertin gefragt, wie die traditionelle indische Heilkunst sich einfach in den Alltag einbauen lässt.

Ein eigener Blog, Podcast und Onlinekurse rund um mentale Weiterentwicklung und ein gesundes Leben: Mit ihrem Unternehmen Ichgold möchte Dana Schwandt andere Menschen dazu inspirieren, ihren Alltag bewusster und gesünder zu gestalten. Neben Yoga und Heilpraktik spielt dabei vor allem Ayurveda eine wichtige Rolle: Die ganzheitliche Heilkunst bringt nicht nur den Körper in Balance, sondern wirkt sich auch auf die Psyche ausgleichend aus. Basierend auf den Prinzipien der traditionellen indischen Lehre entwickelte die Hamburgerin das Programm „Tellergold“, mit dem sich ayurvedische Ernährung unkompliziert und schnell in den Alltag einbauen lässt. Wer noch einen Schritt weiter gehen und mit Ayurveda in ein neues, gesünderes Leben starten will, kann sich in Dana Schwandts Ratgeber „Dein Neustart mit Ayurveda“ konkrete Anregungen holen. Mit DONNA Online sprach die Ayurveda-Expertin darüber, wie der Weg zu einer gesünderen Lebensweise aussehen kann – und wie sie selbst die ayurvedischen Prinzipien in ihrem vollgepackten Alltag unterbringt.

DONNA Online: Rauchen, ungesundes Essen, zu wenig Schlaf: Warum fällt es uns so schwer, Gewohnheiten, die uns nicht guttun, zu verändern oder abzulegen?
Dana Schwandt: Gewohnheiten liegen tief in unserem Bewusstsein verborgen und sind in unser Nervensystem eingebrannt. Man kann sich das vorstellen wie einen Weg, den wir immer wieder entlang gehen. Das erste Mal wenn wir etwas tun, ist es als würden wir uns zunächst den Weg durch das Dickicht bahnen müssen und mit einer Sense das ganze Gestrüpp wegschlagen. Laufen wir den Weg immer wieder entlang beginnen wir, ihn auszuweiten. Jedes Mal wenn wir ihn beschreiten wird er fester, stabiler und breiter. So läuft es auch mit unseren Nervenbahnen. Wollen wir jetzt einen anderen Weg wählen, fangen wir wieder bei Null an. Sense raus und los geht’s. Allerdings ist jede Zelle unseres Systems noch auf den über Jahre gut ausgebauten, alten Weg gepolt. Es ist daher viel leichter, den bekannten Weg entlangzugehen. Und da unser Gehirn zusätzlich gerne Energie spart, finden wir uns immer wieder auf dem alten Weg wieder, anstatt die etwas mühsamere Arbeit des Wegausbaus zu betreiben.

Welche Voraussetzungen, auch im Kopf, müssen erfüllt sein, damit eine Umstellung im Leben dauerhaft klappt?
Ein Aspekt, der uns immer wieder den alten Weg wählen lässt, ist das Bewertungssystem, das wir über uns selbst haben. Jeder kennt das: Du willst ab morgen mit Zucker aufhören. Ein paar Tage geht es gut, dann bist du irgendwo bei einem Geburtstag eingeladen und nach einigem Hadern mit dir selbst wirst du schwach und isst doch ein Stück Kuchen. Die Gedanken, die dann entstehen, sind das Problem und gleichzeitig der Schlüssel. Ich bin einfach zu undiszipliniert, schwach, groß, klein, dick, dünn, doof… Und vor allem: Ich bin die Einzige, die es nicht hinbekommt. Alle anderen haben es voll drauf. Wir kippen uns einen riesengroßen Schwall Scham und Selbstentwertung über den Kopf. Nicht dass es doof genug ist, dass wir noch nicht geschafft haben das zu tun, was wir uns vorgenommen haben. Nein, jetzt kriegen wir dafür noch auf den Deckel.

Die Lösung ist, liebevoll mit uns selbst umzugehen. Wie wir zu einem kleinen Kind sein würden, das gerade Fahrradfahren lernt und heruntergefallen ist. Wahrscheinlich (hoffentlich) würden wir Dinge sagen wie: „Ist nicht so schlimm, das passiert uns allen wenn wir anfangen.“ „Komm, wir versuchen es nochmal." Oder auch: „Lass uns eine Pause machen und später nochmal versuchen.“ Wir sind fürsorglich und liebevoll. Wir müssen lernen, genau so zu uns selbst zu sein. Erst dann erlauben wir uns kleine, angemessene Schritte zu machen, auch mal auf die Nase zu fallen und den Perfektionisten zu Hause zu lassen. Dann wird es ganz leicht!

Ihr Buch dreht sich darum, wie vor allem in Sachen Ernährung ein Neustart mithilfe von Ayurveda klappen kann. Wie sind Sie selbst zu dieser alten indischen Lehre gekommen?
Ich hatte 13 Jahre ein Yogastudio und habe Yogalehrer ausgebildet. Wenn man sich in der Yogawelt bewegt, ist Ayurveda als „Schwesterwissenschaft“ des Yoga nicht weit. Ganz zu Beginn des Studios hatten wir eine Kooperation mit einem Berliner Ausbildungsinstitut, das seine Ayurveda-Ausbildung in unseren Räumen in Hamburg anbieten wollte. Da bin ich dann tiefer eingestiegen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Allerdings war es sehr tiefgehend und komplex, sodass ich es damals nicht geschafft habe, es in meinen Alltag zu integrieren und es wieder aus den Augen verloren habe. Bis Ayurveda mich dann einige Jahre später wiederfand – und zwar modern, anwendbar und alltagstauglich. Da war es auf einmal ganz leicht und das Logischste, was ich je über meinen Körper gelernt habe.

Können Sie kurz erklären, was eine gesunde Ernährung nach ayurvedischen Prinzipien ausmacht?
Fast alle Ernährungsphilosophien beschäftigen sich mit dem „was“: Was soll ich essen und was nicht? Ayurveda hat einen ganz anderen Ansatz und definiert acht Faktoren, die einen Einfluss darauf haben, ob die Ernährung für uns gut funktioniert oder nicht. Maßstab dafür ist, den Stoffwechsel ins Gleichgewicht zu bringen – aus ayurvedischer Sicht die Krankheitsprävention schlechthin. Hier die acht Faktoren:

  1. Zeit: Im Ayurveda legen wir großen Wert darauf dann zu essen, wenn der Körper gut verdauen kann. Am besten kann er das mittags, weshalb wir empfehlen, mittags die Hauptmahlzeit zu uns zu nehmen und morgens und abends eher leicht zu essen.

  2. Essgewohnheiten: Unser Essen kann noch so optimal sein, wenn wir hastig „on the go“ essen, stört das unseren Stoffwechselprozess und wir können das Gegessene nicht optimal verdauen.

  3. Gefühle: Sind wir aufgewühlt, traurig, wütend oder gestresst, hat auch das einen Einfluss auf die Kraft unserer Verdauung: Sie ist geschwächt. Deshalb wird empfohlen, Streitgespräche oder wichtige Geschäftsessen, bei denen wir vielleicht angespannt sind, nicht abends um 20 Uhr über einem schwer verdaulichen Steak zu machen, sondern dann vielleicht lieber die Suppe zu wählen.

  4. Menge: Morgens und abends essen wir eher kleine Portionen und mittags ein ausgiebiges Mahl. Allerdings zählen wir im Ayurveda keine Kalorien oder Punkte. Jeder von uns ist anders und führt ein individuelles Leben. Habe ich eine kräftige Verdauung und arbeite auf dem Bau, brauche ich definitiv mehr als wenn ich eine langsame Verdauung habe und den ganzen Tag am Schreibtisch sitze. Die Faustregel, von der aus wir starten, ist das zu essen, was in unsere beiden Hände passt, wenn wir sie zu einer Schale zusammenlegen. Wenn der Magen zu zwei Dritteln gefüllt ist, kann er optimal arbeiten.

  5. Herkunft: Erdbeeren sind köstlich, aromatisch und für die meisten von uns gut bekömmlich. Allerdings nicht im Winter. Im Ayurveda gehen wir davon aus, dass das Ökosystem, in dem wir leben, unseren Körper zu jedem Zeitpunkt mit den Dingen versorgt die er braucht, um gesund und kraftvoll zu sein. Daher freuen wir uns, saisonal und regional zu essen – aus einem ganz handfesten Grund, der nichts mit moralischem Unterbau zu tun hat.

  6. Zubereitungsform: Essen ist nicht gleich Essen. Ein Apfel, den wir roh essen, hat eine andere Wirkung auf unseren Körper, als wenn wir ihn geraspelt essen, dünsten, braten oder backen. Wenn wir lernen, die Zubereitungsform für uns zu nutzen, können wir den Apfel, den wir roh vielleicht nicht vertragen, aber doch als Apfelmus genießen.

  7. Kombination: Die meisten natürlichen Nahrungsmittel sind für sich genommen erst einmal wertvoll. Da unser Körper bei verschiedenen Nahrungsmitteln aber verschiedene Vorgänge durchläuft, können wir bei einem selbst gekochten, frischen Bio-Gericht zu Mittag trotzdem furchtbare Blähungen, Durchfall oder Verstopfungen bekommen (je nach dem wozu wir neigen), wenn wir die Nahrungsmittel ungünstig kombinieren. Das klassische Frühstück mit Haferflocken, Joghurt und Obst ist aus ayurvedischer Sicht ein Desaster. Für sich genommen ist gegen die Nahrungsmittel aber nichts zu sagen.

  8. Konstitution: Last but not least haben wir alle eine individuelle Konstitution und somit eine bestimmte Art der Verdauung. Das bedeutet, dass Nudeln mit Sauce für den einen fantastisch sind, weil das Gericht erdet und relativ leicht verdaulich ist. Ein anderer muss dagegen nur an Pasta denken und nimmt schon zu – und ein Dritter hat nach kurzer Zeit wieder Hunger, wenn es nicht eine gehaltvolle Sauce dazu gibt. Wir müssen also erst einmal uns selbst kennenlernen, um zu wissen, was uns gut tut und was uns aus dem Gleichgewicht bringt.

Achtung, nicht abschrecken lassen! Das klingt wahnsinnig komplex und ist es in der Tiefe auch. Es gibt aber ganz einfache Grundsätze, die leicht umzusetzen sind, sofort fühlbare und sichtbare Ergebnisse bringen und gleichzeitig unser Körpergefühl und die Selbstfürsorge stärken.

Wie kann ein Ayurveda-Speiseplan mit Frühstück, Mittag- und Abendessen aussehen?
Frühstück ist klassischerweise ein Getreidebrei mit gekochtem oder gebratenem Obst. Einfach ist das klassische Haferporridge, aber es gibt auch köstliche Varianten mit Hirse, Quinoa, Chiasamen, Couscous oder Polenta. Aber natürlich gibt es auch noch andere Alternativen und Modifikationen für das klassische Brotfrühstück, die es unserer Verdauung leichter machen.

Mittags ist die Hauptmahlzeit. Da ist es wichtig, dass wir ausreichend Fett und vor allem Eiweiß zu uns nehmen. Ansonsten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ayurveda bedeutet nicht gleich Indisch. Ich liebe die indischen Gewürze wie Kurkuma, Ingwer, Kreuzkümmel und Co., aber auch die europäischen Varianten wie Thymian, Fenchel, Oregano, Rosmarin und so weiter funktionieren super. Eines meiner Lieblingsgerichte, weil sehr schnell und einfach im Arbeitsalltag, ist jegliche Form von Ofengemüse plus irgendetwas dazu. Ich schmeiße das Gemüse meiner Wahl geschnippelt auf ein Blech, zum Beispiel Kürbis, Fenchel, Rote Bete, Kohlrabi und gebe ein paar Gewürze, Öl und Salz drüber. Ab in den Ofen und fertig. Dazu leckere Guacamole, Hummus, im Sommer mal ein Salat, etwas Schafskäse, Nüsse oder wonach auch immer mir ist. Es ist endlos variierbar.

Abends wird es dann weniger pompös. Da die Verdauung nur noch auf Sparflamme arbeitet, empfiehlt sich Gemüse, Suppen oder Eintöpfe. Und auch hier – das klingt vielleicht erst mal alles utopisch. Fand ich auch. Aber genau darum geht es mir: Es so einfach und anwendbar zu machen in einem modernen, vollen Alltag, dass wir uns gut ernähren, aber eben nicht stundenlang in der Küche stehen müssen. Dafür habe ich nämlich auch keine Zeit.

Sein Essverhalten im hektischen Alltag von Grund auf umzukrempeln, ist eine echte Herausforderung. Wie verhindere ich, in Stressphasen sofort wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen?
Das oberste Gebot ist die Entwicklung so anzugehen, dass du eine Mini-Version für stressige Zeiten hast und auch hier gütig mit dir selbst zu sein. Wir müssen davon abrücken, es perfekt zu machen. Es geht vielmehr darum, den Prozess in kleinen, machbaren Schritten voranzubringen. Der Maßstab ist, dass kein Widerstand entsteht. Widerstrebt es mir, mein Joghurt-Obst-Frühstück sein zu lassen, kann ich als ersten Schritt vielleicht dennoch Obst wählen, das süß und nicht sauer ist. Vielleicht im nächsten Schritt die Menge reduzieren. Vielleicht irgendwann den Joghurt durch Milch ersetzen und dann das Ganze noch erwärmen oder zumindest die Haferflocken in der Milch quellen lassen. Wenn ich dann noch das Obst dünste oder ganz weglasse und eine Prise Zimt drüber streue, habe ich ein 1A ayurvedisches Frühstück. Aber vielleicht dauert es ein paar Wochen oder länger, bis ich da hinkomme.

Wir alle haben die Tendenz zu überschätzen, was wir kurzfristig leisten können, und zu unterschätzen, was wir langfristig hinbekommen. Das Ziel ist nicht, morgen alles anders zu machen, sondern in einem Jahr verglichen mit heute dichter am Ziel zu sein. Wenn wir das so sehen, können wir uns kleine Schritte erlauben. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass wir etwas häufiger tun müssen, als dass wir es nicht tun, um daraus eine Gewohnheit entstehen zu lassen. Das sind in einer Woche schon vier von sieben Tagen. Für eine große, nachhaltige Transformation haben wir also alle Freiheit, an drei Tagen das zu machen, was wir wollen, und an den restlichen vier liebevoll und fürsorglich in kleinen Schritten voranzuschreiten. Das nachhaltige Verändern von Verhaltensmustern braucht einfach Zeit.

Wie kann man Ernährungsmuffel, zum Beispiel in der eigenen Familie, „sanft“ an eine neue, gesündere Ernährungsweise heranführen?
Für mich gilt das Sauerstoffmaskenprinzip. Wenn wir uns nicht helfen, ist keinem geholfen. Deshalb lege ich die Priorität darauf dafür zu sorgen, dass ich mich gut ernähre. Für alle anderen, insbesondere den Partner, gilt, dass er machen darf, was er will. Je mehr wir ihn oder auch Kinder dazu bringen wollen, das zu machen, was wir sagen, desto mehr Widerstand wird in deren System entstehen. Und zwar nicht gegen das Essen an sich, sondern gegen die Botschaft, die im Subtext mitläuft und sagt: „So wie du es jetzt machst, ist es nicht gut genug und ich weiß es besser.“ Halten wir daran fest, wird es für alle anderen schwerer, Freude an unserem Essen zu finden.

Wenn sie aber nicht mein Essen mitessen müssen, entsteht der Raum, es eventuell probieren zu wollen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass unterschiedliche Dinge gegessen werden. Aber auch das ist nicht weiter kompliziert, wenn man lernt, modular zu kochen und verschiedene, einfache Komponenten anzubieten, die jeder nach seinem Gusto kombinieren kann. Mein Mann mag mein Essen sehr gerne und macht sich dann halt selbst ab und an mal eine Pizza, Spaghetti Bolognese oder stillt seine Bedürfnisse beim Grillen oder im Restaurant. Die Kinder hingegen sind wie alle Kinder Fans von Nudeln mit Tomatensauce, Reis und Kartoffeln. Gemüse eher nicht – und wenn, dann gerne roh. Sollen sie haben. Aber es gibt ein paar Dinge, die mir wichtig sind. Sie starten unter der Woche mit warmem Wasser und einem warmen Frühstück in den Tag. Wenn Gemüse nur roh geht, dann eben in roh. Und wenn sich zum Beispiel Erkältungskrankheiten anbahnen, dann werden Milchprodukte gestrichen. Ansonsten haben sie ziemlich freie Hand.

Als Mutter, Unternehmerin und Bloggerin haben Sie garantiert einen vollen Terminplan. Wie bauen Sie persönlich Ayurveda in Ihren Alltag ein?
Ich stehe sehr früh auf, um meine Morgenroutine schon gemacht zu haben, bevor ich um 6.45 Uhr am Herd stehe und für uns alle das Frühstück koche. Ich habe mittlerweile ziemlich automatisierte Gewohnheiten, die es mir erleichtern. Nach dem Frühstück und bevor ich duschen gehe, bereite ich in der Regel das Mittagessen vor, schnipple Gemüse oder weiche Linsen ein. Je nachdem, was es gibt – aber auf jeden Fall entscheide ich, was es geben wird. Das passt für die meisten nicht, da sie nicht zu Hause arbeiten und essen. Da kann man dann individuell schauen, wann am Tag es besser passt, etwas vorzubereiten. Viele unserer Kunden machen das am Abend oder am Wochenende.

Da mein Mittagessen dann schon vorbereitet ist, brauche ich in der Regel nur etwa fünf bis 15 Minuten für die Zubereitung und dann essen wir gegen 11.30 Uhr. Ich mache meistens so viel, damit für abends noch etwas übrig bleibt. Alternativ bereite ich abends ein Minuten-Gemüse zu. Irgendeine Gemüsesorte, die schnell gar ist wie Fenchel, Spitzkohl oder Zucchini und haue das mit etwas Öl und Gewürzen in die Pfanne als Abendessen. Und ich gehe früh ins Bett, um mir sieben bis acht Stunden Schlaf zu gönnen. Auch das ist ein wichtiger Aspekt im Ayurveda, der in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit, in der es irgendwie hip ist, gestresst und übermüdet zu sein, außer Acht gelassen wird.

Das klingt jetzt alles sehr krass. Das Tolle ist, dass ich überhaupt nicht mehr dogmatisch damit bin. Am Wochenende bleibe ich gerne mal länger im Bett, mache ein gemütliches Brötchenfrühstück mit meinen Lieben oder genieße ausschweifende Abende mit Freunden im Restaurant. Ja, es wird einen Einfluss auf die Qualität meines Schlafes haben und darauf, wie ich mich morgen fühle, aber das ist es mir dann einfach wert. Ich sag nur: Bloß nicht komisch werden!

 

Weitere Infos zu einem gesunden Leben mit Ayurveda finden Sie im Ratgeber „Dein Neuanfang mit Ayurveda“ von Dana Schwandt.